TUI Aktie: Unter Druck
25.02.2026 - 20:59:07 | boerse-global.deStarke Quartalszahlen, aber eine schwächelnde Aktie: Bei TUI prallen seit dem Q1-Bericht zwei Welten aufeinander. Während das operative Ergebnis Rekordniveau erreichte, rücken die Vorausbuchungen in den Mittelpunkt – und genau dort sitzt die Nervosität des Marktes. Warum verkauft der Markt trotz Rekord-EBIT?
Was den Kurs drückt: Buchungen statt Rekord-EBIT
Der zentrale Stolperstein sind nicht die Q1-Zahlen selbst, sondern der Blick nach vorn. TUI meldete für den Winter 2025/26 einen gebuchten Umsatz von -1% und für den Sommer 2026 von -2% gegenüber dem Vorjahr. Das Unternehmen ordnete das als Teil der strategischen Reduzierung der eigenen Risikokapazität ein und betonte, die Entwicklung liege im Plan.
Am Markt kam das dennoch als Dämpfer an. Schon am Tag der Veröffentlichung reagierte der Kurs mit einem spürbaren Rücksetzer. Seitdem hat sich der Abwärtstrend verfestigt: Heute notiert die Aktie bei 7,90 Euro. In den vergangenen 30 Tagen steht ein Minus von 12,82% zu Buche. Damit liegt der Kurs auch klar unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 8,86 Euro.
Gleichzeitig zeigt die Kursstruktur: Der Titel hat sich vom 52-Wochen-Tief (5,86 Euro) zwar deutlich entfernt, bleibt aber spürbar unter dem Hoch von 9,41 Euro.
Rückenwind von Moody’s, Fitch – und aus dem Vorstand
Zur schwachen Kursentwicklung passen die Signale von der Kreditseite nur bedingt. Moody’s hob am 18. Februar den Ausblick von „stabil“ auf „positiv“ an und bestätigte das Corporate Family Rating bei Ba3. Als Gründe nannte TUI unter anderem das neue Kapitalallokationsrahmenwerk sowie die Erwartung einer leicht verbesserten Profitabilität in den kommenden 12 bis 18 Monaten.
Einen Tag später bestätigte Fitch das „BB“-Rating mit stabilem Ausblick. Fitch rechnet damit, dass die EBITDAR-Leverage von 2,4x im Geschäftsjahr 2025 auf 2,3x im Geschäftsjahr 2026 sinkt. Zudem stellt die Agentur FCF-Margen von über 2% für den Zeitraum GJ2026 bis GJ2028 in Aussicht.
Auch aus dem Unternehmen selbst kam ein Signal: Nach dem Kursrückgang meldete TUI mehrere Insiderkäufe. Laut den veröffentlichten Directors’-Dealings griffen gleich vier Führungskräfte zu, darunter CEO Sebastian Ebel und CFO Mathias Kiep.
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Operativ stark – Prognose steht
Im Quartal selbst lieferte TUI operativ überzeugende Fakten. Das underlying EBIT lag bei 77,1 Mio. Euro und damit auf dem höchsten Q1-Niveau seit dem Zusammenschluss mit TUI Travel PLC im Jahr 2014.
Auffällig stark präsentierte sich das Kreuzfahrtsegment: Das Segment-EBIT inklusive Equity-Ergebnis von TUI Cruises stieg um 70,8% auf 82,3 Mio. Euro. Die Auslastung legte zu und erreichte nahezu 100%, während Kapazitäten unter anderem durch die Indienststellung der Mein Schiff Relax ausgebaut wurden.
An der Jahresprognose hält der Konzern fest: Für 2026 stellt TUI ein Umsatzwachstum von 2 bis 4% sowie ein Plus beim underlying EBIT von 7 bis 10% in Aussicht (jeweils auf Basis konstanter Wechselkurse).
Zum strategischen Fokus auf Qualität passt auch die heutige Vorstellung der „Top 100 Hotels 2026“, die im Vorfeld der TUI Global Hotel Awards am 2. März veröffentlicht wurde.
Der nächste konkrete Prüfstein ist terminiert: Am 13. Mai 2026 legt TUI den Halbjahresbericht vor – dann wird sich auch zeigen, ob die Buchungsdaten für Sommer 2026 die aktuelle Skepsis am Markt untermauern oder entkräften.
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