Traeger Aktie: Absturz voraus
06.03.2026 - 12:12:36 | boerse-global.deDie Aktie des Grillherstellers Traeger steht unter massivem Druck. Nachdem der Titel gestern noch bei 0,77 Dollar notierte – ein Minus von 64 Prozent binnen Jahresfrist – senkte die Investmentbank Telsey ihr Kursziel drastisch von 1,50 auf nur noch 1,00 Dollar. Die Begründung: Der Konzern kämpft mit schwacher Nachfrage und hat seit dem Ende der Pandemie nicht mehr zu Wachstum zurückgefunden.
Besonders bitter: Die im vergangenen Jahr vorgenommenen Preiserhöhungen von 10 bis 15 Prozent bei der Woodridge-Produktlinie erweisen sich nun als Bumerang. Statt Margen zu schützen, verliert Traeger gegenüber günstigeren Wettbewerbern an Boden. Der erwartete Ersatzzyklus bei den Verbrauchern lässt weiter auf sich warten.
Quartalszahlen täuschen über Ernst der Lage hinweg
Auf den ersten Blick präsentierte sich das vierte Quartal 2025 solide: Mit 145,4 Millionen Dollar Umsatz übertraf Traeger die Analystenschätzungen von 135,37 Millionen Dollar um 7,4 Prozent. Der Gewinn je Aktie lag erwartungsgemäß bei 0,01 Dollar. Doch der Schein trügt.
Im Jahresvergleich brach der Quartalsumsatz um 13,8 Prozent von 169 Millionen Dollar ein. Der Nettoverlust weitete sich von 7 Millionen auf 17 Millionen Dollar aus. Für das Gesamtjahr 2025 steht ein Umsatzrückgang von 7,4 Prozent auf 560 Millionen Dollar zu Buche. Besonders alarmierend: Das Grillgeschäft, das Herzstück des Konzerns, sackte im vierten Quartal um 22,3 Prozent ab.
Drastischer Ausblick schockt Investoren
Was folgt, dürfte Anleger endgültig verschrecken. Für das laufende Geschäftsjahr 2026 erwartet das Management einen Umsatzeinbruch von 13 bis 17 Prozent auf 465 bis 485 Millionen Dollar. Telsey revidierte daraufhin seine EBITDA-Prognose für 2026 von ursprünglich 80 Millionen auf magere 53 Millionen Dollar.
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CEO Jeremy Andrus verweist auf das Kostensenkungsprogramm "Project Gravity", das 2025 bereits 20 Millionen Dollar einsparte. Langfristig sollen 64 bis 70 Millionen Dollar an Einsparungen realisiert werden. Doch diese Maßnahmen – darunter der Rückzug aus dem Costco-Direktvertrieb und dem eigenen Online-Shop – bedeuten zunächst weitere Umsatzeinbußen.
Die Bruttomargen bleiben unter Druck: Für 2026 sind 38 bis 39 Prozent prognostiziert, nach 39,2 Prozent im Vorjahr. Immerhin: Der freie Cashflow soll bei mindestens 30 Millionen Dollar liegen, was den Schuldenabbau vorantreiben könnte. Die Nettoverschuldung liegt aktuell bei 384 Millionen Dollar.
CFO Joey Hord bezeichnet 2026 als "Übergangsjahr" und verspricht strukturelle Verbesserungen für 2027. Ob die Geduld der Investoren bis dahin reicht, ist fraglich. Mit einem Kurs nahe dem 52-Wochen-Tief von 0,715 Dollar spiegelt die Aktie die düstere Stimmung bereits wider. Telsey hält dennoch am "Market Perform"-Rating fest – ein schwacher Trost für gebeutelte Aktionäre.
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