Uber Green im Test: Wie der leise Klick in deiner App dein schlechtes Klima-Gewissen killt
05.01.2026 - 01:49:24Du willst schnell von A nach B, aber jedes Mal zwickt dich das Klima-Gewissen? Uber Green verspricht: gleiche Bequemlichkeit, deutlich weniger Emissionen – per Fingertipp. Wir haben uns angesehen, ob der „grüne Button“ in deiner Uber-App wirklich der einfache Gamechanger ist, nach dem es klingt.
Es ist spät, es regnet, der letzte Bus ist weg – und natürlich hast du morgen diesen einen wichtigen Termin. Also bestellst du dir wie so oft eine Fahrt. Komfort siegt, das Klima verliert. Wieder. Und irgendwo zwischen Ankunft und schlechtem Gewissen fragst du dich: Muss nachhaltige Mobilität wirklich immer kompliziert, teuer oder unpraktisch sein?
Willst du jedes Mal Fahrpläne wälzen, aufs Sharing-Bike hoffen oder 30 Minuten früher los, nur um halbwegs klimafreundlich anzukommen? Oder geht es auch anders: ein Klick, ein Auto, aber mit deutlich weniger CO??Fußabdruck?
Genau an diesem Punkt setzt ein Dienst an, der in vielen Städten bereits still und leise deinen Alltag verändern kann – ohne dass du gleich dein gesamtes Mobilitätsverhalten umkrempeln musst.
Die Lösung: Ein eigener „grüner“ Button in deiner Uber-App
Statt einer völlig neuen App, eines neuen Abos oder komplizierter Tarife gibt es in vielen Städten inzwischen einfach eine zusätzliche Option in der ganz normalen Uber-App: Uber Green. Du öffnest wie immer Uber, gibst dein Ziel ein – und wählst statt der Standard-Fahrt die grüne Variante. Fertig.
Hinter diesem unscheinbaren Button steckt ein klares Versprechen: Fahrten in Hybrid- oder Elektrofahrzeugen, also deutlich emissionsärmer als klassische Verbrenner. Gleicher Komfort, ähnliche Preise, aber mit einem massiven Plus fürs Klima – vor allem, wenn du das regelmäßig nutzt.
Auf der offiziellen Website von Uber wird Uber Green als spezielle Produktkategorie beschrieben, die in ausgewählten Städten reine Elektro- und Hybridfahrzeuge bündelt. Nutzer:innen können die Option direkt in der App auswählen, sofern sie in ihrer Region verfügbar ist. Es ist also kein eigenes Produkt, sondern eine smartere, grünere Variante dessen, was du ohnehin schon nutzt.
Warum gerade dieses Modell? Der Realitäts-Check
Was macht Uber Green im Alltag wirklich aus – über das Buzzword „nachhaltig“ hinaus? Die Recherche auf der Herstellerseite, aktuellen Medienberichten und Nutzerfeedback (u. a. aus Reddit-Threads und YouTube-Reviews über Uber Green) zeigt ein ziemlich klares Bild.
- Weniger Emissionen ohne Verzicht: Uber hebt hervor, dass Uber Green Fahrten mit Elektro- und Hybridfahrzeugen bündelt. Für dich heißt das: spürbar geringerer CO?-Fußabdruck, ohne dass du auf Komfort oder Flexibilität verzichten musst.
- Nur ein Tipp mehr in der App: Nutzer berichten immer wieder, wie simpel es ist: Ziel eingeben, Fahrzeugkategorie „Green“ auswählen, bestätigen – das war’s. Kein komplizierter Registrierungsprozess, keine neue App, keine Zusatzkarte.
- Leiser, entspannter Fahrkomfort: Viele Fahrgäste erwähnen als „Wow-Effekt“ vor allem E-Autos: Sie starten leise, vibrieren weniger und fühlen sich insgesamt ruhiger an. Gerade nachts oder nach stressigen Tagen ist das ein Komfort-Plus, das man schnell lieben lernt.
- Preislich oft nah an der Standard-Fahrt: Je nach Stadt und Auslastung kann Uber Green etwas teurer sein als UberX – laut Nutzerberichten häufig aber nur geringfügig. Für viele fühlt es sich an wie ein freiwilliger Mini-Aufpreis für einen deutlich besseren Klima-Score.
