Unicredit Aktie: 55,04 Prozent bei Commerzbank möglich
13.06.2026 - 19:48:42 | boerse-global.de
Unicredit erhöht den Druck auf die Commerzbank massiv. Während die Mailänder ihre Beteiligung rechnerisch auf über 50 Prozent schrauben könnten, greift die Arbeitnehmerseite in Frankfurt zu drastischen Mitteln. Eine Strafanzeige wegen Marktmanipulation markiert die nächste Eskalationsstufe in diesem Übernahmekrimi.
Vorwurf der Marktmanipulation
Der Widerstand gegen den Einstieg der Italiener erreicht eine neue Stufe. Der Commerzbank-Betriebsrat hat eine Strafanzeige gegen Unicredit angekündigt. Die Arbeitnehmervertreter werfen der Bank Marktmanipulation und die Täuschung von Anlegern vor. Unicredit-Chef Andrea Orcel weist diese Vorwürfe zurück. Er betont die Gültigkeit des Angebots, das trotz des Gegenwinds aktiv bleibt.
Unicredit baut Beteiligung aus
Parallel dazu hat Unicredit ihren Zugriff auf die Commerzbank-Anteile systematisch verstärkt. Nach jüngsten Meldungen hält die Bank einen direkten Anteil von 37,7 Prozent. Unter Einbeziehung von Derivaten könnte die Gesamtbeteiligung sogar auf 55,04 Prozent steigen. Das Tauschangebot von 0,485 Unicredit-Aktien je Commerzbank-Papier bleibt umstritten.
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Der Angebotspreis lag zuletzt rund 1,50 Euro unter dem aktuellen Börsenkurs der Commerzbank. Die Finanzaufsicht BaFin prüft derzeit die Details der Übernahmebemühungen. Unabhängig davon treibt Unicredit ihren Rückzug aus Russland voran. Der Verkauf der dortigen Geschäfte an einen Investor aus den Vereinigten Arabischen Emiraten soll bis Mitte 2027 abgeschlossen sein.
Kursreaktion und Zeitplan
An der Börse zeigte sich die Unicredit-Aktie zuletzt robust. Mit einem Wochenplus von 0,74 Prozent ging das Papier bei 73,15 Euro aus dem Handel. Damit hält sich der Kurs stabil über dem 200-Tage-Durchschnitt von 67,84 Euro.
Die reguläre Annahmefrist für das Umtauschangebot endet am 16. Juni 2026. Eine Verlängerung der Frist bis zum 3. Juli 2026 gilt als Option, falls die rechtlichen Prüfungen andauern.
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