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Tricon Residential Inc-Aktie (CA89686Q1050): Was die jüngsten Quartalszahlen für Anleger bedeuten

18.05.2026 - 02:21:16 | ad-hoc-news.de

Tricon Residential Inc hat Anfang Mai 2026 neue Quartalszahlen vorgelegt. Wie entwickelt sich das Portfolio an Einfamilien-Mietimmobilien in den USA, und was heißt das für die Aktie im aktuellen Zinsumfeld? Ein Überblick für Anleger.

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Tricon Residential Inc ist auf Einfamilien-Mietimmobilien in Nordamerika spezialisiert und steht damit mitten im Spannungsfeld aus hoher Wohnraumnachfrage und einem anhaltend herausfordernden Zinsumfeld. Anfang Mai 2026 hat das Unternehmen aktuelle Ergebnisse zum ersten Quartal 2026 veröffentlicht und Einblicke in die Entwicklung seines Portfolios gegeben, wie aus einer Mitteilung vom 02.05.2026 hervorgeht, abrufbar über die Investor-Relations-Seite laut Tricon Residential Stand 02.05.2026. Die Aktie bleibt damit für viele Anleger interessant, die nach Möglichkeiten im US-Wohnimmobilienmarkt suchen.

Stand: 18.05.2026

Von der Redaktion - spezialisiert auf Aktienberichterstattung.

Auf einen Blick

  • Name: Tricon Residential
  • Sektor/Branche: Immobilien, Wohnimmobilien, Single-Family-Rentals
  • Sitz/Land: Toronto, Kanada
  • Kernmärkte: Einfamilien-Mietimmobilien in den USA, ergänzend Multi-Family in ausgewählten nordamerikanischen Metropolen
  • Wichtige Umsatztreiber: Mieteinnahmen aus Einfamilienhäusern, operative Effizienz im Property Management, Portfolio-Optimierung durch An- und Verkäufe
  • Heimatbörse/Handelsplatz: Toronto Stock Exchange (Ticker: TCN), New York Stock Exchange (Ticker: TCN)
  • Handelswährung: Kanadischer Dollar an der TSX, US-Dollar an der NYSE

Tricon Residential Inc: Kerngeschäftsmodell

Tricon Residential fokussiert sich auf den Erwerb, die Entwicklung und die Vermietung von Einfamilienhäusern in den USA sowie auf ausgewählte Multi-Family-Immobilien in Nordamerika. Das Unternehmen positioniert sich als Anbieter von bezahlbarem, professionell verwaltetem Wohnraum im mittleren Preissegment und verwaltet laut Unternehmensangaben ein Portfolio von Zehntausenden Mietobjekten, wie im Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2025 dargelegt, der Anfang 2026 veröffentlicht wurde, laut Tricon Residential Stand 15.03.2026.

Im Kern nutzt Tricon Residential ein skalierbares Plattformmodell, bei dem Akquisition, Renovierung, Vermietung und laufende Bewirtschaftung weitgehend standardisiert sind. Diese integrierte Struktur soll nach Angaben des Managements helfen, Leerstandsquoten niedrig zu halten und gleichzeitig die laufenden Kosten pro Einheit zu senken. Das Unternehmen zielt damit vor allem auf Haushalte, die sich ein Eigenheim im aktuellen Zinsumfeld schwer leisten können und auf längere Sicht mieten.

Ein weiterer Baustein im Geschäftsmodell sind institutionelle Kapitalpartner. Tricon Residential arbeitet in Joint-Venture-Strukturen mit großen Investoren zusammen, die einen Teil des Eigenkapitals für Portfolioexpansion bereitstellen. Tricon übernimmt dabei typischerweise die operative Verantwortung und erhält im Gegenzug Management-Fees sowie Beteiligungen an Wertsteigerungen. Dieses Asset-Light-Element verringert die Kapitalbindung im eigenen bilanziellen Portfolio und soll die Eigenkapitalrendite verbessern.

