UOB, Aktie

UOB Aktie: 600-Millionen-Deal mit AllianzGI

10.06.2026 - 03:54:44 | boerse-global.de

Singapurs United Overseas Bank verhandelt über Spartenverkauf für bis zu 600 Millionen Dollar und treibt Wealth-Strategie voran.

UOB plant Verkauf der Vermögensverwaltung an Allianz
UOB - Finanzdokumente und digitale Diagramme, die einen 600-Millionen-Deal zwischen UOB und AllianzGI symbolisieren. 10.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die United Overseas Bank (UOB) steht vor einem tiefgreifenden Wandel. Die Singapurer Großbank verhandelt exklusiv über den Verkauf ihrer Vermögensverwaltungssparte. Hauptinteressent ist Allianz Global Investors, der Preis könnte bei bis zu 600 Millionen Singapur-Dollar (etwa 467 Millionen US-Dollar) liegen. Kein Wunder, dass Anleger genau hinschauen.

Die Sparte verwaltet mehr als 41 Milliarden Singapur-Dollar Vermögen in sieben Ländern. Ein Verkauf würde der Bank ermöglichen, ihre Wealth-Management-Pläne zu beschleunigen. UOB hat das Ziel ausgegeben, ihre Erträge aus dem Vermögensgeschäft bis 2030 zu verdoppeln. Die Erlöse aus dem Verkauf dürften in die Beratungssparte und die Einstellung neuer Kundenberater fließen.

Neben AllianzGI hatten sich auch Amundi, KKR und Seviora als Interessenten positioniert. Ein endgültiger Abschluss steht noch aus – die Verhandlungen laufen.

Führungswechsel in Greater China

Parallel dazu verändert die Bank ihre Führungsstruktur im China-Geschäft. Adaline Zheng wird ab Juli 2026 die CEO-Rolle für UOB China übernehmen. Sie folgt auf Peter Foo, der nach 15 Jahren in den Ruhestand geht. George Tung wird neuer CEO der Hongkong-Niederlassung.

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Die Personalien sind Teil einer klaren Strategie. UOB will die Verbindungen zwischen Greater China und dem ASEAN-Raum stärken. Die Handels- und Investitionsströme zwischen diesen Regionen nehmen zu – davon soll die Bank profitieren.

Ausbau der Brokerage-Dienste

Auch die Tochter UOB Kay Hian ist aktiv geworden. Gemeinsam mit Mirae Asset Securities bietet das Brokerage einen „Foreign Investor Omnibus Account" an. Anleger aus Singapur und Südostasien können damit leichter in den südkoreanischen Aktienmarkt investieren. Ein eigenes Konto in Korea brauchen sie nicht mehr.

Marktlage und Ausblick

CGS International hat den Bankensektor in Singapur auf „Overweight" hochgestuft. Die Analysten bewerten UOB mit „Add" und sehen weiteres Potenzial beim Zinsergebnis und bei den Margen. Das Kursziel liegt bei 42,60 Singapur-Dollar.

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Die UOB-Aktie notierte zuletzt bei 25,80 Euro – das sind rund 2 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 26,34 Euro. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von knapp zehn Prozent. Die bevorstehende Transaktion und die Umsetzung der Wealth-Strategie bleiben die entscheidenden Themen für die kommenden Monate.

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