TKMS Aktie: Wachstumsdynamik spürbar
29.01.2026 - 19:18:30Bei TKMS wird aus Planung langsam Auftrag: Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat für einen wichtigen Fregatten-Vorvertrag grünes Licht gegeben. Das ist kein fertiger Milliardenvertrag – aber ein politisches Signal, dass die Marine wegen Verzögerungen beim F-126-Programm schnell Ersatz beschaffen will. Was heißt das konkret für die Pipeline des Marineschiffbauers?
Fregatten-Vorvertrag: Das steckt drin
Der Haushaltsausschuss genehmigte am 28. Januar einen Vorvertrag für MEKO A-200 Fregatten und gab 50 Millionen Euro für sogenannte Lieferabsicherungsinstrumente frei. Damit soll vor allem die termingerechte Lieferung des ersten Schiffes bis Dezember 2029 abgesichert werden.
Reuters zufolge sind mindestens drei MEKO-Fregatten geplant, jeweils mit rund 1 Milliarde Euro Stückpreis. Bereits im Vorjahr hatte der Haushaltsausschuss 7,8 Milliarden Euro für eine alternative Beschaffungsstrategie bewilligt – ein Hinweis darauf, wie ernst die Zeitachse genommen wird.
Wichtige Fakten im Überblick:
– Genehmigt: Vorvertrag für MEKO A-200 (28.01.2026)
– Freigegeben: 50 Mio. € zur Lieferabsicherung
– Umfang: mindestens drei Schiffe à ~1 Mrd. € (Reuters)
– Zeitplan: erstes Schiff bis Dezember 2029
Warum die Marine Kompromisse akzeptiert
Die MEKO A-200 fällt deutlich kleiner aus als die ursprünglich geplante F-126: rund 4.000 Tonnen gegenüber etwa 10.000 Tonnen. Laut Reuters nimmt die Marine dafür Einschränkungen bei den Hubschrauber-Kapazitäten in Kauf. Hintergrund ist die Dringlichkeit, die mit der russischen Bedrohungslage begründet wird – Geschwindigkeit sticht hier maximale Auslegung.
Für TKMS ist das relevant, weil Beschaffungsentscheidungen in dieser Größenordnung weniger vom Tagesgeschäft abhängen, sondern von Budgetlogik, Zeitdruck und politischer Priorität.
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Kanada: U-Boote plus Industriepaket
Parallel läuft der Blick nach Nordamerika. Reuters berichtete am 21. Januar, TKMS verhandle für die kanadische U-Boot-Ausschreibung mit norwegischen und deutschen Firmen über ein Investitionspaket, das über den Schiffbau hinausgeht. Genannt werden Investitionen in:
– Seltene Erden und Bergbau
– Künstliche Intelligenz
– Batterieproduktion für die Autoindustrie
Allein die U-Boot-Ausschreibung wird auf mehr als 10 Milliarden Euro geschätzt. Kanada will 2026 zwischen TKMS und dem südkoreanischen Konkurrenten Hanwha Ocean entscheiden.
Beim Aktienkurs spiegelt sich der Optimismus der letzten Wochen weiterhin wider: Auf 30 Tage liegt das Plus bei rund 49,8%, der Kurs notiert mit 99,15 € nur knapp unter dem 52‑Wochen‑Hoch von 100,60 €.
Termine: Darauf kommt es als Nächstes an
Konkrete nächste Fixpunkte sind bereits gesetzt: Am 11. Februar 2026 veröffentlicht TKMS die Quartalsmitteilung Q1, am 27. Februar 2026 folgt die Hauptversammlung. Nach dem nun genehmigten Vorvertrag dürften diese Termine besonders interessant werden, weil sie Raum für Einordnung zur weiteren Umsetzung der Beschaffungsstrategie und zur Auftragsdynamik bieten.
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