TK-Stressreport, Elternzeit

TK-Stressreport 2025: Elternzeit soll mental stärken

13.01.2026 - 09:25:12

Aufgrund alarmierender Stressdaten fordern Krankenkassen und Experten, die Elternzeit neu auszurichten. Sie soll künftig der mentalen Gesundheitsvorsorge dienen, um Eltern-Burnout zu verhindern.

Gesundheitsverbände fordern eine Neuausrichtung der Elternzeit. Nach alarmierenden Stressdaten aus 2025 soll die Phase künftig der mentalen Prävention dienen. Ein Bündnis aus Krankenkassen und Experten verlangt, Achtsamkeit und Resilienz ähnlich wie Geburtsvorbereitungskurse zu fördern.

Stress bei Eltern erreicht Rekordniveau

Der aktuelle Vorstoß basiert auf dem TK-Stressreport 2025. Demnach fühlen sich zwei Drittel der Menschen in Deutschland häufig gestresst. Besonders betroffen sind Eltern minderjähriger Kinder. Ihr größter Stressfaktor ist der eigene hohe Anspruch.

Eine parallele Studie der Pronova BKK zeigt extreme Versagensängste: 68 Prozent der Eltern aus der “Gen Z” fürchten Erziehungsfehler. Experten warnen vor einer “Perfektionismus-Falle”, die durch soziale Medien befeuert wird und schon vor dem Schulalter der Kinder in den Burnout führen kann.

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Ungleiche Verteilung des “Mental Load”

Die psychische Belastung bleibt laut einer Studie der hkk Krankenkasse ungleich verteilt. Während sich 62 Prozent der Mütter durch das ständige Organisieren stark belastet fühlen, sind es bei Vätern nur 31 Prozent.

Das Müttergenesungswerk (MGW) verzeichnete zuletzt einen Rekordbedarf an Kuren. Die Wartelisten sind lang. Die Botschaft der Experten ist klar: Die Hilfe muss früher ansetzen, bevor die Erschöpfung chronisch wird.

Digitale Hilfe und bürokratische Entlastung

Als Reaktion auf den Druck hat der Gesetzgeber erste Schritte eingeleitet. Seit Januar 2026 ist die Beantragung von Elterngeld und Elternzeit deutlich vereinfacht. Anträge können nun weitgehend digital gestellt werden.

Gleichzeitig wächst der Markt für mentale Wellness-Apps. Anwendungen wie Headspace oder Calm bieten zunehmend KI-gestützte Coachings für Eltern. Krankenkassen prüfen derzeit, ob sie solche digitalen Achtsamkeitsprogramme als erstattungsfähige Präventionskurse anerkennen.

Ist Achtsamkeit nur Symptombekämpfung?

Mediziner begrüßen den Fokus auf mentale Gesundheit, sehen darin aber kein Allheilmittel. Ohne eine bessere Kinderbetreuungsinfrastruktur und flexiblere Arbeitsmodelle bleibe Achtsamkeitstraining reine Symptombekämpfung, so die Kritik von Soziologen.

Die steigenden Kosten für stressbedingte Erkrankungen zwingen die Krankenkassen jedoch zum Handeln. Prävention in der Elternzeit wird so auch zu einer wirtschaftlichen Notwendigkeit.

Was kommt 2026?

Für das laufende Jahr erwarten Beobachter konkrete politische Vorstöße. Das Bundesfamilienministerium könnte eine Initiative starten, die mentale Gesundheit explizit in die Förderung von Familienzentren aufnimmt.

Experten prognostizieren zudem, dass bis Mitte 2026 die ersten spezifischen “Eltern-Burnout-Präventions-Apps” auf Rezept verfügbar sein könnten. Die entscheidende Frage der kommenden Monate bleibt: Werden die politischen Rahmenbedingungen schnell genug an die neue Realität angepasst?

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