Zusätzlich ist Tricon Residential in einigen urbanen Multi-Family-Projekten aktiv, sowohl im Development als auch im Bestand. Dieser Bereich spielt im Vergleich zum Einfamilienhaus-Segment zwar eine kleinere Rolle, trägt aber zur Diversifikation bei. Das Management betonte in mehreren Präsentationen im Jahr 2025, die über die Investor-Relations-Seite zugänglich sind, dass der strategische Schwerpunkt weiterhin auf dem Einfamilien-Mietgeschäft in den Sunbelt-Regionen der USA liegt, wo das Unternehmen langfristige Nachfrage- und Wachstumstrends sieht.

Wichtigste Umsatz- und Produkttreiber von Tricon Residential Inc

Der wichtigste Umsatztreiber von Tricon Residential sind stabile Mieteinnahmen aus dem Bestand an Einfamilienhäusern. Das Unternehmen profitiert von hoher Nachfrage nach Mietwohnungen in Ballungsräumen mit starkem Bevölkerungswachstum und begrenztem Angebot an bezahlbarem Wohneigentum. Im Quartal zum 31.03.2026, dessen Zahlen am 02.05.2026 veröffentlicht wurden, hob das Management hervor, dass die durchschnittlichen Mieten im Bestand weiter moderat wachsen konnten, während die Auslastung auf einem hohen Niveau blieb, wie aus der Ergebnispräsentation hervorgeht, berichtet von Reuters Stand 03.05.2026.

Neben der reinen Miethöhe spielt die operative Effizienz eine zentrale Rolle. Tricon Residential investiert seit mehreren Jahren in digitale Tools für das Property Management, etwa in Online-Plattformen für Mieterservices, automatisierte Wartungsprozesse und Datenanalyse zur Steuerung von Renovierungsbudgets. Diese Maßnahmen sollen nach Unternehmensangaben dazu beitragen, Instandhaltungskosten besser planbar zu machen und den Cashflow je Einheit zu stabilisieren. Auch die Geschwindigkeit bei Neuvermietungen, also die Zeit zwischen Auszug und Einzug eines neuen Mieters, ist ein entscheidender Faktor für den operativen Erfolg.

Ein dritter Hebel sind Portfolioanpassungen. Tricon Residential verkauft regelmäßig Objekte, die aus Sicht des Managements nicht mehr in das strategische Raster passen, beispielsweise weil sie zu klein sind, außerhalb der Zielregionen liegen oder einen erhöhten Instandhaltungsaufwand erfordern. Die Erlöse werden häufig in wachstumsstärkere Märkte reinvestiert. Dieser Recycling-Ansatz wurde im Jahresbericht 2025 ausdrücklich hervorgehoben, der im März 2026 veröffentlicht wurde, und soll langfristig zu einem qualitativ hochwertigeren Portfolio führen, wie auf der Website des Unternehmens erläutert wird laut Tricon Residential Stand 15.03.2026.

Zudem ist der Zugang zu Kapital ein indirekter, aber bedeutender Treiber. Für ein Immobilienunternehmen wie Tricon Residential sind die Konditionen am Fremdkapitalmarkt entscheidend, da Akquisitionen und Entwicklungen häufig mit einem hohen Leverage finanziert werden. Refinanzierungen und neue Kreditlinien zu vertretbaren Zinsen beeinflussen die Fähigkeit des Unternehmens, weiter zu wachsen. In mehreren Präsentationen gegenüber Investoren im ersten Halbjahr 2026 verwies das Management auf die Fortschritte bei der Verlängerung von Laufzeiten und der Absicherung bestimmter Zinsrisiken, womit das Unternehmen auf das veränderte Zinsumfeld reagiert.

Aktuelle Quartalszahlen: Wie lief das Startquartal 2026 für Tricon Residential Inc

Am 02.05.2026 veröffentlichte Tricon Residential Ergebnisse für das erste Quartal 2026, das zum 31.03.2026 endete. Nach Unternehmensangaben blieb der operative Cashflow in etwa stabil, während der berichtete Nettoertrag durch marktbedingte Neubewertungen belastet wurde, wie aus der Quartalsmitteilung hervorgeht, die auf der Investor-Relations-Seite abrufbar ist, laut Tricon Residential Stand 02.05.2026. Für Anleger ist insbesondere die Entwicklung der Kennzahlen auf Cashflow-Basis wichtig, da sie Auskunft über die Fähigkeit des Unternehmens geben, Zinsen zu bedienen und Investitionen zu finanzieren.

