TikTok-Betrüger nutzen Weihnachten für Job-Falle
26.12.2025 - 08:51:12Eine massive Betrugswelle überschattet die Weihnachtsfeiertage. Kriminelle locken tausende Nutzer über WhatsApp und Telegram in gefälschte TikTok-Jobs. Die Masche verspricht bis zu 800 Euro Tagesverdienst für simples Liken von Videos – und endet mit geleerten Konten.
Sicherheitsexperten schlagen Alarm: Die aktuelle Kampagne zielt gezielt auf Europa und den Nahen Osten ab. Besonders perfide: Die Täter nutzen die entspannte Stimmung “zwischen den Jahren” und den finanziellen Druck nach den Weihnachtseinkäufen aus.
Die Betrüger gehen äußerst methodisch vor. Nutzer werden ungefragt in WhatsApp-Gruppen hinzugefügt oder erhalten Direktnachrichten von angeblichen Personalvermittlern. Diese geben sich als Mitarbeiter von TikTok oder dessen Mutterkonzern ByteDance aus.
Passend zum Thema: Wenn Sie per WhatsApp oder Telegram auf dubiose Jobangebote angesprochen werden, kann ein Umstieg auf einen Messenger mit stärkeren Privatsphäre-Einstellungen helfen. Der kostenlose Telegram-Startpaket-Report erklärt in klaren Schritten, wie Sie Telegram sicher einrichten, Ihre Nummer verbergen, geheime Chats und Verschlüsselung nutzen sowie unerwünschte Gruppen und Einladungen blockieren. Praktische Screenshots und verständliche Tipps machen den Wechsel einfach – ideal für alle, die ihre Chats schützen wollen. Telegram jetzt sicher einrichten
Der Ablauf folgt einem psychologisch raffinierten Muster:
* Köder: Das Opfer erhält ein Jobangebot als “TikTok Marketing Partner”
* Anfütterung: Für erste Aufgaben gibt es kleine Geldbeträge (5-20 Euro)
* Falle: In “VIP-Gruppen” werden dann Vorauszahlungen gefordert
* Verlust: Nach Überweisung von 100-1.000 Euro bricht der Kontakt ab
Sicherheitsforscher von Group-IB enthüllten am Heiligabend die Details dieser “koordinierte Multi-Step-Operation”. Die Täter nutzen professionell gestaltete Anzeigen auf Facebook, Instagram und TikTok selbst, um Opfer zunächst auf legitimen Plattformen zu ködern.
KI macht Betrug schwer erkennbar
Die aktuelle Welle unterscheidet sich von früheren Attacken durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz. Die Betrüger setzen inzwischen KI-gestützte Chatbots ein, die in fehlerfreiem Deutsch kommunizieren.
Frühere Erkennungsmerkmale wie schlechte Grammatik oder unlogische Antworten fallen damit weg. Sogar Deepfake-Sprachnachrichten von angeblichen “Managern” kursieren bereits in den Betrugsgruppen.
Besonders junge Erwachsene zwischen 16 und 25 Jahren sind im Visier der Täter. Sie kombinieren die Affinität dieser Generation zu TikTok mit dem Wunsch nach schnellem, digitalem Einkommen.
Warum die Weihnachtszeit so gefährlich ist
Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Viele Menschen sind im Urlaub, die Wachsamkeit sinkt. Gleichzeitig suchen einige nach Möglichkeiten, die Weihnachtsausgaben wieder hereinzuholen.
Branchenbeobachter sehen Parallelen zum klassischen “Enkeltrick” – nur mit neuer Zielgruppe und modernen Mitteln. Statt Senioren am Festnetz werden nun junge Erwachsene über Messenger attackiert.
Die Plattformen selbst stehen unter Druck. Meta löschte im ersten Halbjahr 2025 weltweit über 6,8 Millionen betrügerische WhatsApp-Accounts. Doch die Neuerstellung erfolgt oft schneller, als die Algorithmen reagieren können.
Das droht Nutzern 2026
Experten erwarten, dass diese Betrugsform auch im neuen Jahr dominieren wird. Die Täter passen ihre Strategien kontinuierlich an:
- Neue Plattformen: Neben WhatsApp rücken Signal oder Discord in den Fokus
- Kryptowährungen: Zahlungen in USDT/Tether werden zunehmen
- Identitätsdiebstahl: Die Forderung nach Ausweiskopien zur “Verifizierung” steigt
Die organisierte Kriminalität nutzt eine geteilte Infrastruktur. Verschiedene Gruppen arbeiten mit denselben Skripten, gefälschten Dashboards und Geldwäsche-Netzwerken.
So schützen Sie sich vor der Job-Falle
Verbraucherschützer und Polizei geben klare Handlungsempfehlungen:
* Ignorieren Sie Jobangebote von unbekannten Nummern über Messenger
* Zahlen Sie nie Vorkasse – seriöse Arbeitgeber verlangen kein Geld
* Prüfen Sie Firmenangaben im Handelsregister
* Melden Sie verdächtige Nummern über die WhatsApp-Funktion
Die goldene Regel bleibt: Wenn ein Angebot zu gut klingt, um wahr zu sein – besonders auf dem Smartphone –, dann ist es das mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch.
PS: Viele Betrugsfälle starten in überfüllten oder schlecht gesicherten Chat-Gruppen – unser Gratis-Report zeigt, wie Sie in wenigen Minuten Ihre Privatsphäre stärken und typische Social-Engineering-Tricks entlarven. Mit konkreten Einstellungen gegen unerwünschte Kontakte, Hinweisen zur Erkennung gefälschter Personalvermittler und einer praktischen Checkliste für sichere Kommunikation reduzieren Sie deutlich das Risiko, in Task-Scams hineingezogen zu werden. Gratis-Report: Telegram sicher nutzen