- Gut für Stadtluft und Gewissen: Mehr E- und Hybridautos im Einsatz bedeuten weniger lokale Emissionen. In Innenstädten – gerade in Berlin, Wien, Zürich & Co. – macht das langfristig einen Unterschied für Luftqualität und Lärm.
- Transparenz und Ziele: Uber kommuniziert öffentlich das Ziel, die Plattform bis 2040 emissionsfrei zu machen, mit Zwischenzielen für mehr E-Fahrzeuge in Flotten. Uber Green ist dabei ein zentrales Bauteil dieser Strategie.
Das Entscheidende: Du musst nichts neu lernen, kein Abo unterschreiben, keine neue Infrastruktur verstehen. Uber Green dockt direkt an dein bestehendes Mobilitätsverhalten an – und lenkt es nur behutsam in eine bessere Richtung.
Auf einen Blick: Die Fakten
| Merkmal | Dein Nutzen |
|---|---|
| Fahrzeugtyp: Elektro- und Hybridfahrzeuge (je nach Stadt) | Deutlich geringere Emissionen im Vergleich zu klassischen Verbrenner-Fahrten – besser fürs Klima, besser fürs Gewissen. |
| Integration in die bestehende Uber-App | Keine neue App, kein neuer Account: Du nutzt einfach dieselbe Oberfläche, die du ohnehin kennst. |
| Einfache Auswahl der Kategorie „Green“ | Ein zusätzlicher Fingertipp bei der Buchung – so kannst du spontan, situativ und ohne Planung nachhaltiger unterwegs sein. |
| Verfügbarkeit in ausgewählten Städten | In vielen Metropolen und Ballungsräumen verfügbar – ideal für Stadtmenschen, Pendler:innen und Geschäftsreisen. |
| Preisniveau meist nahe an UberX (stadtabhängig) | Du investierst oft nur einen kleinen Aufpreis – oder manchmal gar keinen – für eine deutlich grünere Fahrt. |
| Teil der langfristigen Nachhaltigkeitsstrategie von Uber | Du unterstützt mit jeder Fahrt den Ausbau von Elektroflotten und die Umstellung auf emissionsarme Mobilität. |
Das sagen Nutzer und Experten
Was bringt das beste Feature-Set, wenn es im Alltag nicht überzeugt? Ein Blick auf Erfahrungsberichte auf Reddit, Social Media und in YouTube-Reviews ergibt ein differenziertes, aber überwiegend positives Bild.
- Positiv: Komfort & Gefühl, „das Richtige“ zu tun
Viele Fahrgäste beschreiben ein gutes Gefühl, wenn sie statt der Standard-Fahrt bewusst Uber Green wählen. Es ist nicht die eine große Heldentat, eher die Summe vieler kleiner Entscheidungen. Dazu kommen häufig gelobte, angenehm leise Fahrten in E-Autos. - Positiv: Kaum Umstellungsaufwand
Wiederkehrendes Lob: Es fühlt sich nicht wie ein neues Produkt an, sondern wie eine simple Option. Das senkt die Hürde gewaltig – und genau das spiegelt sich in den Nutzungszahlen in Städten mit hoher E-Fahrzeug-Dichte wider. - Neutral bis kritisch: Verfügbarkeit
In manchen Städten – gerade außerhalb großer Metropolen – berichten User, dass Uber Green nicht immer verfügbar ist oder längere Wartezeiten hat. Die Verfügbarkeit hängt stark von der lokalen Anzahl an E- oder Hybridfahrzeugen auf der Plattform ab. - Kritisch: Stadt-zu-Stadt-Unterschiede
Einige Nutzer bemängeln, dass „Green“ nicht überall dasselbe bedeutet: In manchen Regionen überwiegen Hybride, in anderen reine E-Autos. Wer konsequent vollelektrisch fahren will, muss in seiner Stadt also genauer hinschauen.