Die für Immobilienunternehmen übliche Kennzahl Funds from Operations (FFO) beziehungsweise ein bereinigtes Pendant zeigte laut Bericht eine robuste Entwicklung im Vergleich zum Vorjahresquartal. Die Mieteinnahmen konnten durch leichte Mietsteigerungen und ein größeres Portfolio ausgeweitet werden, während inflationsbedingte Kostenanstiege und höhere Zinsaufwendungen auf der Ausgabenseite spürbar blieben. Das Management betonte in der begleitenden Präsentation, dass Effizienzmaßnahmen im operativen Geschäft geholfen hätten, einen Teil des Kostendrucks zu kompensieren.

Auf Portfolioebene berichtete Tricon Residential eine weiterhin hohe Auslastung im Einfamilienhaus-Segment. Die Leerstandsquote blieb vergleichsweise niedrig, was die anhaltende Nachfrage nach Einfamilien-Mietwohnraum unterstreicht. Gleichzeitig gingen die Neuvermietungen und Mietanpassungen zurückhaltender vonstatten als in den Boomjahren nach der Pandemie, als Mieten in vielen US-Märkten zweistellig wachsen konnten. Das Unternehmen stellte heraus, dass die aktuelle Phase eher von Normalisierung als von außergewöhnlichen Wachstumsraten geprägt sei.

Für den Ausblick auf das Gesamtjahr 2026 bestätigte Tricon Residential seine Prognosen, die bereits im Rahmen der Veröffentlichung des Jahresberichts 2025 kommuniziert worden waren. Das Management rechnet demnach mit moderatem Wachstum der Mieteinnahmen bei gleichzeitig fokussierten Investitionen und selektiven Akquisitionen. Angesichts der Zinslage soll der Schwerpunkt stärker auf der Optimierung des bestehenden Portfolios und dem Schuldenabbau liegen. Eine detaillierte Guidance zu einzelnen Kennzahlen wurde in dem Update vom 02.05.2026 eingeordnet, wie aus den Investor-Relations-Unterlagen hervorgeht.

Zinsumfeld und Finanzierung: Was bedeutet das für Tricon Residential Inc

Das Zinsumfeld spielt für Tricon Residential eine zentrale Rolle, da der Immobilienbestand über unterschiedliche Kreditinstrumente und Anleihen finanziert ist. Die Phase stark steigender Zinsen in den Jahren 2022 und 2023 hatte die Refinanzierungskosten in der Branche deutlich erhöht. In den folgenden Jahren kam es zwar zu gewissen Entspannungen, das Niveau blieb aber im historischen Vergleich erhöht. Tricon Residential reagierte nach eigenen Angaben mit einer Mischung aus Zinsabsicherungen, Laufzeitverlängerungen und ausgewählten Schuldenrückführungen.

Im ersten Quartal 2026 lag der Fokus weiterhin auf der Stabilisierung der Bilanzstruktur. Das Unternehmen berichtete, dass ein relevanter Teil der Schulden mittelfristig fest verzinst ist, während variabel verzinste Komponenten durch Derivate teilweise abgesichert werden. Diese Maßnahmen sollen die Volatilität des Zinsaufwands begrenzen und mehr Planbarkeit für Cashflows ermöglichen. Für Anleger ist wichtig, dass die durchschnittliche Restlaufzeit der Schulden und die relationale Verschuldung im Blick behalten werden, da sie die Flexibilität für zukünftige Investitionen beeinflussen.

Gleichzeitig bleibt der Zugang zu institutionellem Kapital ein wichtiger Faktor. Tricon Residential arbeitet mit Pensionskassen, Versicherungsgesellschaften und anderen langfristig orientierten Investoren zusammen, die sich an bestimmten Portfolios beteiligen. Diese Struktur kann dazu beitragen, die Bilanz von Tricon zu entlasten, da ein Teil der Immobilien nicht voll konsolidiert wird, sondern in Joint-Venture-Vehikeln liegt. Die Fees aus dem Management dieser Vehikel stellen eine zusätzliche Einnahmequelle dar, die weniger kapitalintensiv ist als direkte Immobilieninvestments.

