Thyssenkrupp, Aktie

Thyssenkrupp Aktie: Umbau im Krisenmodus

03.04.2026 - 15:44:20 | boerse-global.de

Thyssenkrupp schließt Verkauf der Automatisierungssparte ab, während Produktionsstopps in Frankreich und Millionenverluste bei der Wasserstofftochter den Konzern belasten. Der Kurs ist seit Herbst stark gefallen.

Thyssenkrupp Aktie: Umbau im Krisenmodus - Foto: über boerse-global.de

Während Thyssenkrupp beim Konzernumbau planmäßig Geschäftsteile abstößt, brennt es im operativen Kerngeschäft an mehreren Ecken. Ein vollständiger Produktionsstopp in Frankreich und drohende Millionenverluste bei der Wasserstofftochter Nucera überschatten den erfolgreichen Verkauf der Automatisierungssparte. Der Kursverlust von rund 40 Prozent seit vergangenem Oktober spiegelt das Dilemma der Anleger wider.

Fokus auf das Kerngeschäft

Den Verkauf der Sparte Automation Engineering an die Münchner Agile Robots SE hat der Essener Industriekonzern nun formell abgeschlossen. Rund 650 Mitarbeiter und zehn internationale Standorte wechseln den Besitzer und agieren künftig unter dem Namen Krause Automation am Markt. Für die Automotive-Sparte von Thyssenkrupp markiert der Deal einen wichtigen Schritt der im Juli 2025 beschlossenen Optimierungsstrategie. Das Management konzentriert sich hier fortan auf Fahrwerksysteme, Komponenten, das Aftermarket-Geschäft sowie Schmiedeoperationen.

Stahlsparte zieht die Notbremse

Die Fortschritte im Portfolio-Umbau rücken angesichts der massiven Probleme im Stahlgeschäft jedoch in den Hintergrund. Billigimporte aus Asien setzen den europäischen Markt für Elektrostahl extrem unter Druck. Thyssenkrupp reagiert drastisch: Am Standort Isbergues in Nordfrankreich, der bereits seit Januar nur mit halber Kraft läuft, werden die Bänder von Juni bis September komplett stillstehen. Insgesamt stehen 1.200 Arbeitsplätze in Deutschland und Frankreich auf dem Spiel. Das Unternehmen fordert von der EU-Kommission vehement wirksame Schutzmaßnahmen.

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Politische Entscheidungen rücken näher

Entlastung könnte aus Brüssel kommen. Derzeit laufen Trilog-Verhandlungen über eine Reduzierung der EU-Importquoten um 47 Prozent und eine Verdopplung des Schutzzolls auf 50 Prozent. Treten diese Regeln wie geplant zum 1. Juli 2026 in Kraft, erhielte die Stahlsparte dringend benötigten finanziellen Spielraum. Parallel dazu belastet die Wasserstofftochter Nucera die Konzernbilanz. Nach einer Gewinnwarnung Mitte März rechnet diese im laufenden Geschäftsjahr mit einem operativen Verlust zwischen 30 und 80 Millionen Euro statt der zuvor angepeilten schwarzen Null.

Der anstehende Zwischenbericht am 12. Mai 2026 wird die nächsten harten Fakten zur finanziellen Belastbarkeit des Gesamtkonzerns liefern. Bis zur endgültigen Entscheidung der EU über die neuen Stahlimportzölle im Sommer bleibt das regulatorische Umfeld für Thyssenkrupp der entscheidende Risikofaktor.

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