TSMC Aktie: Spatenstich im Chiayi Science Park
Veröffentlicht am: 12.07.2026 um 23:26 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Am 12. Juli 2026 hat TSMC im Chiayi Science Park den Spatenstich für die zweite Ausbauphase seines Advanced-Packaging-Clusters gefeiert. Der Termin fällt in eine Woche, die für den Konzern ohnehin randvoll mit Terminen ist: Am 13. Juli folgt die Juni-Umsatzmeldung, am 16. Juli die Quartalskonferenz. Parallel dazu hat Citi sein Kursziel kräftig angehoben und die Debatte um TSMCs Advanced-Packaging-Engpässe neu entfacht.
Drei neue Fabriken für die zweite Ausbauphase
Auf einer rund 90 Hektar großen Fläche in Phase II des Chiayi Science Park errichtet TSMC drei weitere Fabriken für fortschrittliches Packaging. Die erste Ausbauphase mit zwei Fabriken läuft seit Juni 2026 bereits in Massenproduktion. Für die zweite Phase peilt TSMC eine Fertigstellung im Jahr 2031 an, der jährliche Produktionswert beider Phasen soll mehr als 300 Milliarden Taiwan-Dollar erreichen, umgerechnet rund 9,35 Milliarden US-Dollar. Mehr als 9.000 neue Arbeitsplätze sollen entstehen. Der Standort soll nach Angaben des taiwanischen Wissenschafts- und Technologierats Teil eines landesweiten Halbleiter- und KI-Korridors werden. Zusätzlich zu den Erweiterungen in Taiwan plant TSMC zwei weitere Packaging-Fabriken in Arizona, die vor 2029 in Betrieb gehen sollen.
CoWoS-Nachfrage übersteigt die eigene Kapazität
Der Ausbaudruck hat einen konkreten Auslöser: TSMCs CoWoS-Advanced-Packaging-Kapazität reicht derzeit nicht aus, um die Nachfrage zu bedienen. Aufträge fließen deshalb an Intel, das seine EMIB-Technologie anbietet, sowie an taiwanische Zulieferer wie ASE, SPIL, Powertech und KYEC. Nvidia, AMD und Amazon Web Services zählen zu den Hauptkunden, die auf CoWoS angewiesen sind. Berichten zufolge erwägt Nvidia sogar, Packaging-Aufträge für seine kommende Feynman-GPU-Generation an Intel auszulagern. TSMC betreibt derzeit fünf Advanced-Packaging-Werke in Taiwan und baut die beiden erwähnten Standorte in Arizona hinzu, um den Engpass mittelfristig zu entschärfen.
Citi hebt Kursziel deutlich an
Vor der Quartalskonferenz am 16. Juli hat Citi sein Kursziel für TSMC am 6. Juli von 2.875 auf 3.800 Taiwan-Dollar angehoben und die Kaufempfehlung bestätigt – ein Aufschlag von rund 57 Prozent gegenüber dem bisherigen Ziel. Weitere Institute liegen niedriger, zeichnen aber ebenfalls ein optimistisches Bild: Goldman Sachs nennt 3.000 Taiwan-Dollar, Nomura 3.425, UBS 3.400, CLSA 3.330, Macquarie 3.380 und Alethia 3.500 Taiwan-Dollar. Für das zweite Quartal hat TSMC einen Umsatz zwischen 39 und 40,2 Milliarden US-Dollar in Aussicht gestellt, der Konsens siedelt sich nahe der oberen Spanne an, was einem Plus von etwa 32 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspräche. Die Bruttomarge soll zwischen 65,5 und 67,5 Prozent liegen, nachdem sie im ersten Quartal mit 66,2 Prozent bereits über der Schätzung von 64,5 Prozent gelegen hatte. Die Investitionen für 2026 sollen sich auf 52 bis 56 Milliarden US-Dollar belaufen, Citi rechnet für 2027 und 2028 mit einem Anstieg auf 75 bis 80 Milliarden US-Dollar. Von Januar bis Mai kam TSMC kumuliert auf einen Umsatz von 1,9618 Billionen Taiwan-Dollar, ein Plus von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Im ersten Quartal hatte der Gewinn je Aktie in US-Dollar mit 3,49 die Schätzung von 3,31 übertroffen, bei einem Umsatz von 35,49 Milliarden US-Dollar. Die Dividende wurde von 0,95 auf 1,1136 US-Dollar je Aktie angehoben.
Institutionelle Investoren uneins, Konkurrenz meldet sich zu Wort
Während Diversify Wealth Management seine TSMC-Position im ersten Quartal um 986 Prozent auf 122.414 Aktien im Wert von 41,37 Millionen US-Dollar ausbaute, reduzierte American Trust seinen Bestand um 18,8 Prozent auf 21.695 Aktien. Unter den Insidern kaufte Che-Chia Wei, laut TSMC-Angaben Chairman des Konzerns, 482 Aktien, während ein Vizepräsident 200.000 Aktien zu 69,83 US-Dollar verkaufte. Auf der Wettbewerbsseite versucht der japanische Anbieter Rapidus, TSMC mit einem 2-Nanometer-Waferpreis von rund 21.000 US-Dollar zu unterbieten – gegenüber TSMCs Preis von etwa 30.000 US-Dollar. Die Massenproduktion bei Rapidus ist für 2027 geplant, Analysten bezweifeln jedoch, dass der Preisvorteil allein Großkunden zum Wechsel bewegen wird. TSMC selbst hält nach eigenen Marktanteilszahlen rund 73 Prozent des globalen Foundry-Marktes und plant, die Preise für fortschrittliche Prozesse um 5 bis 10 Prozent anzuheben.
Am Kapitalmarkt notierte die Aktie zuletzt bei 383,00 Euro und schloss am Freitag mit einem minimalen Plus von 0,13 Prozent. Auf Wochensicht steht ein Rückgang von 3,28 Prozent zu Buche, auf Monatssicht dagegen ein Zuwachs von 8,19 Prozent. Seit Jahresbeginn liegt das Papier mit 40,29 Prozent im Plus, binnen zwölf Monaten hat sich der Kurs nahezu verdoppelt. Vom 52-Wochen-Hoch bei 420,50 Euro, erreicht am 1. Juli 2026, trennen die Aktie derzeit 8,92 Prozent, während der Abstand zum 52-Wochen-Tief von 196,00 Euro mehr als 95 Prozent beträgt. Mit einem RSI von 50,7 zeigt sich der Wert charttechnisch neutral, die 30-Tage-Volatilität liegt bei 55,17 Prozent.
TSMC-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue TSMC-Analyse vom 12. Juli liefert die Antwort:
Die neusten TSMC-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für TSMC-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 12. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
TSMC: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.
