US-Gesetz, Millionen

US-Gesetz will Millionen vor Lebensmittelhilfe-Diebstahl schützen

05.03.2026 - 05:51:43 | boerse-global.de

Ein neues US-Gesetz will veraltete Essenshilfe-Karten mit Magnetstreifen durch sichere Chipkarten ersetzen, um Betrugsverluste in Milliardenhöhe zu stoppen.

US-Gesetz will Millionen vor Lebensmittelhilfe-Diebstahl schützen - Foto: über boerse-global.de
US-Gesetz will Millionen vor Lebensmittelhilfe-Diebstahl schützen - Foto: über boerse-global.de

Washington will den digitalen Raub von Essenshilfe-Geldern stoppen. Ein neues Gesetz soll veraltete Lebensmittelhilfe-Karten mit Magnetstreifen durch sichere Chipkarten ersetzen. Der Vorstoß reagiert auf einen massiven Anstieg von Skimming-Angriffen, die besonders arme Haushalte treffen.

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Eine halbe Milliarde Dollar in Gefahr

Die Dringlichkeit ist enorm. Seit Ende 2024 läuft ein Bundesprogramm aus, das Opfern von Betrug ihre gestohlenen Leistungen erstattete. Seither sind Millionen bedürftige Familien schutzlos, wenn Kriminelle ihre Konten leer räumen. Die Schwachstelle liegt in der Technik: Die meisten Electronic Benefit Transfer (EBT)-Karten für das Supplemental Nutrition Assistance Program (SNAP) nutzen noch immer unsichere Magnetstreifen – eine Technologie, die im kommerziellen Zahlungsverkehr längst überholt ist.

Die finanziellen Dimensionen sind alarmierend. Ein Bericht des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) vom Januar 2026 warnt: Rund 555 Millionen Dollar an SNAP-Geldern sind in den kommenden Jahren gefährdet, wenn die Cybersicherheit nicht massiv verbessert wird. Einzelstaaten wie New York und Texas meldeten bereits 2024 und 2025 Verluste in zweistelliger Millionenhöhe durch organisierte Banden, die Kartendaten kopieren.

Fünf-Jahres-Plan für sichere Chipkarten

Das Enhanced Cybersecurity for SNAP Act schreibt einen strikten Fahrplan für die Modernisierung vor. Innerhalb von zwei Jahren nach Verabschiedung der neuen USDA-Richtlinien müssen die Bundesstaaten mit der Ausgabe von Chipkarten beginnen. Nach vier Jahren dürfen keine neuen Magnetstreifen-Karten mehr ausgegeben werden, und nach fünf Jahren müssen alle alten Karten durch Chip-Varianten ersetzt sein.

Das Gesetz, das von einer parteiübergreifenden Gruppe um die Senatoren Ron Wyden, John Fetterman und Bill Cassidy eingebracht wurde, sieht konkrete Hilfen vor:
* Opfer erhalten innerhalb von drei Tagen kostenlose Ersatzkarten.
* Ein USDA-Förderprogramm hilft kleinen Läden und Märkten, ihre Terminals für Chipkarten zu modernisieren.
* Die Sicherheitsstandards müssen alle fünf Jahre an den Stand der Technik angepasst werden.

Kalifornien als Vorbild, Illinois zieht nach

Während Washington debattiert, handeln bereits erste Bundesstaaten. Kalifornien startete 2025 mit der Einführung von Chip-EBT-Karten – mit durchschlagendem Erfolg: Die Diebstähle sanken bis November 2025 um 83 Prozent, von etwa 20 auf unter 4 Millionen Dollar monatlich.

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Diesem Beispiel will nun Illinois folgen. Am 4. März 2026 brachten Landesparlamentarier einen eigenen Modernisierungsentwurf ein. Die geschätzten Kosten von 50 Millionen Dollar, so die Überzeugung, würden sich durch die verhinderten Betrugsverluste schnell amortisieren.

Breite Unterstützung von Handel und Steuerzahler

Die Initiative stößt auf breite Zustimmung. Handelsverbände wie die National Grocers Association unterstützen das Gesetz. Sie betonen, dass sichere Zahlungsmittel nicht nur die Verbraucher, sondern auch die kleinen Geschäfte schützen, die für viele SNAP-Teilnehmer unverzichtbare Anlaufstellen sind.

Auch die National Taxpayers Union, eine Steuerzahler-Schutzorganisation, befürwortet in einer Stellungnahme vom 2. März 2026 den Wechsel zu Chipkarten. Das Ziel ist klar: Öffentliche Gelder sollen bei den Bedürftigen ankommen und nicht in den Taschen krimineller Organisationen landen.

Die anstehenden logistischen Herausforderungen – die Modernisierung der Infrastruktur in allen Bundesstaaten und bei unzähligen Händlern – sind gewaltig. Analysten sind sich jedoch einig: Die langfristigen Einsparungen durch verhinderte Betrugsfälle werden die Anfangsinvestition bei weitem übersteigen. In den kommenden Wochen wird der Kongress über die Zukunft der Lebensmittelhilfe-Sicherheit entscheiden.

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