TSMC Aktie: Zehn Jahre mit Amkor
17.06.2026 - 04:45:01 | boerse-global.de
TSMC zementiert seine Vormachtstellung im US-Halbleitermarkt. Der Branchenprimus schließt eine zehnjährige Partnerschaft mit dem Verpackungsspezialisten Amkor Technology. Gemeinsam wollen die Unternehmen die Lieferkette für Hochleistungschips in Arizona absichern.
Zehn Jahre für die US-Lieferkette
Die Kooperation konzentriert sich auf das sogenannte Advanced Packaging. Diese Technologie ist entscheidend für Anwendungen im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI). TSMC bezieht künftig Verpackungs- und Testdienstleistungen direkt aus dem neuen Amkor-Campus in Arizona.
TSMC dominiert den Markt für Auftragsfertiger mit einem Anteil von rund 70 Prozent. Die Nachfrage nach KI-Chips von Kunden wie Nvidia oder Apple bleibt extrem hoch. Das spiegelt sich im Aktienkurs wider: Innerhalb von zwölf Monaten legte das Papier um fast 97 Prozent zu.
Engpässe bei KI-Technologie schrumpfen
Besonders die CoWoS-Technologie gilt als Nadelöhr der Branche. Aktuell liegt die Versorgungslücke bei etwa 20 Prozent. Bis Ende 2026 soll dieser Wert auf 10 Prozent sinken.
Parallel dazu baut TSMC die Kapazitäten massiv aus. Die monatliche Produktion könnte bis Ende 2026 ein Rekordniveau von 140.000 Wafern erreichen. Partner wie Amkor tragen wesentlich dazu bei, diese Volumina am US-Standort zu bewältigen.
Volle Auftragsbücher bis 2027
Die Fabriken in Arizona sind laut Management bis 2027 voll ausgebucht. Die Kundenbestellungen übersteigen derzeit die Produktionskapazitäten. Das Unternehmen rechnet für das laufende Jahr mit einem Umsatzplus von über 30 Prozent.
Am Dienstag schloss die Aktie bei 367,00 Euro. Damit notiert der Wert rund 34 Prozent über dem Stand vom Jahresbeginn. Das Rekordhoch von 389,50 Euro bleibt in Schlagdistanz.
Die Pilotproduktion für die nächste Plattform-Generation CoPoS ist für Mitte 2027 geplant. Bis dahin dürften die Qualifizierung neuer Anlagen und die hohe Auslastung in Arizona die Wachstumsziele stützen.
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