Medien und Mobilitätsexperten sehen Uber Green oft als wichtigen Zwischenschritt: kein perfektes System, aber ein starkes Signal, dass On-Demand-Mobilität nicht automatisch CO?-Schleuder sein muss. Gerade im D-A-CH-Raum, wo Elektromobilität politisch wie gesellschaftlich forciert wird, fügt sich Uber Green gut in den Trend zu urbaner, geteilter und möglichst leiser Mobilität ein.
Hinter dem Angebot steht mit Uber Technologies Inc. (ISIN: US90353T1007) ein globaler Player, der seine Nachhaltigkeitsstrategie öffentlich kommuniziert und mit Produkten wie Uber Green schrittweise in die Praxis überführt.
Alternativen vs. Uber Green
Natürlich ist Uber Green nicht die einzige Möglichkeit, nachhaltig(er) mobil zu sein. Carsharing mit E-Autos, ÖPNV, E-Scooter, Leihbikes, klassische Taxis mit Hybridflotten – die Liste ist lang. Die spannende Frage ist: Wo punktet Uber Green konkret?
- Gegenüber klassischem UberX: Der Komfort ist nahezu identisch – App, Ablauf, Bezahlprozess. Du erhältst aber in der Regel ein E- oder Hybridfahrzeug und reduzierst damit deine Emissionen. Der Mehrwert kommt ohne Lernkurve.
- Gegenüber Taxi & Mietwagen: Es gibt zwar immer mehr E-Taxis, aber du kannst selten explizit bei der Buchung „Elektro“ auswählen. Uber Green erlaubt dir genau diese bewusste Entscheidung in der App.
- Gegenüber Carsharing mit E-Autos: Carsharing ist toll, wenn du selbst fahren willst und Parkplätze findest. Uber Green eignet sich für alle Situationen, in denen du gefahren werden willst – mit Gepäck, nach dem Feiern, zwischen Terminen, zum Flughafen.
- Gegenüber ÖPNV: Bus und Bahn bleiben ökologisch top, keine Frage. Aber sie sind nicht immer praktisch: nachts, bei Regen, mit Koffern, außerhalb der Taktzeiten. Uber Green füllt diese Lücke – zu Zeiten und an Orten, wo der ÖPNV schwächelt.
Preis-Leistung ist dabei stark vom jeweiligen Markt abhängig. In vielen Großstädten liegt Uber Green laut Nutzerfeedback nur knapp über dem Preisniveau von UberX und damit im Bereich, in dem viele sagen: „Den Unterschied gönn ich mir – der Umwelt zuliebe.“ In anderen Regionen kann die Preisdifferenz oder Wartezeit größer sein. Es lohnt sich daher, beim ersten Test genau hinzuschauen.
Fazit: Lohnt sich der „Kauf“ – also der Klick auf Uber Green?
Wenn man ehrlich ist, wissen wir alle: Der perfekte klimaneutrale Lebensstil ist für die meisten im Alltag kaum machbar. Aber was geht, sind Entscheidungen, die kaum weh tun – und in Summe viel ausmachen. Uber Green ist genau so eine Entscheidung.
Du musst deinen Tagesablauf nicht umwerfen, keine Monatskarte neu planen, kein eigenes E-Auto kaufen. Stattdessen reicht ein zusätzlicher Fingertipp in einer App, die du vielleicht ohnehin schon nutzt. Und genau diese radikale Einfachheit macht den Reiz aus.
Ja, Uber Green ist nicht in jeder Stadt perfekt verfügbar. Ja, manchmal fährst du „nur“ Hybrid statt vollelektrisch. Aber: Jede Fahrt, die Emissionen spart, ist ein kleiner Schritt in die richtige Richtung – und sendet ein klares Signal an den Markt, dass nachhaltige Mobilität gefragt ist.
Wenn du also das nächste Mal am Straßenrand stehst, es regnet und du die App öffnest – warum nicht den grünen Button testen und schauen, wie sich eine Fahrt anfühlt, bei der du nicht nur ans Ankommen, sondern auch ans Morgen denkst?
Oder anders gefragt: Wenn nachhaltiger zu fahren heute nur noch einen einzigen Tipp mehr kostet – worauf wartest du dann eigentlich noch?


