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Toll Collect startet App-Maut für Lkw

18.03.2026 - 00:00:26 | boerse-global.de

Deutschland führt mit der App TollNow eine GPS-basierte Lkw-Maut ein und verlängert die Mautbefreiung für emissionsfreie Nutzfahrzeuge bis Mitte 2031.

Toll Collect startet App-Maut für Lkw - Foto: über boerse-global.de
Toll Collect startet App-Maut für Lkw - Foto: über boerse-global.de

Deutschland modernisiert mit der App TollNow sein Lkw-Mautsystem grundlegend. Die GPS-basierte Lösung ersetzt für Gelegenheitsfahrer die bisher nötige Hardware. Parallel wird die Mautbefreiung für emissionsfreie Laster bis 2031 verlängert.

Einführung der App „TollNow“

Seit Anfang 2026 können Spediteure die deutsche Lkw-Maut erstmals per Smartphone bezahlen. Die App TollNow von Toll Collect nutzt die GPS-Daten des Geräts, um gefahrene Strecken auf mautpflichtigen Bundesstraßen automatisch zu erfassen und abzurechnen. Das beendet die Ära der unflexiblen manuellen Vorbuchung für viele Nutzer.

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Der große Vorteil: spontane Umleitungen sind kein Problem mehr. Bislang musste bei Streckenänderungen mühsam nachgebucht werden. Jetzt berechnet die App die exakte Maut für die tatsächlich gefahrenen Autobahn-Kilometer. Die Zahlung erfolgt automatisch mit der hinterlegten Methode. Nach dem Start im Apple App Store soll noch 2026 eine Android-Version folgen.

Gesetzesänderung macht App-Maut möglich

Die technische Neuerung wurde durch eine Gesetzesnovelle ermöglicht. Im November 2025 beschloss der Bundestag das Vierte Mautrechtsänderungsgesetz. Es erlaubt ausdrücklich die Nutzung von Mobilgeräten zur Mauterhebung.

Ein zentraler Punkt des Gesetzes ist der Datenschutz. Da die App während der Fahrt permanent Standortdaten verarbeitet, legt der Gesetzgeber strenge Regeln für deren Erhebung und Speicherung durch das Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM) fest.

Entlastung für Handwerk und internationale Fahrer

Die App-Lösung kommt besonders kleinen Unternehmen und internationalen Transporteuren zugute. Für sie war die Installation einer festen On-Board-Unit (OBU) im Fahrzeug oft unwirtschaftlich. Die manuelle Buchung über Webportale hingegen war umständlich und unflexibel.

„Der hardware-freie Zugang demokratisiert das deutsche Straßennetz“, urteilen Branchenkenner. Ein ausländisches Transportunternehmen kann seinen Fahrer nun mit einem Firmen-Smartphone sofort losschicken. Das erleichtert den grenzüberschreitenden Verkehr erheblich. Auch für Handwerker und Lieferdienste, deren Fahrzeuge seit Juli 2024 mautpflichtig sind, bietet die App die nötige Flexibilität für unvorhersehbare Stadtfahrten.

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Mautbefreiung für Öko-Laster bis 2031 verlängert

Neben der Digitalisierung setzt die Politik weiter auf finanzielle Anreize für klimafreundliche Antriebe. Die Mautbefreiung für emissionsfreie Nutzfahrzeuge wurde bis zum 30. Juni 2031 verlängert. Das gab der Bundestag bereits im November 2025 zusammen mit dem neuen Mautrecht bekannt.

Das Bundesverkehrsministerium will Speditionen so Planungssicherheit für Investitionen in E- und Wasserstoff-Lkw geben. Der Wegfall der kilometerabhängigen Maut soll die deutlich höheren Anschaffungskosten ausgleichen. Fahrzeuge bis 4,25 Tonnen sind dauerhaft befreit, schwerere Zero-Emission-Laster bis Mitte 2031. Bestandsfahrzeuge werden automatisch im System nachgeführt.

Ausblick auf die vollständige Digitalisierung

Die App-basierte Maut ist ein Meilenstein für die Digitalisierung der Logistik. Sie könnte künftig mit Flottenmanagement-Software verschmelzen und so digitale Frachtpapiere oder grenzüberschreitende Mautsysteme integrieren.

Deutschland setzt mit den Reformen 2026 auf eine Doppelstrategie: Weniger Bürokratie durch digitale Tools und mehr Klimaschutz durch finanzielle Anreize. Damit soll der Güterverkehr wirtschaftlicher und nachhaltiger werden.

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