TSMC Aktie: High-NA-Verzicht bis 2029 für Margenschutz
29.04.2026 - 22:19:43 | boerse-global.deDie teuerste Maschine der Halbleiterindustrie steht bei TSMC vorerst nicht auf dem Einkaufszettel. Der weltgrößte Auftragsfertiger hat bestätigt, ASMLs High-NA-EUV-Lithographieanlagen — zum Stückpreis von über 350 Millionen Euro — bis mindestens 2029 nicht einzusetzen. Analysten sehen darin keinen Rückstand, sondern einen Margenvorteil.
Kostendisziplin als Strategie
Kevin Zhang, stellvertretender Co-Betriebsleiter bei TSMC, brachte die Entscheidung auf dem North America Technology Symposium auf den Punkt: „Es ist zu teuer." Hinter dieser schlichten Begründung steckt eine bewusste strategische Neuausrichtung — weg vom Wettbewerb über Spitzenausrüstung, hin zu Prozessintegration und Kosteneffizienz.
Während Intel als erster Abnehmer auf High-NA EUV gesetzt hat und Samsung seine Beschaffung ausweitet, geht TSMC den entgegengesetzten Weg. Zhang zeigte sich selbst „erstaunt", dass TSMCs Forschungsabteilung die Skalierung mit der bestehenden EUV-Generation weiter vorantreiben konnte.
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Margenpotenzial durch Verzicht
Die finanzielle Logik ist klar. Wer Maschinen für 350 Millionen Euro das Stück nicht kauft, schont die Kapitalbasis — und verbessert die Margen. TSMCs kommende Prozessgenerationen A13 und A12, beide für 2029 geplant, benötigen laut Unternehmensangaben keine High-NA-EUV-Technologie. Intel hingegen setzt diese für seinen 14A-Knoten bereits ab 2027/2028 ein.
Bernstein-Analysten kommentierten die Entscheidung nüchtern: Sie „sollte wohl keine Überraschung sein". TSMC hatte bereits vor einem Jahr signalisiert, High-NA EUV nicht für den A14-Knoten zu nutzen. Der Grundfall sah die Einführung ohnehin erst beim A10-Knoten im Jahr 2030 vor. Spekulationen über einen früheren Einsatz für einzelne Schichten in 2029 bezeichneten die Analysten als „eher spekulativ" — mangels konkreter Hinweise.
Folgen für ASML
Für ASML ist TSMCs Zurückhaltung kein existenzielles Problem, aber ein Dämpfer für die Erwartungen. Der niederländische Maschinenbauer hatte auf eine breite Markteinführung seiner High-NA-Anlagen zwischen 2027 und 2028 gesetzt und peilt bis 2030 einen Jahresumsatz von bis zu 60 Milliarden Euro an. Ob dieses Ziel ohne TSMC als frühen Großkunden erreichbar bleibt, dürfte die Konsensschätzungen der Wall-Street-Analysten unter Druck setzen.
Aktie nahe Allzeithoch
TSMCs Aktie notiert mit rund 391 USD knapp drei Prozent unter ihrem Allzeithoch von gut 405 USD, das erst Ende April markiert wurde. Seit Jahresbeginn hat der Kurs um mehr als 43 Prozent zugelegt — getragen von starken Quartalszahlen und einer deutlich angehobenen Jahresprognose. Das historische Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt laut Cathay-Futures-Analyst Tsai Ming-han bei 20 bis 30; aktuell handelt die Aktie unterhalb des 25-fachen der erwarteten Jahresgewinne — also innerhalb der historischen Bandbreite. Von 17 erfassten Analysten empfiehlt keiner den Verkauf; das durchschnittliche Kursziel liegt bei 463 USD.
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