TotalEnergies, Buyback

TotalEnergies: Buyback auf 1,5 Milliarden verdoppelt

01.05.2026 - 05:04:43 | boerse-global.de

TotalEnergies verzeichnet dank hoher Ölpreise einen Rekordgewinn von 5,8 Mrd. Dollar und verdoppelt Aktienrückkäufe, was politische Forderungen nach einer Übergewinnsteuer auslöst.

TotalEnergies: Buyback auf 1,5 Milliarden verdoppelt - Foto: über boerse-global.de
TotalEnergies: Buyback auf 1,5 Milliarden verdoppelt - Foto: über boerse-global.de

Die Kassen von TotalEnergies sind prall gefüllt. Der Ölkonzern profitiert massiv von den hohen Ölpreisen durch den Nahostkonflikt. Das Management verdoppelt nun die Aktienrückkäufe. In Frankreich ruft genau das die Politik auf den Plan.

Im ersten Quartal 2026 kletterte der Nettogewinn auf 5,8 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Plus von fast 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Analysten hatten im Vorfeld weniger erwartet. Das bereinigte operative Ergebnis stieg auf 12,6 Milliarden US-Dollar.

Als Reaktion schraubt der Konzern die Ausschüttungen nach oben. Für das zweite Quartal plant TotalEnergies Aktienrückkäufe im Volumen von 1,5 Milliarden US-Dollar. Im Februar hatte das Management dieses Programm wegen sinkender Ölpreise noch halbiert.

Ruf nach Übergewinnsteuer

Diese üppigen Renditen sorgen in Paris für Ärger. Die französische Sozialistische Partei fordert eine Sonderabgabe auf diese krisenbedingten Gewinne. Aktivisten protestieren bereits öffentlich gegen die sogenannten Kriegsgewinne des Energiekonzerns.

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An der Börse dominiert indes die Freude über die starken Zahlen. Die Aktie notiert aktuell bei gut 79 Euro und kratzt damit an ihrem 52-Wochen-Hoch. Seit Jahresbeginn steht ein sattes Kursplus von rund 40 Prozent auf der Anzeigetafel.

Blockierte Tanker und Raffinerie-Neustart

Operativ kämpft TotalEnergies mit erheblichen Problemen. Rund 15 Prozent der Öl- und Gasproduktion liegen derzeit auf Eis. Der Grund: Neun Tanker stecken in der Straße von Hormus fest. Ein Schiff verlor nach einem Angriff in der Nähe sogar seinen Versicherungsschutz.

Das Management will die Nahost-Produktion erst bei sicheren Transportwegen wieder hochfahren. Parallel dazu läuft die SATORP-Raffinerie in Saudi-Arabien nach iranischen Angriffen wieder an. Die Anlage produziert aktuell 230.000 Barrel pro Tag. Im kommenden Monat soll die Marke von 300.000 Barrel fallen.

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Ausblick und Hauptversammlung

Abseits des Nahostkonflikts erwartet das Unternehmen für das zweite Quartal ein Produktionswachstum von etwa vier Prozent. Die Investitionen für das Gesamtjahr bleiben bei geplanten 15 Milliarden US-Dollar.

Die Investmentbank TD Cowen senkte das Kursziel leicht auf 102 US-Dollar, rät aber weiterhin zum Kauf. Am 29. Mai treffen sich die Aktionäre zur Hauptversammlung. Dort steht auch die Nachhaltigkeitsstrategie auf der Tagesordnung.

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