TSMC, Preise

TSMC startet 2-Nanometer-Produktion und erhöht die Preise

15.01.2026 - 02:03:12

Die nächste Generation der Hochleistungs-Chips ist da: TSMC hat die Serienfertigung seiner 2-Nanometer-Technologie gestartet. Der Schritt festigt die Marktmacht des taiwanesischen Konzerns und wird die Preise für Spitzentechnik weltweit verteuern.

Der Beginn der N2-Produktion markiert das Ende einer Ära. Erstmals setzt TSMC auf eine komplett neue Transistor-Architektur namens Gate-All-Around (GAA). Diese Nanosheet-Transistoren versprechen bei gleicher Leistung bis zu 30 Prozent weniger Stromverbrauch – oder entsprechend mehr Rechenkraft. Für KI-Server und die nächste Generation von Smartphones ist dieser Sprung entscheidend.

Haupttreiber für die beschleunigte Einführung sind die Tech-Giganten der KI-Ära. Die Nachfrage nach TSMCs fortschrittlichsten Fertigungskapazitäten ist so groß, dass sie laut Branchenberichten bis 2026 vollständig ausgebucht sind. Einige Kunden sollen sogar Aufschläge von bis zu 100 Prozent für priorisierte Produktionsslots zahlen.

Diese Machtposition nutzt TSMC für eine neue Preispolitik. Ab Januar 2026 wird der Konzern die Preise für seine modernsten Chips (5 nm und kleiner) jährlich anheben. Die erste Erhöhung soll im einstelligen Prozentbereich liegen. Damit finanziert TSMC die milliardenschweren Investitionen in neue Fabriken und Forschung und hält seine Gewinnmarge von über 53 Prozent.

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„Chipflation“: Das Ende der billigeren Chips

Die neue Realität heißt: Spitzenleistung wird teurer. Jahrzehntelang wurden Chips mit jeder Generation leistungsfähiger und günstiger. Diese Ära ist vorbei. Die immense Komplexität der 2-nm-Fertigung führt zu steigenden Kosten pro Transistor – ein Trend, den Experten bereits „Chipflation“ nennen.

Für Verbraucher dürften ab 2026 Top-Smartphones und High-End-Laptops spürbar teurer werden. Für Rechenzentren und KI-Entwickler steigen die Grundkosten der Hardware. Apple, TSMCs größter und privilegierter Kunde, hat sich Berichten zufolge den Großteil der ersten 2-nm-Kapazitäten für seine künftigen A- und M-Chips gesichert. Hersteller wie Qualcomm müssen sich um spätere Produktionsslots bemühen.

Technologische Führung ohne echte Konkurrenz

Mit dem erfolgreichen Start der 2-nm-Fertigung festigt TSMC seinen Vorsprung vor Wettbewerbern wie Samsung und Intel. Zwar entwickeln auch diese GAA-Technologie, doch TSMC besitzt den Ruf, komplexe Nodes zuverlässig und in hoher Stückzahl zu produzieren. Diese Zuverlässigkeit ist Kunden selbst zu höheren Preisen wichtig.

Die Wechselkosten für Kunden sind enorm: Allein der Entwurf eines 2-nm-Chips kostet Hunderte Millionen Euro. Wer sich einmal für TSMC entschieden hat, bleibt dort. Der Konzern hat mit der gelungenen Einführung von GAA das Risiko für seine Schlüsselkunden minimiert. Die Preiserhöhungen werden so zum akzeptierten Preis für Technologieführerschaft.

Der Blick nach vorn: N2P und A16 warten schon

Die 2-nm-Produktion ist nur ein Schritt auf TSMCs ambitionierter Roadmap. Noch 2026 soll eine optimierte Version, N2P, folgen. Danach kommt der Node A16 (1,6 nm), der eine weitere Innovation namens „Backside Power Delivery“ für noch mehr Effizienz bringen soll.

Der Markt wird 2026 vor allem die steigende Ausbringungsmenge der 2-nm-Fertigung beobachten. Die ersten Produkte mit der neuen Technologie werden den Praxistest für die versprochenen Leistungs- und Effizienzgewinne bringen. Während TSMC die Grenzen der Physik verschiebt, wächst sein Einfluss auf Kosten und Fähigkeiten der gesamten digitalen Wirtschaft.

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