Thyssenkrupp, Zölle

Thyssenkrupp: Zölle auf 50 Prozent ab Juli

27.04.2026 - 14:29:56 | boerse-global.de

Thyssenkrupp treibt die Restrukturierung voran: Jindal Steel prüft Stahlübernahme, Börsengänge für Materials Services und TK Elevator sind geplant.

Thyssenkrupp: Zölle auf 50 Prozent ab Juli - Foto: über boerse-global.de
Thyssenkrupp: Zölle auf 50 Prozent ab Juli - Foto: über boerse-global.de

Offiziell herrscht bei Thyssenkrupp derzeit Funkstille. Der Industriekonzern befindet sich vor den anstehenden Halbjahreszahlen in einer strikten Kommunikationssperre. Hinter den Kulissen arbeitet das Management allerdings an weitreichenden Entscheidungen, um den festgefahrenen Umbau der Stahlsparte und des Handelsteils Materials Services zu beschleunigen.

Verhandlungen um die Stahlsparte

Nach dem überraschenden Ausstieg des tschechischen Investors Daniel Kretinsky im vergangenen Herbst rückt eine alternative Lösung in den Fokus. Der indische Konzern Jindal Steel International prüft derzeit die Bücher für eine mögliche Komplettübernahme. Marktbeobachter rechnen nach Abschluss dieser Prüfung in naher Zukunft mit einem verbindlichen Angebot. Ein zentraler Knackpunkt der Verhandlungen dürften die milliardenschweren Pensionsverpflichtungen bleiben.

Parallel dazu treibt der Vorstand die Verselbstständigung der Handelssparte Materials Services voran. Für den kommenden Herbst visieren die Essener einen Börsengang oder eine Abspaltung an. Finanzvorstand Axel Hamann trimmt die Logistikkette dafür bereits mittels Künstlicher Intelligenz auf Effizienz, um das Geschäft für den Kapitalmarkt attraktiv zu positionieren.

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Zusätzliche Liquidität könnte die Beteiligung an der ehemaligen Aufzugstochter TK Elevator liefern. Die Haupteigentümer prüfen für die zweite Jahreshälfte einen Börsengang, der das Unternehmen mit bis zu 25 Milliarden Euro bewerten könnte. Ein solcher Schritt würde Thyssenkrupp beim weiteren Konzernumbau und dem Schuldenabbau spürbar entlasten.

Gegenwind aus Asien und regulatorische Hilfe

Im operativen Geschäft kämpft der Konzern weiterhin mit massivem Importdruck aus Asien. Am französischen Standort Isbergues ruht die Produktion von Elektrostahl über die Sommermonate komplett. Linderung verspricht eine neue EU-Regelung: Ab Anfang Juli verdoppeln sich die Schutzzölle auf Stahlimporte auf bis zu 50 Prozent. Dies verschafft der angeschlagenen Branche dringend benötigten Spielraum für die klimaneutrale Transformation.

Am Aktienmarkt überwiegt nach einer längeren Durststrecke wieder der Optimismus. Zwar verzeichnet das Papier seit Jahresbeginn noch ein leichtes Minus, auf Monatssicht steht jedoch ein Plus von 21 Prozent auf aktuell 9,03 Euro. Analyst Tommaso Castello von Jefferies sieht weiteres Potenzial und rät mit einem Kursziel von 13 Euro weiterhin zum Kauf.

Fakten zur aktuellen finanziellen Lage liefert Thyssenkrupp am 12. Mai. Die anstehenden Halbjahreszahlen werden den Investoren zeigen, in welchem Ausmaß die laufenden Restrukturierungskosten das operative Ergebnis des abgelaufenen Quartals belastet haben.

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