Für deutsche Anleger, die häufig über die Börsen in Toronto oder New York investieren, bedeutet das Zinsumfeld zudem, dass Wechselkursschwankungen eine zusätzliche Ebene in der Risikoanalyse darstellen. Der kanadische Dollar und der US-Dollar reagieren unterschiedlich auf Zinsentscheidungen, Rohstoffmärkte und Konjunkturdaten. Tricon Residential berichtet in kanadischer Währung, während ein Großteil der Vermögenswerte und Schulden in US-Dollar denominiert ist. Das Unternehmen erläutert in seinen Finanzberichten den Einfluss von Wechselkursbewegungen auf Bilanz und Erfolgsrechnung, wie im Jahresbericht 2025 beschrieben.

US-Wohnimmobilienmarkt: Umfeld für das Geschäftsmodell von Tricon Residential Inc

Der Erfolg von Tricon Residential hängt stark von den Bedingungen am US-Wohnimmobilienmarkt ab. In vielen Metropolregionen und Sunbelt-Staaten, in denen das Unternehmen aktiv ist, spielt das knappe Angebot an bezahlbarem Wohneigentum eine zentrale Rolle. Käufer sehen sich mit hohen Hauspreisen und im historischen Vergleich immer noch erhöhten Hypothekenzinsen konfrontiert, was die Hürde für den Erwerb eines Eigenheims erhöht. Dies stärkt den Mietmarkt und kann die Nachfrage nach professionell verwalteten Einfamilienhäusern stützen.

Demografische Faktoren sind ein weiterer Treiber. Viele Märkte, in denen Tricon Residential präsent ist, verzeichnen weiterhin Bevölkerungszuwächse, getrieben durch Zuzug aus anderen Regionen und natürliche Demografie. Haushalte im mittleren Einkommenssegment suchen oft nach Wohnformen, die mehr Platz und Privatsphäre als klassische Apartments bieten, ohne sich langfristig über einen Hauskredit zu binden. Das Modell der Einfamilien-Mietwohnungen adressiert genau diese Nachfrage.

Allerdings gibt es auch Gegenkräfte. In einigen Regionen werden regulatorische Debatten über den Einfluss institutioneller Investoren auf den Wohnungsmarkt geführt. Kritiker befürchten, dass große Vermieter durch Portfolioaufkäufe das Angebot an selbst genutztem Wohneigentum verknappen. Tricon Residential betont in seinen Mitteilungen, dass das Unternehmen eine verantwortungsvolle Vermietungspolitik verfolgt und in vielen Gemeinden mit lokalen Partnern zusammenarbeitet, um Wohnraumprojekte im Einklang mit kommunalen Zielen zu entwickeln.

Für das Unternehmen kann regulatorische Unsicherheit dennoch ein Risiko darstellen. Neue Vorschriften zu Mietobergrenzen, Besteuerung oder zum Erwerb von Einfamilienhäusern durch institutionelle Investoren könnten sich auf Wachstumsmöglichkeiten auswirken. Bisher konzentriert sich Tricon Residential nach eigenen Angaben jedoch auf Märkte mit vergleichsweise investorenfreundlichen Rahmenbedingungen. Investoren verfolgen daher nicht nur die Geschäftszahlen, sondern auch politische Entwicklungen in den Kernstaaten des Unternehmens.

Kapitalmarktperspektive: Handel der Tricon Residential Inc-Aktie an nordamerikanischen Börsen

Die Aktie von Tricon Residential ist sowohl an der Toronto Stock Exchange als auch an der New York Stock Exchange gelistet. Damit ist sie für internationale Anleger vergleichsweise gut zugänglich. Für deutsche Privatanleger erfolgt der Handel häufig über die Börsenplätze in Frankfurt, auf Xetra oder über außerbörsliche Plattformen, die Orders an die nordamerikanischen Handelsplätze durchleiten. Die Handelswährung ist an der TSX der kanadische Dollar, an der NYSE der US-Dollar, was bei grenzüberschreitenden Investments Wechselkursrisiken mit sich bringt.

