Tomra Systems Aktie: Strategischer Umbau
26.02.2026 - 08:57:01 | boerse-global.deTomra Systems steht vor einer Phase des Wandels. Während das Geschäft mit Leergutrücknahmesystemen durch die Expansion in neue internationale Märkte massiv wächst, kämpft die Recycling-Sparte mit anhaltend schwierigen Rahmenbedingungen. Das Management setzt nun auf ein gezieltes Sparprogramm, um die Profitabilität des norwegischen Umwelttechnik-Spezialisten langfristig zu stabilisieren.
Wachstum durch globale Pfandsysteme
Die Division "Collection" erweist sich weiterhin als verlässlicher Wachstumsmotor. Für das Geschäftsjahr 2026 prognostiziert das Unternehmen zusätzliche Umsatzerlöse in Höhe von 100 Millionen Euro, die primär aus der Erschließung neuer Märkte stammen sollen. Treiber dieser Entwicklung ist der weltweite Trend zur Einführung von Pfandsystemen (Deposit Return Systems, DRS).
In den kommenden Wochen stehen hierfür zwei wichtige Meilensteine an: Am 1. April 2026 startet Singapur offiziell sein neues Pfandsystem, bei dem Tomra als einer der Betreiber des Rücknahmenetzwerks fungiert. Nur wenige Tage später, am 10. April, folgt die Einführung eines entsprechenden Systems in Portugal. Diese Projekte unterstreichen die führende Rolle des Unternehmens beim Aufbau globaler Kreislaufwirtschaften.
Herausforderungen im Recycling-Sektor
Im Gegensatz zur Wachstumsdynamik bei der Leergutrücknahme steht das Segment "Recycling" unter Druck. Marktbeobachter gehen davon aus, dass die herausfordernden Bedingungen in diesem Bereich bis in das Jahr 2027 anhalten könnten. Als Reaktion darauf hat Tomra ein Kostensenkungsprogramm gestartet, das jährliche Bruttoeinsparungen von 16 Millionen Euro realisieren soll.
Durch organisatorische Anpassungen und eine Optimierung der weltweiten Standorte sollen die operativen Kosten sinken. Die vollen Effekte dieser Maßnahmen werden jedoch voraussichtlich erst 2027 in der Bilanz sichtbar. Kann die Effizienzsteigerung die derzeitige Marktschwäche in dieser Sparte rechtzeitig kompensieren? Auch für das Lebensmittelsegment ("Food") gibt sich das Unternehmen ambitioniert und strebt bei moderatem Umsatzwachstum eine EBITDA-Marge von 12 Prozent an.
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Ausblick und Dividende
An der Börse wird die aktuelle Situation mit Skepsis beobachtet. Mit einem Kurs von 10,19 Euro notiert die Aktie derzeit nur knapp über ihrem 52-Wochen-Tief und verzeichnet seit Jahresbeginn ein Minus von gut 12 Prozent. Anleger bewerten die langfristigen Chancen der Kreislaufwirtschaft zwar positiv, gewichten jedoch die kurzfristigen Risiken in der Recycling-Sparte höher.
Trotz der operativen Umbaumaßnahmen hält das Unternehmen an seiner Ausschüttungspolitik fest. Der Verwaltungsrat hat für das Geschäftsjahr 2025 eine Dividende von 2,15 NOK pro Aktie vorgeschlagen. Der entscheidende Record-Tag für Aktionäre ist der 27. April 2026, während die Auszahlung für den 19. Mai geplant ist. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die neuen Pfandsysteme in Asien und Südeuropa die nötigen Impulse liefern können, um den Abwärtstrend der Aktie zu brechen.
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