TUI, Aktie

TUI Aktie: Umbau in rauer See

03.04.2026 - 15:59:18 | boerse-global.de

TUI kämpft mit festsitzenden Kreuzfahrtschiffen im Nahen Osten und zentralisiert gleichzeitig seine Führungsstruktur. Die Konzernführung hält trotz der Belastungen an der Jahresprognose fest.

TUI Aktie: Umbau in rauer See - Foto: über boerse-global.de

Der Reisekonzern TUI agiert derzeit in einem extremen Spannungsfeld. Während im Hintergrund eine tiefgreifende Führungsreform das operative Geschäft verschlankt, brennt im Persischen Golf ein akuter Krisenherd. Die Kreuzfahrttochter kämpft mit festsitzenden Schiffen und stornierten Reisen, was die jüngsten Rekordzahlen der Sparte überschattet.

Festsitzende Schiffe belasten

Aktuell liegen die "Mein Schiff 4" und die "Mein Schiff 5" im Persischen Golf fest. TUI Cruises musste aufgrund der geopolitischen Lage sämtliche Reisen bis tief in den April streichen. Auf der "Mein Schiff 4" in Abu Dhabi wurde die Besatzung bereits auf 59 Personen reduziert. Das Management plant nun die schnellstmögliche Überführung der Flotte nach Europa für die anstehende Sommersaison. Ein direkter Ersatz für die betroffenen Urlauber lässt sich kurzfristig nicht realisieren.

Zentralisierung der Macht

Parallel zu diesen operativen Hürden formt der Konzern seine Führungsstruktur neu. Ab dem 1. Mai bündelt der designierte Chief Operating Officer Marco Ciomperlik das gesamte Tagesgeschäft – von den konzerneigenen Hotels über die Reiseveranstalter bis zur Airline. Die bisherige strikte Trennung zwischen Vertrieb und dem Ferienerlebnisbereich verschwindet zugunsten eines integrierten Plattformmodells.

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Im Zuge dieser Zentralisierung verlassen die bisherigen Bereichsleiter David Schelp und Peter Krueger das Unternehmen Ende April. CEO Sebastian Ebel fokussiert sich im Gegenzug verstärkt auf die strategische Ausrichtung sowie die Joint-Ventures des Konzerns.

Prognose bleibt bestehen

Die Ausfälle im Nahen Osten treffen eine Sparte, die zuletzt glänzte. Im ersten Geschäftsquartal verbuchte das Kreuzfahrtsegment mit fast voll ausgelasteten Schiffen einen Rekordgewinn von 82,3 Millionen Euro beim bereinigten EBIT. Die Konzernführung hält entsprechend an der Jahresprognose fest und peilt weiterhin ein operatives Gewinnwachstum von 7 bis 10 Prozent an. Ein Wermutstropfen bleibt die aktuelle Buchungslage für den Sommer, die rund zwei Prozent unter dem Vorjahresniveau liegt. TUI begründet dies mit einem Trend zu Last-Minute-Reisen und durchwachsenem Wetter in den Kernmärkten.

Die finanziellen Folgen der Absagen und der komplexen Schiffsrückholungen werden sich in den kommenden Bilanzen niederschlagen. Am 13. Mai präsentiert TUI den Halbjahresbericht. Dieser Termin wird konkrete Daten liefern, inwieweit die geopolitischen Belastungen auf das Wintergeschäft beschränkt bleiben und ob das verschlankte Management das wichtige Sommergeschäft wieder auf Kurs bringen kann.

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