Deutsche Börse, DAX

UBS hebt Kursziel für Deutsche Börse auf 260 Euro an: Volatilität durch Nahost-Konflikt treibt Handelsvolumina

24.03.2026 - 15:52:51 | ad-hoc-news.de

Die UBS hat ihr Kursziel für die Deutsche Börse AG (ISIN: DE0005810055) von 250 auf 260 Euro angehoben. Grund: Stark gestiegene Handelsvolumina seit Ausbruch des Nahostkonflikts, die Gewinnprognosen bis 2028 nach oben korrigieren. Die Aktie profitiert von anhaltender Marktturbulenz.

Deutsche Börse, DAX, Nahost-Konflikt - Foto: THN

Die UBS hat am Montag, 23. März 2026, ihr Kursziel für die Deutsche Börse AG von 250 auf 260 Euro angehoben und die Einstufung bei 'Neutral' belassen. Analyst Michael Werner begründet dies mit den stark zunehmenden Handelsvolumina, die seit Beginn des Nahostkonflikts beobachtet werden. Diese Entwicklung korrigiert die Gewinnschätzungen für die Ergebnisse je Aktie bis 2028 nach oben und unterstreicht die Resilienz des Börsenbetreibers in Zeiten geopolitischer Unsicherheit.

Stand: Dienstag, 24. März 2026, 14:52 Uhr (Europe/Berlin)

Steigende Volatilität als Gewinnmotor

Der VDAX-New, der Volatilitätsindex der Deutschen Börse, kletterte am 20. März 2026 auf 31,28 Prozent und signalisiert hohe Marktangst. Solche Schwankungen treiben das Handelsvolumen in die Höhe, was direkt zu höheren Transaktionsgebühren für den Börsenplatz führt. Am 23. März 2026 erlebte der DAX ein extremes Zickzack: Der Index fiel vormittags unter 22.000 Punkte, erholte sich jedoch nach Aussagen von US-Präsident Donald Trump zu einer vorübergehenden Deeskalation im Iran-Konflikt und schloss mit +1,2 Prozent bei 22.654 Punkten. Diese Hoch-Tief-Spanne von 1.315 Punkten war die zweithöchste in der DAX-Geschichte.

Für die Deutsche Börse bedeutet dies höhere Einnahmen aus Derivaten, Aktienhandel und Clearstream-Abrechnungen. Der Konflikt um die Straße von Hormuz blockiert Energieversorgung und treibt Ölpreise: Brent fiel nach Trumps Ankündigung einer fünftägigen Pause von Angriffen auf iranische Infrastruktur um bis zu 14 Prozent auf rund 100 Dollar, stieg jedoch am Dienstag, 24. März 2026, wieder um fast 4 Prozent auf 103 Dollar.

Performance der Deutsche Börse-Aktie

Die Aktie der Deutsche Börse (ISIN DE0005810055) hat sich inmitten der Marktturbulenzen stabil gehalten. Das neue UBS-Kursziel von 260 Euro impliziert ein moderates Aufwärtspotenzial vom aktuellen Niveau. Experten prognostizieren für 2026 ein EPS von 12,10 Euro. Im Gegensatz zu zyklischen Werten wie Salzgitter, das für 2026 einen Vorsteuergewinn von 75 bis 175 Millionen Euro anstrebt, profitiert der Börsenbetreiber unabhängig von der Marktrichtung von Volumen und Volatilität.

Am Dienstag, 24. März 2026, notiert der DAX um 22.720 Punkten, nach der gestrigen Erholung. Analysten wie Claudia Windt von der Helaba sehen in Rücksetzern Kaufgelegenheiten, während die DZ Bank vor weiteren Einbrüchen warnt – potenziell unter 20.000 Punkte bei Eskalation.

Nahost-Konflikt als Katalysator

Seit dem Ausbruch des Konflikts im Nahen Osten hat die Handelsaktivität an den Märkten der Deutschen Börse merklich zugenommen. Dies wirkt sich positiv auf Umsätze und Gewinne aus. Gold und Silber verloren stark, während Öl teuer bleibt und Cross-Asset-Handel antreibt – ein Kerngeschäft der Deutsche Börse. Im DACH-Raum ist Frankfurt zentral für ETF- und Fondsnotierungen, was Anlegern effizienten Zugang zu Rohstoffen und Erneuerbaren bietet.

Der Iran-Krieg dämpft den deutschen Wirtschaftsaufschwung, doch der Industrie-Einkaufsmanagerindex (PMI) überraschte positiv: Im März sank der Gesamt-PMI auf 51,9 Punkte, getrieben von resilienter Industrie. Dies deutet auf anhaltende Volatilität hin, die der Deutsche Börse nutzt.

Analysteneinschätzungen und Prognosen

UBS-Analyst Werner hebt die Gewinnschätzungen bis 2028 an, da höhere Volumina die Margen stützen. Die Einstufung 'Neutral' signalisiert kein überdurchschnittliches Potenzial, betont aber die Krisenresilienz. HSBC notiert die extreme DAX-Spanne und sieht Widerstände bei 23.176-23.180 Punkten. Stratege Thomas Altmann von QC Partners warnt vor Entscheidungsunsicherheit: Märkte reagieren empfindlich auf Deeskalationssignale.

Weitere Experten wie die Commerzbank erwarten fallende PMIs durch Energiepreise, was Investitionen dämpfen könnte. Dennoch bleibt Diversifikation Schlüssel, wie in Analysen zum 'heißen März 2026' betont wird.

Strategische Position der Deutschen Börse

Das Geschäftsmodell der Deutsche Börse ist krisenfest: Höhere Volatilität generiert Einnahmen quer durch Derivate, Cash-Märkte und Post-Trade-Services. Das Q1 2026 verspricht Rekordvolumina durch geopolitische Turbulenzen. Im Vergleich zu 2025, wo Umsätze um 3,3 Prozent auf 3,48 Milliarden Euro stiegen und der operative Gewinn um 20,3 Prozent auf 233,4 Millionen Euro wuchs, könnte 2026 übertreffen.

Initiativen wie 'Best of m:access 2026' heben Chancen im Small- und Midcap-Segment hervor, während EQS-News Updates zu DeFi und Corporate News unterstreichen die Breite des Angebots.

Risiken und Ausblick

Trotz positiver Volumina birgt der Konflikt Risiken: Längere Blockaden könnten Märkte weiter verunsichern. Ein DAX unter 20.000 Punkten ist denkbar, falls Gespräche scheitern. Anleger sollten Volatilität nutzen, aber Unsicherheit einkalkulieren. Die UBS-Anpassung signalisiert Stabilität für defensive Portfolios.

Private und professionelle Anleger im DACH-Raum profitieren von Frankfurts Liquidität. Langfristig bleibt die Deutsche Börse ein stabiler Wert in unsicheren Zeiten.

Weiterführende Quellen

Disclaimer: Keine Anlageberatung. Finanzinstrumente und Märkte sind volatil.

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