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TK-Studie: Professoren leiden unter massivem Stress

11.03.2026 - 05:40:47 | boerse-global.de

Eine aktuelle Studie offenbart alarmierende Stresswerte im akademischen Betrieb. Über 85 Prozent der Befragten sehen ihre Gesundheit durch die hohe Arbeitsbelastung gefährdet.

TK-Studie: Professoren leiden unter massivem Stress - Foto: über boerse-global.de
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Eine neue Studie zeigt: Die psychische Gesundheit von Professorinnen und offensoren in Deutschland ist massiv gefährdet. Die PROFESS-Studie der Techniker Krankenkasse und der LMU München offenbart alarmierende Zahlen zu Stress und Überlastung im akademischen Betrieb.

Über 85 Prozent fühlen sich gefährdet

Die Daten sind eindeutig: Fast zwei Drittel der Befragten (62,7 Prozent) leiden häufig oder dauerhaft unter Stress. Noch drastischer ist die Wahrnehmung der gesundheitlichen Risiken. Über 85 Prozent sehen ihre Gesundheit durch die hohe Arbeitsbelastung zumindest teilweise gefährdet.

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Die Studie basiert auf mehr als 2.000 Antworten von Lehrkräften an 47 staatlichen Hochschulen. Mit durchschnittlich 54 Arbeitsstunden pro Woche erreicht das akademische Personal ein Niveau, das mit dem von Krankenhauspersonal vergleichbar ist. Mentale Erschöpfung, Schlafstörungen und Antriebslosigkeit gehören für viele zum Alltag.

Strukturelle Probleme als Hauptursache

Warum ist der Druck so immens? Die Ursachen liegen in den Rahmenbedingungen des Wissenschaftssystems. Die Aufgabenvielfalt aus Lehre, Forschung, Gremienarbeit und Administration überfordert viele. Gut 80 Prozent empfinden ihre Arbeit als sehr intensiv, 68 Prozent leiden unter permanentem Termindruck.

Interessant: Die Belastung unterscheidet sich deutlich zwischen Hochschulformen und Geschlechtern. An Universitäten liegt das Stresslevel mit knapp 65 Prozent höher als an Hochschulen für angewandte Wissenschaften (57 Prozent). Besonders betroffen sind Professorinnen – fast 74 Prozent klagen über hohe Stresslevel, bei ihren männlichen Kollegen sind es etwa 56 Prozent.

Durchhalten als einzige Strategie?

Wie gehen die Betroffenen mit der Belastung um? Die Antwort ist alarmierend: Fast 60 Prozent geben an, in intensiven Phasen einfach "durchhalten" zu wollen. Gesundheitsexperten warnen vor diesem fehlenden Bewältigungsmechanismus, der das Burnout-Risiko drastisch erhöht.

Gleichzeitig fehlt es an institutioneller Unterstützung. Rund 40 Prozent der Befragten erhalten keinerlei konkrete Hilfe von ihrer Hochschule. Nur ein Fünftel weiß überhaupt, ob sich die eigene Einrichtung für gesundheitsförnde Strukturen engagiert.

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Vorbildfunktion unter Druck

Die Studie zeigt ein systemisches Problem: Die Belastung der Professorenschaft überträgt sich auf das gesamte akademische Umfeld. Knapp 90 Prozent fühlen sich für die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden verantwortlich. Doch fast 45 Prozent räumen ein, aufgrund der eigenen Überlastung kein gutes Vorbild in Sachen Work-Life-Balance zu sein.

Die ständige Erreichbarkeit und der immense Publikationsdruck sind inzwischen normalisiert. Fachartikel werden am Wochenende verfasst, Gutachten im Urlaub erstellt – eine Arbeitskultur, die langfristig kaum tragbar ist.

Weg zur "Gesunden Hochschule"

Was muss sich ändern? Die Studienautoren fordern den Aufbau einer "Gesunden Hochschule". Präventive Maßnahmen und mentale Gesundheit müssen strukturell verankert werden, nicht nur als Randthema behandelt.

Konkret empfehlen sie den Ausbau von Coaching-Angeboten, bessere Arbeitsräume und mehr professionellen Austausch. Die politisch Verantwortlichen stehen unter Druck: Nicht nur Exzellenz in der Forschung ist gefragt, sondern auch ein nachhaltiges, gesundheitsbewusstes Arbeitsumfeld. Nur so lässt sich der Wissenschaftsstandort Deutschland langfristig attraktiv halten.

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