Unicredit Aktie: Annahmefrist bis 3. Juli
22.06.2026 - 05:48:42 | boerse-global.de
UniCredit erhöht den Druck auf die Commerzbank. Seit dem 20. Juni läuft die zusätzliche Annahmefrist für das milliardenschwere Übernahmeangebot. Aktionäre haben nun bis zum 3. Juli Zeit. Sie können ihre Anteile an die italienische Großbank übertragen.
Die Mailänder kontrollieren bereits 42,5 Prozent der Commerzbank-Anteile. Dieser Wert umfasst Direkthaltungen, Finanzinstrumente und die 12,51 Prozent aus der ersten Angebotsphase. Falls die Commerzbank eigene Aktien einzieht, klettert der Anteil rechnerisch auf 44,33 Prozent.
Widerstand in Berlin und Frankfurt
Das reine Aktienangebot bewertet das Frankfurter Institut mit rund 50 Milliarden Dollar. Es wäre der größte Bankendeal in Europa seit der Finanzkrise. Indes formiert sich massiver Widerstand gegen die Pläne.
Sowohl der Vorstand als auch der Aufsichtsrat der Commerzbank empfehlen die Ablehnung. Die Bundesregierung schließt sich dieser Haltung an. Berlin hält als zweitgrößter Aktionär eine Schlüsselrolle in diesem Prozess. Kritiker bezeichnen das Vorgehen der Italiener als aggressiv.
Starke Dynamik an der Börse
Die Börse reagiert positiv auf die Expansionspläne. Die UniCredit-Aktie legte im vergangenen Jahr um 44,55 Prozent zu. Aktuell notiert das Papier bei 79,85 Euro.
Der Titel bewegt sich damit nahe seinem 52-Wochen-Hoch von 80,91 Euro. Der Relative-Stärke-Index von 67,8 signalisiert ein anhaltend hohes Momentum. Am 3. Juli endet die Frist für die verbleibenden Aktionäre. Danach wird die neue Machtverteilung im europäischen Bankensektor feststehen.
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