TotalEnergies, Aktie

TotalEnergies Aktie: Ölpreis-Schock trifft Sektor

09.04.2026 - 13:23:47 | boerse-global.de

Ein US-Iran-Waffenstillstand lässt die Kriegsprämie im Ölpreis entfallen und führt zu deutlichen Kursverlusten bei europäischen Energieaktien. Analysten sehen jedoch langfristige Chancen.

TotalEnergies Aktie: Ölpreis-Schock trifft Sektor - Foto: über boerse-global.de

Der US-Iran-Waffenstillstand hat den globalen Energiesektor am Mittwoch kalt erwischt. Mit dem sogenannten Islamabad-Abkommen fiel die Kriegsprämie aus den Ölpreisen heraus — und europäische Energieaktien gerieten unter erheblichen Verkaufsdruck.

TotalEnergies verlor im Zuge des Ausverkaufs zwischen 4,6 und 7,7 Prozent, ähnlich wie Shell, BP, Eni und Repsol. Besonders hart traf es norwegische Werte: Equinor brach um 8,7 Prozent ein, Aker BP und Var Energi verloren sogar fast zweistellig. Europas Öl- und Gassektor steuerte auf seinen größten Tagesrückgang seit April 2025 zu.

Warum der Waffenstillstand so stark wirkt

Der Preisrückgang folgt einer klaren Logik. Seit Monaten hatte die Angst vor Versorgungsunterbrechungen durch die Straße von Hormus die Ölpreise getrieben — Brent hatte im März rekordhohe monatliche Gewinne erzielt. Mit der Aussetzung der Angriffe auf den Iran, der US-Präsident Trump am Dienstagabend zugestimmt hatte, brachen Brent-Futures auf ein Monatstief von 90,40 US-Dollar ein. Besonders LNG-Exporteure, die von erhöhten Spotpreisen während des Konflikts profitiert hatten, zählten zu den größten Verlierern.

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Bank of America sieht Kaufgelegenheit

Trotz des Kursrückgangs hält Bank of America an ihrer positiven Einschätzung fest. Analyst Christopher Kuplent hatte TotalEnergies kurz zuvor als bevorzugten Wert unter den europäischen Ölmajors bekräftigt. Die Bank rechnet bei aktuellen Terminpreisen mit Free-Cashflow-Renditen von 14 Prozent für 2026 und 13 Prozent für 2027 — und selbst bei einem Brent-Rückgang auf 60 US-Dollar je Barrel sieht BofA für 2028 noch eine Mid-Cycle-FCF-Rendite von 12 Prozent. Die Underperformance gegenüber Peers erklärt Kuplent mit „übertrieben wahrgenommenen Cashflow-Risiken", die er als fehlgeleitet bezeichnet.

Zugleich erwartet BofA, dass TotalEnergies mit den Q1-Ergebnissen am 29. April ein Dividendenwachstum von fünf Prozent je Aktie ankündigen wird — eines der wenigen großen Ölunternehmen, das Ausschüttungen parallel zur Quartalspräsentation erhöhen dürfte.

Bis dahin bleibt die Kursentwicklung eng an den Waffenstillstandsverlauf geknüpft. Matthew Ryan von Ebury warnt, dass Ölpreise und Dollar rasch wieder drehen könnten, sollten die Gespräche scheitern oder die Schifffahrtsaktivität durch die Straße von Hormus gedämpft bleiben. Trotz des gestrigen Einbruchs liegt TotalEnergies seit Jahresbeginn noch rund 37 Prozent im Plus — der Sektor hat also noch reichlich Puffer zu verlieren.

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