US-Drohnenprogramm, Firmen

US-Drohnenprogramm startet mit 25 Firmen in Milliarden-Wettlauf

05.02.2026 - 19:30:12

Das US-Verteidigungsministerium hat 25 Unternehmen für die erste Phase seines milliardenschweren „Drone Dominance Program“ ausgewählt. Ziel ist die rasche Entwicklung zehntausender günstiger Kampfdrohnen bis 2027. Für den ersten Prototypen-Wettbewerb stehen rund 150 Millionen Euro bereit.

Hinter dem Programm steht eine grundlegende Reform der Beschaffung. Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte im Juli 2025 eine Überholung der Drohnenstrategie angeordnet. Der Grund: Die USA sehen sich im Wettlauf um kostengünstige, massenhaft einsetzbare unbemannte Systeme im Rückstand – besonders gegenüber China und Russland.

„Das ist ein Paradigmenwechsel“, analysiert ein europäischer Rüstungsexperte. „Statt perfekter, teurer Systeme setzt das Pentagon nun auf einfache, verlusttolerante Drohnen, die Infanterieeinheiten in großer Zahl erhalten sollen.“ Das Programm hat ein Gesamtbudget von rund einer Milliarde Euro für die kommenden zwei Jahre.

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Der „Feuertaufe“-Wettbewerb beginnt

Ab dem 18. Februar müssen sich die ausgewählten Firmen in Fort Benning, Georgia, beweisen. Bei der sogenannten „Gauntlet“-Evaluation testen Soldaten die Systeme unter realistischen Bedingungen. Diese nutzerzentrierte Herangehensweise ist Kern des neuen Ansatzes.

Nach Abschluss der Tests Anfang März werden umgehend Aufträge im Wert von 150 Millionen Euro für Prototypen vergeben. Die Lieferfrist beträgt nur fünf Monate – ein extrem straffer Zeitplan im Vergleich zu herkömmlichen Rüstungsprojekten.

Gemischtes Feld: Von Rüstungsriesen bis ukrainischen Spezialisten

Die ausgewählten 25 Unternehmen bilden eine strategische Mischung. Neben etablierten US-Rüstungskonzernen wie Kratos finden sich agile Start-ups und – bemerkenswerterweise – zwei ukrainische Firmen: General Cherry Corp. und Ukrainian Defense Drones Tech Corp.

Die Einbindung ukrainischer Hersteller ist klug kalkuliert. „Diese Unternehmen haben einzigartige Kampferfahrung“, erklärt ein Pentagon-Sprecher. „Ihr Know-how aus dem realen Einsatz beschleunigt unsere Entwicklung enorm.“ Auch deutsche Rüstungskonzerne wie Rheinmetall oder Diehl Defence verfolgen ähnliche Ansätze für die Bundeswehr, allerdings in deutlich kleinerem Maßstab.

Wettlauf um die Zukunft der Kriegsführung

Das Programm zielt explizit auf Einweg-Angriffsdrohnen ab – Systeme, die billig genug sind, um sie in Massen einzusetzen. Bis 2027 sollen über 200.000 solcher Drohnen beschafft werden. Sie sollen die Feuerkraft und Aufklärung auf Truppenebene revolutionieren.

Für die beteiligten Unternehmen geht es um viel. Wer in dieser ersten Phase überzeugt, positioniert sich für die deutlich größeren Serienaufträge der Folgestufen. Das „Drone Dominance Program“ könnte zum Blaupause für künftige US-Rüstungsbeschaffung werden: schneller, wettbewerbsorientierter und stärker an den Bedürfnissen der Soldaten ausgerichtet.

Die europäische Verteidigungsindustrie beobachtet die Entwicklung mit Spannung. Während die USA auf Massenproduktion setzen, fokussiert sich Europa oft noch auf hochkomplexe Systeme. Die Frage ist: Welcher Ansatz wird sich auf den Schlachtfeldern der Zukunft als effektiver erweisen?

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