UnitedHealth, Medical-Care-Ratio

UnitedHealth: Medical-Care-Ratio auf 83,9%

22.04.2026 - 11:30:22 | boerse-global.de

Der US-Krankenversicherer UnitedHealth übertrifft im ersten Quartal 2026 die Erwartungen, senkt seine Leistungsquote und hebt die Gewinnprognose für das Gesamtjahr an.

UnitedHealth: Medical-Care-Ratio auf 83,9% - Foto: über boerse-global.de
UnitedHealth: Medical-Care-Ratio auf 83,9% - Foto: über boerse-global.de

398 Millionen Dollar Kurserholung in einem Monat — und jetzt liefert UnitedHealth den fundamentalen Rückenwind dazu. Der US-Krankenversicherer hat am Dienstag seine Quartalszahlen für das erste Quartal 2026 vorgelegt und dabei gleich auf mehreren Ebenen positiv überrascht.

Bessere Schadensquote, höhere Prognose

Das Herzstück der Zahlen: Die sogenannte Medical Care Ratio — der Anteil der Prämieneinnahmen, der für Versicherungsleistungen ausgegeben wird — sank auf 83,9 Prozent. Im Vorjahreszeitraum lag sie noch bei 84,8 Prozent. Weniger Ausgaben für Leistungen bedeutet mehr Spielraum für Gewinne.

Der Konzernumsatz kletterte auf 111,7 Milliarden Dollar, ein Plus von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das operative Ergebnis erreichte 9,0 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 7,23 Dollar — leicht über dem Vorjahreswert.

Auf dieser Basis hebt UnitedHealth die Jahresprognose an. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll 2026 nun mehr als 18,25 Dollar erreichen. Der ausgewiesene Gewinn je Aktie wird auf über 17,35 Dollar geschätzt.

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Medicare-Mitglieder laufen ab

Nicht alles läuft rund. Im Medicare-Advantage-Segment verlor der Konzern im ersten Quartal rund 965.000 Mitglieder. Das sind ältere Versicherte, die über staatlich subventionierte Programme abgedeckt werden — ein wichtiges Wachstumsfeld der Branche.

Preisanpassungen im Segment Medicare & Retirement federten den Effekt teilweise ab. Die Segmenterlöse stiegen trotzdem leicht auf 42,1 Milliarden Dollar.

Parallel dazu kündigte die Tochter UnitedHealthcare an, rund 1.500 Krankenhäuser im ländlichen Raum bis Herbst 2026 von den meisten Vorabgenehmigungspflichten zu befreien. Das soll die Liquidität kleinerer Anbieter verbessern.

Aktienrückkauf und Schuldenabbau

UnitedHealth plant, bis Ende des zweiten Quartals eigene Aktien im Wert von mindestens 2,0 Milliarden Dollar zurückzukaufen. Die Schuldenquote sank auf 42,9 Prozent — nach 44,6 Prozent ein Jahr zuvor. Das Ziel: rund 40 Prozent bis Ende 2026.

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Ferner verkaufte der Konzern sein britisches Optum-Geschäft. Von den 400 Millionen Dollar Nettoerlös fließt der gesamte Betrag in die United Health Foundation.

Der Kurs hat die Erholung bereits vorweggenommen. Mit einem Plus von fast 27 Prozent in den vergangenen 30 Tagen notiert die Aktie bei rund 295 Euro — liegt damit aber noch gut 22 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch vom April 2025. Ob die angehobene Jahresprognose ausreicht, diese Lücke zu schließen, hängt maßgeblich davon ab, wie schnell der Mitgliederschwund im Medicare-Segment gestoppt werden kann.

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