Uber, Aktie

Uber Aktie: Robotaxi-Start in London mit Wayve

08.06.2026 - 21:19:21 | boerse-global.de

Uber startet Robotaxi-Anmeldungen in London, plant Tests in Madrid und München. Die Aktie bleibt jedoch unter Druck.

Uber Aktie: Robotaxi-Start in London und Europa-Ausbau
Uber - Ein autonomes Robotaxi fährt durch eine regennasse Londoner Straße bei Dämmerung, mit verschwommenen Lichtern im Hintergrund. 08.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Uber treibt sein Robotaxi-Geschäft in Europa weiter voran. In London können sich Nutzer ab sofort für eine spätere Fahrt im autonomen Dienst registrieren. Der Start hängt aber noch an der Genehmigung durch die britische Verkehrsbehörde.

Für Uber ist das mehr als nur ein Pilotprojekt. Der Konzern will autonome Fahrdienste in sein globales Mobilitätsnetz einbauen. In London arbeitet Uber dafür mit dem britischen Start-up Wayve zusammen. Zunächst soll ein geschulter Sicherheitsfahrer an Bord sein. Kunden können das autonome Angebot wählen oder auf eine normale Fahrt umschalten, ohne Aufpreis.

Europa wird zum Testfeld

Auch in anderen Städten baut Uber die Strategie aus. In Madrid planen Uber, WeRide und AVOMO den ersten kommerziellen Robotaxi-Test in Spanien. Der öffentliche Betrieb soll später in diesem Jahr über die Uber-App starten.

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In München arbeitet Uber mit Autobrains und Nvidia an einem weiteren Robotaxi-Programm. Auch dort fehlt noch die regulatorische Freigabe. Das Muster ist klar: Uber setzt nicht auf einen einzelnen Hersteller, sondern auf eine plattformoffene Strategie. Das soll den Rollout in verschiedenen Städten und mit unterschiedlichen Fahrzeugen erleichtern.

Nebenkriegsschauplatz Delivery

Parallel dazu bleibt das Geschäft mit Lieferdiensten ein weiterer Unsicherheitsfaktor. Im Markt kursieren Berichte, wonach das saudi-arabische Quick-Commerce-Unternehmen Ninja über den Kauf einzelner Nahost-Assets von Delivery Hero nachdenkt. Für Uber könnte das indirekte Folgen haben, weil der Konzern auch im Essensliefergeschäft in der Region aktiv ist.

Die Aktie spiegelt diese Mischung aus Wachstumshoffnung und Druck bislang nur begrenzt wider. Der Kurs liegt bei 61,14 Euro und damit 0,59 Prozent im Minus. Auf Sicht von 30 Tagen liegt das Papier 4,65 Prozent zurück, seit Jahresbeginn sogar 13,53 Prozent. Vom 52-Wochen-Hoch bei 87,09 Euro fehlen fast 30 Prozent.

Das technische Bild bleibt damit verhalten. Die Aktie notiert unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 63,04 Euro und auch klar unter der 200-Tage-Linie bei 70,91 Euro. Für die kommenden Monate dürfte vor allem wichtig werden, ob Uber in London und Madrid tatsächlich in den Fahrbetrieb kommt. Genau daran hängt, ob die autonome Wette vom Pilotstatus in ein belastbares Geschäft übergeht.

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