Thyssenkrupp Aktie: Optionsmarkt setzt 9,80 bis 11,20 Euro
24.06.2026 - 04:48:19 | boerse-global.de
Zwischen 9,80 € und 11,20 € — so eng hat der Optionsmarkt den Bewegungsraum für Thyssenkrupp bis August abgesteckt. Bloomberg meldete am Dienstag auffällige Blockgeschäfte auf die Aktie. Professionelle Marktteilnehmer positionieren sich auf beiden Seiten.
Zwei Preiszonen im Fokus
Konkret wurden August-Calls mit einem Basispreis von 11,20 € in einem Block von 20.000 Kontrakten gehandelt. Auf der Unterseite gingen August-Puts mit einem Basispreis von 9,80 € in einem Volumen von 15.000 Kontrakten zu 0,595 € um. Bloomberg ordnete beide Transaktionen als neue Positionen ein.
Der Schlusskurs vom Dienstag lag bei 10,70 €. Die Aktie notiert damit genau zwischen den beiden Optionsmarken. Auf 30-Tage-Sicht verlor sie 5,52 %, seit Jahresanfang steht aber ein Plus von 10,58 %.
Die Transaktionen fallen in ein ruhiges europäisches Optionsumfeld. Das Volumen bei Euro-Stoxx-50-Optionen lag am 22. Juni auf dem niedrigsten Niveau seit dem 28. April.
Charttechnik stützt, Abstand nach oben bleibt groß
Charttechnisch notiert die Aktie oberhalb aller wichtigen Durchschnittswerte. Der 50-Tage-Durchschnitt liegt bei 10,44 €, der 200-Tage-Durchschnitt bei 10,03 €. Der RSI von 47,2 signalisiert weder überkaufte noch überverkaufte Lage.
Zum 52-Wochen-Hoch von 13,24 € fehlen allerdings noch 19 %. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität von 38,72 % zeigt, dass größere Schwankungen bei dem Industriewert keine Ausnahme sind.
Operatives Bild: besser als Vorjahr, Ausblick bleibt vorsichtig
Der Derivateimpuls trifft auf einen Konzern mit zuletzt deutlich verbesserter Ertragslage. Im zweiten Quartal 2025/2026 stieg der Auftragseingang auf 10,6 Mrd. € — ein Plus von 32 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Das bereinigte EBIT kletterte auf 198 Mio. € nach 19 Mio. € im Vorjahr. Der Umsatz lag mit 8,4 Mrd. € leicht unter Vorjahr.
Für das Gesamtjahr bestätigte Thyssenkrupp seine Prognose. Das bereinigte EBIT soll zwischen 500 und 900 Mio. € landen. Beim Free Cashflow vor M&A erwartet der Konzern –600 bis –300 Mio. €, beim Jahresüberschuss –800 bis –400 Mio. €. Die Umsatzerwartung passte er auf –3 % bis 0 % gegenüber Vorjahr an.
Die Optionsdaten ersetzen keine Unternehmensnachricht. Sie zeigen aber, wo Profis bis August Bewegungsräume absichern oder auf Kursausschläge setzen. Ob das operative Momentum den bestätigten Ausblick trägt, entscheidet sich mit den nächsten Quartalszahlen im Herbst.
Thyssenkrupp-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Thyssenkrupp-Analyse vom 24. Juni liefert die Antwort:
Die neusten Thyssenkrupp-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Thyssenkrupp-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 24. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Thyssenkrupp: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
