dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 26.03.2026 - 17.15 Uhr
26.03.2026 - 17:19:59 | dpa.deROUNDUP 3: Trump droht dem Iran - Raketenalarm in Israel und am Golf
LONDON - Vor dem Ende des Ultimatums von US-Präsident Donald Trump reichen die Prognosen zum Iran-Krieg von einer schnellen Waffenruhe bis zu Angriffen mit Bodentruppen. Trump warnte den Kriegsgegner auf seiner Plattform Truth Social erneut vor Konsequenzen, sollte es zu keiner Einigung kommen. Der Iran müsse ernsthaft verhandeln, es gebe keinen Weg zurück. Die Folgen würden sonst "nicht schön" sein.
ROUNDUP: Europaparlament knüpft Umsetzung von US-Zolldeal an Auflagen
BRÜSSEL - Das Europäische Parlament will die weitere Umsetzung des Zolldeals mit den USA an strenge Bedingungen knüpfen. Das Abkommen sieht vor, dass die EU eine zollfreie Einfuhr von US-Industriegütern ermöglicht. Die Abgeordneten sprachen sich mehrheitlich dafür aus. Für den Vollzug müssen auch die Mitgliedstaaten noch den entsprechenden Verordnungen zustimmen.
USA: Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe steigen wie erwartet
WASHINGTON - In den USA haben mehr Menschen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gestellt. Die Hilfsanträge legten in der vergangenen Woche um 5.000 auf 210.000 zu, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt mit diesem Anstieg gerechnet.
Nato: Partner der USA melden Rekordanstieg bei Ausgaben
BRÜSSEL - Deutschland und die anderen Nato-Partner der USA haben ihre Verteidigungsausgaben im vergangenen Jahr um eine Rekordsumme gesteigert. Wie aus einem Bericht von Nato-Generalsekretär Mark Rutte hervorgeht, stiegen die Ausgaben der europäischen Alliierten und Kanadas um 19,6 Prozent auf 574 Milliarden US-Dollar (498 Mrd. Euro). Das Plus lag damit noch etwas höher als 2024, als eine Steigerung von rund 19,4 Prozent registriert wurde.
ROUNDUP/Wohnungsbaukrise: Unter 200.000 neue Einheiten dieses Jahr
BERLIN - In Deutschland werden nach Schätzung der Baubranche dieses Jahr weniger als 200.000 neue Wohnungen fertig - nur die Hälfte des angenommenen Bedarfs und gut 100.000 Einheiten weniger als noch 2020. Dies erklärten Branchenvertreter beim Wohnungsbau-Tag in Berlin. Der Iran-Krieg berge neue Risiken mit steigenden Kosten für Baustoffe und Zinsen. Als Lösung sieht die Branche billigeres Bauen mit vereinfachten Standards - den sogenannten "Gebäude-Typ E", den auch Bauministerin Verena Hubertz (SPD) in Planung hat.
Bundesbank: Iran-Krieg treibt Inflation Richtung drei Prozent
FRANKFURT - Die Bundesbank erwartet wegen des Iran-Kriegs einen Inflationsschub in Deutschland und einen spürbaren Dämpfer für die Konjunktur - schlimmstenfalls bis in die zweite Jahreshälfte hinein. Die Inflationsrate werde in den kommenden Monaten deutlich steigen, schreibt die Bundesbank in ihrem aktuellen Monatsbericht und verweist auf die hochgeschnellten Sprit- und Heizölpreise wegen der Kämpfe im Nahen Osten. "Infolgedessen dürfte die Inflationsrate in nächster Zeit deutlich in Richtung 3 Prozent ansteigen."
ROUNDUP 2: Bundestag beschließt Spritpaket - kommt bald ein weiteres?
BERLIN - Knapp vier Wochen nach Beginn des Iran-Kriegs und stark gestiegenen Spritpreisen hat der Bundestag ein Maßnahmenpaket beschlossen. Künftig dürfen Tankstellen nur noch einmal am Tag, um 12.00 Uhr, die Preise erhöhen. Preissenkungen sollen immer möglich sein. Die neue Regel könnte vor Ostern in Kraft treten. Außerdem bekommt das Bundeskartellamt mehr Befugnisse gegen überhöhte Preise.
OECD: Nahost-Krise bremst deutsches Wachstum
PARIS - Der Krieg in Nahost bremst nach der aktuellen Prognose der OECD das Wachstum der deutschen Wirtschaft. Diese wird demnach in diesem Jahr nur um 0,8 Prozent zulegen und damit um 0,2 Prozentpunkte weniger, als noch im vorherigen Wirtschaftsausblick im Dezember prognostiziert, teilte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in Paris mit. Für 2027 wird allerdings unverändert mit einem Wachstum um 1,5 Prozent gerechnet. Die Inflation dürfte laut OECD hingegen in diesem und nächsten Jahre in Deutschland höher ausfallen als zuletzt erwartet.
Eurozone: Wachstum der Geldmenge geringer als erwartet
FRANKFURT - Das Wachstum der Geldmenge im Euroraum hat sich im Februar abgeschwächt. Die breit gefasste Geldmenge M3 stieg im Jahresvergleich um 3,0 Prozent, wie die Europäische Zentralbank am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Im Januar war sie noch um revidiert 3,2 Prozent (zuvor 3,3 Prozent) gewachsen. Volkswirte hatten im Schnitt mit einer Rate von 3,2 Prozent gerechnet.
Ifo: Iran-Krieg drückt Exporterwartungen wieder ins Minus
MÜNCHEN - Die Stimmung in der deutschen Exportwirtschaft hat sich verschlechtert. Die vom Münchner Ifo-Institut erhobenen Exporterwartungen sind im März wieder in den negativen Bereich gesunken, von plus 2,7 auf minus 0,9 Punkte. "Der Krieg im Iran hat die Unsicherheit unter den Exporteuren merklich erhöht", sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen. "Viele Unternehmen befürchten eine sinkende Nachfrage in wichtigen Absatzmärkten." Wie sich die Exporte in den kommenden Monaten entwickelten, "hängt stark vom weiteren Verlauf des Konflikts ab".
Kundenhinweis: ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.
/jsl
So schätzen Börsenprofis die Aktie ein!
Für. Immer. Kostenlos.

