Uniper Aktie: CPPIB und Kretinsky bieten auf Staatsanteil
04.06.2026 - 12:45:02 | boerse-global.de
Die Reprivatisierung von Uniper nimmt Fahrt auf. Namhafte internationale Investoren bringen sich in Stellung, um den staatlichen Anteil an dem Energiekonzern zu übernehmen. Das treibt den Kurs am Donnerstag um 3,07 Prozent nach oben auf 47,00 Euro.
Hochkarätiges Feld an Interessenten
Kurz vor Ablauf der Frist für erste Interessenbekundungen formiert sich ein breites Feld potenzieller Käufer. Insidern zufolge haben die kanadische Investmentgesellschaft CPPIB sowie die EPH-Holding des tschechischen Milliardärs Daniel Kretinsky ihren Hut in den Ring geworfen. Parallel dazu signalisieren die Energiekonzerne Equinor und TotalEnergies Interesse an dem Düsseldorfer Versorger.
Der Bund hält nach der Rettungsaktion im Jahr 2022 rund 99,12 Prozent der Anteile. Ein Verkaufspaket von etwa 74 Prozent könnte nach Schätzungen von Analysten mehr als 10 Milliarden Euro einbringen. Die beauftragten Investmentbanken UBS und J.P. Morgan sammelten bis zum 12. Juni die ersten Gebote ein.
Widerstand gegen Direktverkauf
Intern regt sich derweil Widerstand gegen einen möglichen Komplettverkauf an einzelne Großinvestoren. Die Gewerkschaft Verdi und Arbeitnehmervertreter fordern stattdessen eine Reprivatisierung über die Börse. Ein reiner Börsengang soll die Eigenständigkeit von Uniper sichern und die Interessen der rund 7.000 Beschäftigten schützen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Uniper?
Das Bundesfinanzministerium plant, seine Beteiligung bis spätestens Ende 2028 auf eine Sperrminorität von 25 Prozent plus eine Aktie zu reduzieren. Ob der Weg über einen Direktverkauf, ein öffentliches Aktienangebot oder eine Kombination aus beidem führt, ist derzeit noch offen.
Finanzielle Erholung stützt Bewertung
Die operative Erholung bildet das Fundament für das hohe Interesse der Finanzmärkte. Uniper erwirtschaftete im ersten Quartal 2026 einen Gewinn von 0,80 Euro je Aktie. Das bereinigte EBITDA lag bei 407 Millionen Euro, während das bereinigte Nettoergebnis 231 Millionen Euro erreichte.
Für das laufende Gesamtjahr rechnet der Vorstand mit einem bereinigten EBITDA zwischen 1,0 Milliarden und 1,3 Milliarden Euro. Davon profitieren auch die Anteilseigner. Für das Geschäftsjahr 2025 wurde bereits eine Ausschüttung von 0,72 Euro je Aktie beschlossen.
Uniper vor dem Wendepunkt? Diese Analyse zeigt, was Anleger jetzt wissen müssen.
An der Börse wird der Aufwärtstrend damit gefestigt. Mit dem aktuellen Kurs liegt das Papier deutlich über seinem 200-Tage-Durchschnitt von 36,40 Euro. Der Relative-Stärke-Index rangiert mit einem Wert von 53,0 weiterhin im neutralen Bereich, was trotz der jüngsten Kursgewinne nicht auf eine Überhitzung hindeutet. Konkrete Verhandlungen mit den Bietern werden für den Sommer erwartet.
Uniper-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Uniper-Analyse vom 4. Juni liefert die Antwort:
Die neusten Uniper-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Uniper-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 4. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Uniper: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
So schätzen die Börsenprofis Uniper Aktien ein!
Für. Immer. Kostenlos.
