TK-Daten, Psychische

TK-Daten: Psychische Erkrankungen treiben Fehltage auf Rekordhoch

18.02.2026 - 16:09:12 | boerse-global.de

TK-Daten zeigen Rekord bei Fehltagen durch psychische Leiden. Die Bundesregierung startet eine Jugend-Strategie, während die Belastung zum Wirtschaftsfaktor wird.

Die Fehltage wegen psychischer Leiden in Deutschland steigen erneut auf einen Höchststand. Das zeigen aktuelle Daten der Techniker Krankenkasse (TK) für 2025. Gleichzeitig startet die Bundesregierung die Umsetzung einer neuen Strategie für die mentale Gesundheit junger Menschen.

Körperlich gesünder, psychisch belasteter

Die Zahlen der TK zeichnen ein gespaltenes Bild: Zwar sank der allgemeine Krankenstand 2025 leicht. Jedes Mitglied war durchschnittlich 18,6 Tage krankgeschrieben, 2024 waren es noch 19,1 Tage. Grund ist das Abflauen großer Erkältungswellen.

Doch parallel öffnet sich die Schere bei der psychischen Gesundheit. Die Fehltage aufgrund von Diagnosen wie Depressionen oder Angststörungen kletterten auf einen neuen Rekordwert.

  • 2025: 3,81 Fehltage pro Kopf
  • 2024: 3,75 Fehltage pro Kopf
  • 2023: 3,59 Fehltage pro Kopf

„Die Diskussion über den Krankenstand darf sich nicht nur auf kurzfristige Ausfälle verengen“, warnt TK-Chef Jens Baas. Psychische Erkrankungen führten oft zu langen Ausfallzeiten – eine enorme Belastung für Betroffene und Unternehmen.

Regierung startet Jugend-Strategie

Als Antwort auf die anhaltend hohen Belastungen, besonders bei Jüngeren, geht die Bundesregierung jetzt in die Umsetzung. Die Strategie „Mentale Gesundheit für junge Menschen“ soll 2026 mit konkreten Schritten starten.

Im Fokus steht eine bessere Vernetzung von Schulen, Jugendhilfe und Gesundheitswesen. Ziel ist es, Hilfsangebote niedrigschwelliger zu machen und Probleme wie Überlastung oder Mobbing früher zu erkennen. Die Politik reagiert damit auf Fachleute, die seit Jahren vor den Belastungen der „Generation Dauerkrise“ warnen.

Ein Drittel der Bevölkerung fühlt sich betroffen

Dass es sich nicht um ein Randphänomen handelt, belegen andere Studien. Der AXA Mental Health Report 2025 zeigt: Rund 34 Prozent der Menschen in Deutschland fühlen sich von psychischen Erkrankungen betroffen.

Besonders alarmierend sind die Werte bei den unter 25-Jährigen. Fast die Hälfte von ihnen empfindet den ständigen Nachrichtenkonsum und die Dynamik in Sozialen Medien als große mentale Belastung. Diese digitale Dauervernetzung, gepaart mit Zukunftsängsten, schafft einen Nährboden für Stress, der kaum zu bewältigen ist.

Prävention wird zum Wirtschaftsthema

Die Debatte verlagert sich 2026 zunehmend: Psychische Gesundheit ist kein rein medizinisches Thema mehr, sondern ein harter Wirtschaftsfaktor. Im Fachkräftemangel können sich Unternehmen lange Ausfälle kaum leisten.

Beobachter erwarten, dass Firmen verstärkt in echtes Gesundheitsmanagement investieren – über den symbolischen Obstkorb hinaus. Gefragt sind Konzepte zur Stressreduktion, flexible Arbeitsmodelle und eine Kultur, die psychische Belastungen nicht länger tabuisiert. Die neuen TK-Zahlen sind ein deutlicher Weckruf.

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