Ubisoft, Aktie

Ubisoft Aktie: Black Flag verkauft drei Millionen Exemplare

Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 12:57 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Ubisoft-Aktie fällt auf 5,07 Euro, während der Konzern mit Tencent-Geld und starken Verkäufen von Assassin's Creed die Wende plant.

Ubisoft Aktie: Talfahrt und Hoffnung durch Tencent-Deal
Abstrakte Darstellung einer digitalen Gaming-Umgebung mit atmosphärischer Beleuchtung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Ubisoft erreicht den vorläufigen Tiefpunkt seiner mehrjährigen Transformation. Die Anleger reagieren nervös auf den Start in das neue Geschäftsjahr. Das Management hatte diese Phase bereits im Vorfeld als kritische Belastungsprobe angekündigt.

Am Donnerstag sackte das Papier massiv ab und notiert bei 5,07 Euro. Damit verliert die Aktie auf Sicht von zwölf Monaten rund 47 Prozent an Wert. Der aktuelle Ausverkauf verdeutlicht die Skepsis am Markt bezüglich der kurzfristigen finanziellen Entwicklung.

Fokus auf Kernmarken zahlt sich aus

Ubisoft kalkuliert für das erste Quartal mit Netto-Buchungen von rund 250 Millionen Euro. Dieser vorsichtige Ausblick ist Teil einer größeren Strategie. Der Konzern rechnet für das gesamte Geschäftsjahr mit einem Rückgang der Buchungen im hohen einstelligen Prozentbereich.

Ein Lichtblick zeigt sich im Software-Bereich. Das Remake von „Assassin’s Creed Black Flag“ legte einen starken Verkaufsstart hin. Innerhalb der ersten Woche verkaufte Ubisoft mehr als drei Millionen Exemplare. Allein am ersten Tag gingen zwei Millionen Kopien über die Ladentheke.

Dieser Erfolg stützt die neue Struktur der sogenannten „Creative Houses“. Der Publisher konzentriert sich wieder verstärkt auf seine zugkräftigen Marken. Dazu zählen neben Assassin’s Creed auch Far Cry und Rainbow Six. Parallel dazu strafft das Unternehmen seine Entwicklungsprozesse.

Tencent sichert die Liquidität

Nach einem Rekordverlust von fast 1,3 Milliarden Euro im vergangenen Jahr steht die finanzielle Stabilität im Fokus. Ein entscheidender Pfeiler ist dabei der Deal mit Tencent. Der chinesische Partner investierte 1,16 Milliarden Euro in das Unternehmen.

Das frische Kapital ermöglichte eine deutliche Entlastung der Bilanz. Ubisoft nutzt den Spielraum für den Umbau zum neuen Geschäftsmodell. Bis März 2028 will der Vorstand die Kosten massiv senken.

Das Ziel für die kommenden zwei Geschäftsjahre steht fest. Ubisoft will wieder einen positiven freien Cashflow erwirtschaften. Im September findet die Jahreshauptversammlung statt. Dort wird das Management den Fahrplan für die angestrebte Erholung im Geschäftsjahr 2027-28 konkretisieren.

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