Trulieve: 344.661 Aktien von Rivers verkauft
25.06.2026 - 02:28:47 | boerse-global.de
Die Aktie von Trulieve Cannabis gerät unter Druck. Auslöser sind Aktienverkäufe der Konzernchefin Kim Rivers — ein Signal, das Anleger verunsichert.
Milliardenschwere Verkäufe durch die Chefin
Zwischen dem 18. und 22. Juni stieß Kim Rivers insgesamt 344.661 Aktien ab. Der Erlös: rund 4,53 Millionen Dollar. Die Verkäufe erfolgten über einen vorgefassten Plan nach Regel 10b5-1. Solche Pläne dienen dazu, Insidern einen legalen Rahmen für Aktienverkäufe zu geben — sie gelten als Standardinstrument der Corporate Governance.
Trotz der Verkäufe hält Rivers noch 2,69 Millionen Aktien. Sie bleibt einer der größten Einzelaktionäre. Der Markt reagierte dennoch nervös. Am 23. Juni fiel der Kurs um 6,47 Prozent. Über zwei Handelstage summiert sich das Minus auf rund 15,5 Prozent. Aktuell notiert die Aktie bei 7,75 Euro.
Zwischen Höhenflug und Rücksetzer
Der Kurs liegt damit 32,5 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 11,48 Euro, das erst Anfang Juni erreicht wurde. Gleichzeitig zeigt der Blick zurück ein anderes Bild: Vor zwölf Monaten stand die Aktie bei 3,01 Euro. Das Plus binnen Jahresfrist beträgt 153 Prozent.
Die operative Entwicklung des Unternehmens liest sich solide. Im ersten Quartal 2026 erzielte Trulieve rund 287 Millionen Dollar Umsatz. Das bereinigte EBITDA lag bei etwa 100 Millionen Dollar. In Florida ist der Konzern Marktführer. Die Cannabis-Branche bleibt jedoch volatil — regulatorische Unsicherheiten belasten.
Analysten uneins
Die Einschätzungen der Analysten reichen von „Halten" bis „Verkaufen". Der Fokus liegt auf der Frage, wie sich Branchenregulierung und interne Kapitalallokation entwickeln. Derzeit notiert die Aktie knapp über ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 7,65 Euro. Der Relative-Stärke-Index liegt bei 46,1 — weder überkauft noch überverkauft.
Die nächsten Wochen werden zeigen, ob sich die Aktie auf diesem Niveau stabilisieren kann. Entscheidend ist, ob institutionelle Anleger einsteigen. Rivers' Verkäufe sind formal korrekt — die psychologische Wirkung ist dennoch unübersehbar.
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