TotalEnergies, Aktie

TotalEnergies SE Aktie: Zwei Signale auf einmal

17.03.2026 - 09:43:18 | boerse-global.de

TotalEnergies nimmt Gasförderung in Angola auf und kauft eigene Aktien zurück, während Produktion im Nahen Osten gedrosselt bleibt. Das Gesamtbild zeigt gemischte Signale.

TotalEnergies SE Aktie: Zwei Signale auf einmal - Foto: über boerse-global.de
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Angola, Aktienrückkäufe und ein angespannter Naher Osten – bei TotalEnergies verdichten sich gerade mehrere Entwicklungen gleichzeitig. Das Gesamtbild ist gemischt, aber keineswegs ohne positive Aspekte.

Gasfeld in Angola geht ans Netz

Diese Woche hat TotalEnergies die Förderung im Quiluma-Gasfeld vor der angolanischen Küste aufgenommen. Mit einem Anteil von rund 12 Prozent ist der Konzern als Minderheitspartner beteiligt – Betreiber ist Azule Energy mit gut 37 Prozent. Das Besondere an dem Projekt: Es handelt sich um die erste Erschließung eines nicht-assoziierten Gasfeldes in Angola überhaupt.

Bei voller Auslastung soll Quiluma täglich rund 330 Millionen Kubikfuß Gas liefern, was einer jährlichen LNG-Produktion von etwa zwei Millionen Tonnen entspricht. Das Gas fließt direkt in die Angola-LNG-Anlage und von dort auf europäische und asiatische Märkte – ein Aspekt, der angesichts der anhaltenden Diskussionen über Europas Energieversorgung durchaus Gewicht hat.

Rückkäufe laufen auf Hochtouren

Parallel dazu kauft TotalEnergies weiter kräftig eigene Aktien zurück. In der Woche vom 9. bis 13. März 2026 erwarb der Konzern knapp 1,37 Millionen Anteilsscheine zu einem durchschnittlichen Kurs von rund 69,45 Euro – Gesamtvolumen: fast 95 Millionen Euro in nur fünf Handelstagen. Bemerkenswert dabei: Im Wochenverlauf stieg der gezahlte Tagesdurchschnittspreis kontinuierlich von 68,19 Euro auf 71,74 Euro, was auf eine aktive Nachfrage hindeutet.

Solche Rückkaufprogramme signalisieren in der Regel, dass das Management den eigenen Titel für unterbewertet hält – oder zumindest ausreichend Kapital vorhanden ist, um Aktionäre direkt zu belohnen.

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Naher Osten bleibt Belastungsfaktor

Nicht so erfreulich ist die Lage im Nahen Osten. TotalEnergies hat die Förderung in Katar, im Irak sowie bei Offshore-Anlagen vor den Vereinigten Arabischen Emiraten wegen der anhaltenden Konflikte deutlich gedrosselt. Die betroffenen Projekte stehen für rund 15 Prozent der gesamten Konzernproduktion – kein marginaler Wert.

Die Landförderung in den Emiraten ist vorerst nicht betroffen. Dennoch verdeutlicht die Situation, wie stark das Geschäft geopolitischen Risiken ausgesetzt bleibt. Wie lange die Einschränkungen andauern werden, ist derzeit offen.

Das Anlaufen des Quiluma-Feldes kommt damit zu einem günstigen Zeitpunkt: Es baut zumindest partiell eine alternative Lieferbasis auf, die von den Verwerfungen im Nahen Osten unabhängig ist.

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