Aktien, Wien

Aktien Wien Schluss: ATX verbucht längste Gewinnserie seit 2003

05.01.2026 - 18:36:27

Unbeeindruckt von den jüngsten geopolitischen Entwicklungen hat der ATX AT0000999982 am Montag seine Rekordjagd fortgesetzt.

Mit dem elften Tagesgewinn in Folge knüpfte der ATX nahtlos an den starken Jahresausklang an und stellt damit die längste Gewinnserie seit 2003. Zum Handelsende stand der österreichische Leitindex um 0,80 Prozent höher bei 5.394,76 Punkten. Der ATX Prime gewann 0,81 Prozent auf 2.679,79 Zähler.

Auch das europäische Umfeld schloss zum Wochenstart überwiegend fester. Große Indizes wie der Euro-Stoxx-50 und der deutsche Dax DE0008469008 markierten dabei neue Rekordstände. Die Anleger setzen weiter auf eine Belebung der deutschen Konjunktur im neuen Jahr - ein Thema, das bereits im vergangenen Jahr als wichtiger Kurstreiber fungiert hatte.

Die US-Attacke auf den südamerikanischen Ölstaat Venezuela hinterließ an den Märkten hingegen kaum Spuren. Geopolitische Schocks hätten historisch betrachtet meist nur begrenzte Auswirkungen, schreiben die Marktstrategen der Deutschen Bank. Entscheidend sei weniger das Ereignis selbst als vielmehr, ob es zentrale makroökonomische Variablen wie Wachstum und Inflation nachhaltig beeinflusse.

Gesucht waren in Wien jedoch die Aktien des Ölfeldausrüsters SBO, die um 8,8 Prozent anzogen. US-Präsident Donald Trump beabsichtigt, die Förderung in Venezuela mithilfe der großen US-Ölkonzerne wiederzubeleben. Dafür wären hohe Investitionen in die Förderanlagen notwendig. Für SBO sind die USA wiederum ein wichtiger Markt.

Unter den weiteren Einzelwerten waren Aktien aus dem Bausektor sowie einige Bankwerte gefragt. Porr, Strabag und Palfinger AT0000758305 gewannen zwischen 2,2 und 3,6 Prozent. Erste Group AT0000652011 und Bawag AT0000BAWAG2 stiegen um jeweils rund ein Prozent.

Im weiteren Wochenverlauf dürfte sich der Fokus der Märkte wieder verstärkt auf Konjunkturdaten verlagern. Dies gilt besonders für die Inflationsdaten für Deutschland am Dienstag sowie den US-Arbeitsmarktbericht.

@ dpa.de