Unicredit Aktie: 3 bis 3,3 Milliarden für Russland-Ausstieg
10.05.2026 - 21:21:29 | boerse-global.deUniCredit agiert derzeit an zwei völlig unterschiedlichen Fronten. In Deutschland stößt CEO Andrea Orcel mit seinen Übernahmeplänen auf massiven Widerstand. Im Osten leitet die italienische Großbank parallel dazu den lang erwarteten Rückzug ein.
Abwehrkampf in Frankfurt
Die Commerzbank wehrt sich vehement gegen eine feindliche Übernahme. Um die eigene Unabhängigkeit zu sichern, kündigte das Frankfurter Institut am 10. Mai den Abbau von 3.000 Stellen sowie ehrgeizigere Gewinnziele an. Diese Restrukturierung kostet rund 450 Millionen Euro.
UniCredit strebt an, den eigenen Anteil an der Commerzbank auf über 30 Prozent aufzustocken. Die Bundesregierung stützt Berichten zufolge den Kurs der deutschen Bank. Orcel wirbt derweil unermüdlich für eine stärkere Konsolidierung des europäischen Bankensektors.
Teurer Abschied aus Russland
Ein deutliches Signal sendet Mailand bezüglich der verbliebenen Russland-Aktivitäten. Am 7. Mai bestätigte UniCredit eine vorläufige Vereinbarung mit einem Investor aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Ein Teil der russischen Tochtergesellschaft AO Bank soll nach einer Abspaltung verkauft werden. Es ist der bislang größte Schritt zum Rückzug seit Beginn der Invasion in der Ukraine.
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Dieser Schnitt hat seinen Preis. Das Management kalkuliert mit einer Gewinnbelastung zwischen 3 und 3,3 Milliarden Euro. Für Aktionäre ändert sich dadurch wenig. Die geplanten Ausschüttungen und langfristigen Renditeziele bleiben von dem Deal unberührt. Das verbleibende Russland-Geschäft fokussiert sich künftig auf internationale Zahlungen für westliche Firmenkunden.
Heißgelaufene Aktie
An der Börse hinterlassen die strategischen Manöver Spuren. Die UniCredit-Aktie verzeichnete auf Jahressicht ein Plus von gut 31 Prozent und ging am Freitag bei 70,06 Euro aus dem Handel. Ein Relative-Stärke-Index (RSI) von 84,5 signalisiert aktuell einen stark überkauften Zustand.
Marktbeobachter werten die hohe Volatilität von fast 50 Prozent als Zeichen für die anhaltende Unsicherheit rund um den Commerzbank-Deal. Dennoch bleibt der Analystenkonsens optimistisch. Im Schnitt rufen Experten ein Kursziel von 80,90 Euro auf.
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Weitere Details zur Kapitalallokation und den nächsten strategischen Schritten folgen in Kürze. Das Management präsentiert sich noch im Mai auf der hauseigenen Italian Investment Conference den Investoren.
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