TK-Studie: Zwei Drittel der Hochschullehrer leiden unter Dauerstress
07.03.2026 - 07:31:23 | boerse-global.deEine neue Studie der Techniker Krankenkasse zeigt alarmierende Zustände an deutschen Hochschulen. Knapp zwei Drittel der befragten Professorinnen und Professoren geben an, häufig oder dauerhaft unter Stress zu leiden. Acht Prozent berichten sogar von einem Burnout in den letzten sechs Monaten.
Arbeitswoche mit 54 Stunden ist die Regel
Die sogenannte PROFESS-Studie, durchgeführt von der LMU München, offenbart ein extremes Arbeitspensum. Im Schnitt arbeiten Hochschulangehörige 54 Stunden pro Woche. Über 85 Prozent sehen ihre Gesundheit durch den Job zumindest teilweise gefährdet.
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Die Belastung schlägt sich direkt auf die Nachtruhe nieder. Eine parallel veröffentlichte globale Schlafumfrage des Unternehmens Resmed bestätigt den Zusammenhang: 42 Prozent der Frauen und 36 Prozent der Männer nennen Stress als Hauptgrund für schlechten Schlaf. Nur an höchstens vier Tagen pro Woche wachen die Deutschen erholt auf.
Warum Dauerstress den Körper ausbremst
Chronischer Stress sabotiert die grundlegende Erholung. Der Körper schüttet permanent das Hormon Cortisol aus, das den Schlafbotenstoff Melatonin blockiert. Die Folge: Einschlafprobleme, nächtliches Grübeln und ein Teufelskreis aus Erschöpfung.
Gesundheitsexperten warnen vor den Langzeitfolgen. Dauerhaft erhöhte Stresslevel steigern das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Stoffwechselstörungen und Depressionen massiv. Der menschliche Körper ist einfach nicht für diese Daueralarmbereitschaft gemacht.
Was Hochschulen ihren Mitarbeitern schuldig bleiben
Die Studie deckt ein massives Versäumnis der Arbeitgeber auf. Rund 40 Prozent der Befragten erhalten keinerlei Unterstützung zur Gesundheitsförderung von ihrer Institution. Nur jeder Fünfte weiß überhaupt von entsprechenden Angeboten.
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Experten fordern ein radikales Umdenken. Flexible Arbeitszeiten reichen nicht aus, wenn das Arbeitspensum unverändert hoch bleibt. Nötig sind niedrigschwelle Beratungsangebote, eine Kultur des offenen Umgangs mit Überlastung und die aktive Gestaltung gesunder Arbeitsbedingungen.
Ein Problem, das Milliarden kostet
Die aktuellen Zahlen sind kein Einzelfall, sondern Teil eines bedenklichen Trends. Stressbedingte Ausfälle und das Arbeiten trotz Erschöpfung – Fachleute sprechen von Präsentismus – verursachen jährlich Milliardenschäden.
Die Tatsache, dass selbst hochmotivierte Wissenschaftler solche Burnout-Raten aufweisen, spricht Bände. Die Analyse zeigt deutlich: Individuelle Resilienztrainings laufen ins Leere, solang die strukturellen Belastungen nicht angepackt werden.
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