Nach Veröffentlichung der Quartalszahlen am 02.05.2026 reagierte der Markt laut branchennahen Berichten moderat, wobei der Kurs zeitweise schwankte, bevor er sich stabilisierte, wie ein Blick auf die Kursentwicklung bei Handelsbeginn nach den Zahlen zeigt, berichtet von MarketWatch Stand 06.05.2026. Die Reaktion deutet darauf hin, dass die Ergebnisse weitgehend im Rahmen der Erwartungen lagen und weder positive noch negative Überraschungen dominierend waren.

Für langfristig orientierte Anleger steht weniger die kurzfristige Kursreaktion im Vordergrund, sondern die Frage, ob Tricon Residential sein Geschäftsmodell in einem normalisierten Immobilienzyklus behaupten kann. Der Kapitalmarkt beobachtet dabei Entwicklungen beim Verschuldungsgrad, beim Wachstum des Portfolios und bei der Fähigkeit, Mieten in einem Umfeld begrenzter Kaufkraftsteigerungen durchzusetzen. Auch die Dividendenpolitik spielt eine Rolle, da viele Immobilienaktien als Einkommensinvestments positioniert sind. Tricon Residential zahlt laut früheren Mitteilungen regelmäßig Dividenden, wobei Anpassungen an das Ertragsniveau und Investitionspläne gekoppelt sind.

Analysten von nordamerikanischen Banken kommentierten die jüngsten Zahlen zum ersten Quartal 2026 überwiegend verhalten konstruktiv, ohne extreme Einschätzungen, wie aus aggregierten Konsensübersichten einschlägiger Finanzportale hervorgeht, die im Mai 2026 verfügbar waren. Die Bandbreite der Einschätzungen spiegelt die Unsicherheit über Zinsentwicklung, Regulierung und Wachstumspotenzial im Einfamilien-Mietsegment wider. Für Anleger ergeben sich damit sowohl Chancen als auch Risiken, abhängig von der weiteren Makrolage und der Umsetzung der Unternehmensstrategie.

Warum Tricon Residential Inc für deutsche Anleger interessant sein kann

Für Anleger in Deutschland bietet Tricon Residential Zugang zu einem Marktsegment, das hierzulande so nicht existiert: ein großskaliges Portfolio an Einfamilien-Mietimmobilien in Wachstumsregionen der USA. Während der deutsche Wohnungsmarkt stärker von Mehrfamilienhäusern, strenger Regulierung und lokal verankerten Playern geprägt ist, setzt Tricon Residential auf ein stärker institutionell organisiertes Modell. Dies ermöglicht es deutschen Investoren, an Trends wie Urbanisierung im Sunbelt, Wanderungsbewegungen innerhalb der USA und dem Boom der Einfamilien-Mietmodelle teilzuhaben.

Aktien von Immobilienunternehmen aus Nordamerika werden zudem häufig genutzt, um Portfolios geografisch zu diversifizieren. Tricon Residential generiert seine Erträge überwiegend in US-Dollar, während deutsche Anleger typischerweise in Euro denken. Diese Währungsdiversifikation kann in bestimmten Phasen stabilisierend wirken, birgt aber auch Wechselkursrisiken, wenn der Euro gegenüber dem US-Dollar aufwertet. Im Rahmen einer breiteren Immobilien- oder Dividendenstrategie kann die Aktie von Tricon Residential daher als Baustein mit spezifischem Profil dienen.

Hinzu kommt, dass die Aktie an großen, liquiden Börsen notiert ist. Dies erleichtert Ein- und Ausstieg und ermöglicht es institutionellen wie privaten Anlegern, größere Volumina zu bewegen, ohne den Markt übermäßig zu beeinflussen. Für deutsche Anleger, die über ETFs oder aktiv gemanagte Fonds investieren, kann Tricon Residential zudem indirekt relevant sein, wenn sie Bestandteil von Nordamerika-, Immobilien- oder Dividendenstrategien ist. In Factsheets entsprechender Fonds wird teilweise ausgewiesen, ob die Aktie im Portfolio vertreten ist.

