New York Schluss: Dow stabil - Rekordrally an Nasdaq
08.05.2026 - 22:39:29 | dpa.deDabei erklommen der S&P 500 US78378X1072 und der Nasdaq 100 US6311011026 erneut Rekordhochs. Der US-Arbeitsmarktbericht für April fiel merklich besser als erwartet aus, während der von der Universität Michigan erhobene Konsumklimaindex stärker als erwartet auf ein Rekordtief fiel.
Der Dow Jones Industrial US2605661048 schloss 0,02 Prozent höher bei 49.609,16 Punkten. Daraus resultierte für den US-Leitindex ein Wochengewinn von 0,2 Prozent. Der marktbreite S&P 500 legte am Freitag um 0,84 Prozent auf 7.398,93 Zähler zu. Für den Nasdaq 100 ging es um 2,35 Prozent auf 29.234,99 Punkte aufwärts. Daraus ergab sich für den technologielastigen Auswahlindex ein Wochenplus von 5,5 Prozent.
Commerzbank-Experte Christoph Balz erwartet nach dem Arbeitsmarktbericht keine baldige Leitzinssenkung der US-Notenbank. Die Mitglieder der Fed dürften sich in ihrer mehrheitlich gehaltenen Einschätzung bestätigt sehen, dass der Arbeitsmarkt im Moment das geringere Problem sei. "Dagegen verfehlt die Fed ihr Inflationsziel seit fünf Jahren, und die steigenden Energiepreise sorgen aktuell für einen weiteren Teuerungsschub", schreibt Balz. "Es ist daher erst gegen Jahresende mit einer Zinssenkung zu rechnen, auch wenn sie von Präsident Trump immer wieder gefordert wird."
Im Nahost-Konflikt erklärte das iranische Militär die Gefechte mit US-Kriegsschiffen in der Straße von Hormus für beendet. "Nach einer gewissen Zeit gegenseitigen Beschusses sind die Kämpfe derzeit eingestellt und die Lage ruhig", zitierte die iranische Nachrichtenagentur Tasnim eine namentlich nicht genannte militärische Quelle. In der vergangenen Nacht hatten sich die beiden Konfliktparteien gegenseitig angegriffen. Der Iran attackierte US-Militärschiffe, die USA griffen Ziele auf dem Festland an.
Im Anlegerfokus standen die Aktien von Intel US4581401001 und Apple US0378331005 mit Kursgewinnen von knapp 14 beziehungsweise 2,0 Prozent. Wie das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Insider berichtet, haben beide Unternehmen eine vorläufige Vereinbarung getroffen, wonach Intel einen Teil der Chips herstellen soll, die in Apple-Geräten zum Einsatz kommen. Bereits am Dienstag hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg über Gespräche des iPhone-Herstellers mit dem Halbleiterkonzern berichtet. Ziel von Apple sei es, die Abhängigkeit vom taiwanesischen Zulieferer TSMC TW0002330008 zu verringern und Lieferengpässe abzufedern, hieß es damals.
Die Papiere von Akamai Technologies US00971T1016 verbuchten einen Kurssprung von mehr als 26 Prozent. Der Cloud-Computing-Dienstleister hatte seine diesjährige Gewinnzielspanne nach oben hin eingegrenzt. Außerdem wurde ein Großauftrag im Bereich der Cloud-Infrastrukturen eingefädelt.
Schlechte Nachrichten kamen aus dem Software-Bereich von Cloudflare US18915M1071, die um knapp 24 Prozent einbrachen. Das auf Sicherheits-Dienste spezialisierte Unternehmen enttäuschte mit dem Umsatzausblick und sorgte mit angekündigten Stellenstreichungen für Aufmerksamkeit.
Einen Kursabschlag von 9,0 Prozent verbuchten die Titel von Expedia US30212P3038. Analyst John Colantuoni von Jefferies Research verwies auf eine enttäuschende Buchungsprognose des Online-Reiseportals für das zweite Quartal. Richard Clarke von Bernstein schrieb mit Blick auf bestätigte Jahresziele, dass diese nach dem guten ersten Quartal eine schwächere zweite Jahreshälfte implizierten.
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