US-Immobilienkrise, Eigentümer

US-Immobilienkrise: Eigentümer halten Häuser länger, Politik reagiert

05.03.2026 - 01:39:22 | boerse-global.de

Hausbesitzer halten Eigentum länger als je zuvor, während Mieter mit geringem Vermögen zurückbleiben. Ein neuer Steuergesetzentwurf soll Abhilfe schaffen.

US-Immobilienkrise: Eigentümer halten Häuser länger, Politik reagiert - Foto: über boerse-global.de
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Die finanzielle Schere zwischen Mietern und Eigentümern in den USA klafft so weit auseinander wie nie. Zwei parallele Entwicklungen diese Woche zeigen die Dramatik: Ein neuer Marktbericht belegt einen historischen Stillstand, während die Politik mit einem Steuergesetz für Mieter gegensteuert.

Redfin-Daten: Eigentümer sitzen fest

US-Hausbesitzer bleiben so lange in ihren Häusern wie fast nie zuvor. Laut einer aktuellen Analyse des Immobilienunternehmens Redfin beträgt die durchschnittliche Haltedauer mittlerweile zwölf Jahre. Vor zwanzig Jahren lag sie noch bei sechseinhalb Jahren.

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Hohe Hypothekenzinsen und explodierte Immobilienpreise halten diesen Kreislauf am Laufen. Vor allem ältere Generationen mit schuldenfreien Häusern oder alten Niedrigzinskrediten haben keinen Grund zu verkaufen. Für junge Erstkäufer bedeutet das: Sie konkurrieren um eine winzige Auswahl, was die Preise weiter hochtreibt.

Vermögenskluft erreicht Rekordniveau

Die Blockade auf dem Wohnungsmarkt schlägt direkt auf die Vermögen durch. Das mittlere Nettovermögen eines US-Hausbesitzers liegt bei über 400.000 Dollar. Bei Mietern sind es nur etwa 10.000 Dollar. Ein Eigentümer ist im Schnitt also mehr als vierzigmal wohlhabender.

Eine Studie der Federal Reserve Bank of San Francisco zeigt: Nicht nur der Neubaumangel ist schuld, sondern vor allem die Einkommensungleichheit. Gutverdiener überbieten systematisch alle anderen. Wer dauerhaft zur Miete wohnt, verpasst den wichtigsten Vermögenshebel – die Wertsteigerung der Immobilie.

Steuerentlastung für Mieter geplant

Als politische Antwort stellten die Kongressabgeordneten Tom Kean Jr. und Greg Landsman diese Woche den „Tax Relief for Renters Act“ vor. Der parteiübergreifende Entwurf soll Millionen Mietern helfen.

Konkret könnten Mieter künftig Kosten für eine Monatsmiete von bis zu 4.000 Dollar jährlich von der Steuer absetzen. Strikte Einkommensgrenzen sollen sicherstellen, dass die Hilfe bei Bedürftigen ankommt. Die Initiatoren argumentieren: Mieten steigen viel schneller als Löhne, Familien brauchen dringend finanziellen Spielraum.

Investoren springen in die Bresche

Weil kaum Bestandsimmobilien verkauft werden, verlagert sich der Markt. Institutionelle Investoren pumpen Geld in den Bau von Einfamilienhäusern zur Vermietung. Projektentwickler setzen dagegen vor allem auf hochpreisige Eigentumswohnungen.

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Beide Trends helfen dem durchschnittlichen Mieter nicht. Er kann nicht in Eigentum wechseln, und die Vermögenskluft verfestigt sich weiter. Experten fordern daher mehr Anreize für den Bau erschwinglicher Eigentumswohnungen.

Parallelen zu Deutschland

Die fundamentalen Probleme gleichen sich hierzulande. Auch in deutschen Großstädten wird der Erwerb von Wohneigentum für Durchschnittsverdiener unrealistisch. Die Vermögensschere zwischen Mietern und Eigentümern wächst.

Während die USA über Steuernachlässe diskutieren, setzt Deutschland eher auf Regulierung wie die Mietpreisbremse. Doch die Grundrealität bleibt gleich: Ein abbezahltes Eigenheim ist der beste Schutz vor Altersarmut.

Mieten steigen weiter

Für 2026 prognosticieren Redfin-Analysten keine Entspannung. Die Mieten in den USA dürften um weitere zwei bis drei Prozent steigen. Leicht sinkende Hypothekenzinsen könnten zwar einigen Kaufwilligen helfen.

Die tiefe strukturelle Vermögenskluft wird jedoch bleiben. Ob der neue Steuergesetzentwurf den Kongress passiert und wirklich Linderung bringt, ist eine der zentralen politischen Fragen der kommenden Monate.

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