Offizielle Quelle

Für Informationen aus erster Hand zu Tricon Residential Inc lohnt sich der Besuch der offiziellen Unternehmenswebsite.

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Risiken und offene Fragen rund um Tricon Residential Inc

Trotz der Chancen im Einfamilien-Mietsegment ist das Investment in Tricon Residential mit Risiken verbunden. An erster Stelle steht die Zinsentwicklung. Sollten die Finanzierungskosten längerfristig auf hohem Niveau bleiben oder erneut deutlich steigen, könnte dies die Ertragslage belasten und die Möglichkeiten zur Portfolioexpansion einschränken. Ein hohes Leverage macht Immobilienunternehmen generell sensibel für Änderungen bei Kreditkonditionen, Covenants und Laufzeiten.

Ein weiteres Risiko ist die makroökonomische Lage in den USA. Eine deutliche Abschwächung des Arbeitsmarkts oder eine Rezession könnten dazu führen, dass Mieter ihre Zahlungsfähigkeit verlieren oder auf günstigere Wohnlösungen ausweichen. Tricon Residential ist zwar auf mittlere Einkommensschichten fokussiert, die tendenziell stabilere Einkommen haben, doch auch diese Gruppen sind bei einem breiten Konjunktureinbruch nicht immun. Steigende Arbeitslosigkeit könnte zudem die Nachfrage nach Einfamilien-Mietwohnungen dämpfen.

Regulatorische Entwicklungen stellen ein drittes Risikofeld dar. Debatten über Mietpreisbremsen, Obergrenzen für Mieterhöhungen oder zusätzliche Auflagen für institutionelle Investoren könnten in einzelnen Bundesstaaten oder Gemeinden konkrete Maßnahmen nach sich ziehen. Für Tricon Residential ist es wichtig, frühzeitig auf solche Entwicklungen zu reagieren und das Engagement nach Regionen und Rechtsrahmen zu steuern. Das Unternehmen betont, dass es in engem Dialog mit lokalen Behörden und Gemeinschaften steht, doch der regulatorische Trend ist schwer prognostizierbar.

Schließlich spielen auch ESG-Aspekte eine zunehmende Rolle. Fragen der Energieeffizienz von Bestandsimmobilien, der sozialen Verantwortung gegenüber Mietern und der Unternehmensführung rücken stärker in den Fokus von Investoren. Tricon Residential veröffentlicht regelmäßige Nachhaltigkeitsberichte und hebt Initiativen zur Modernisierung und Verbesserung des Wohnumfelds hervor. Für Anleger bleibt jedoch entscheidend, wie konsequent diese Maßnahmen umgesetzt werden und wie sie sich mittelfristig auf Kostenstruktur und Reputation auswirken.

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Fazit

Tricon Residential Inc steht als spezialisierter Anbieter von Einfamilien-Mietimmobilien im Zentrum gleich mehrerer Strukturtrends des US-Wohnungsmarkts. Die jüngsten Quartalszahlen zum ersten Quartal 2026 zeigen, dass das Unternehmen in einem anspruchsvollen Umfeld stabile operative Erträge generieren kann, auch wenn Bewertungs- und Zinsfaktoren den berichteten Gewinn beeinflussen. Für Anleger ist relevant, dass Tricon seine Bilanzstruktur aktiv steuert und auf ein Plattformmodell setzt, das auf Skaleneffekte und institutionelle Partnerschaften baut.

Gleichzeitig bleiben wesentliche Unsicherheiten bestehen. Zinsentwicklung, regulatorische Debatten und die Konjunkturlage in den Kernmärkten können die Perspektiven der Aktie spürbar beeinflussen. Wer sich mit Tricon Residential beschäftigt, sollte daher neben den Unternehmenskennzahlen auch makroökonomische und politische Faktoren in den USA im Blick behalten. Für deutsche Anleger bietet die Aktie die Möglichkeit, am Segment der Einfamilien-Mietimmobilien in Nordamerika teilzuhaben, verbindet diese Chance aber mit den typischen Risiken eines hochkapitalintensiven, zinssensitiven Geschäftsmodells.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Aktien sind volatile Finanzinstrumente.

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