Thyssenkrupp, Aktie

Thyssenkrupp Aktie: Nucera-Umsatz fällt auf 50 Millionen

16.05.2026 - 20:26:58 | boerse-global.de

Thyssenkrupp kämpft mit schwachen Nucera-Zahlen, setzt aber auf Portfoliobereinigung und Stahlhoffnung als Kurstreiber.

Thyssenkrupp Aktie: Nucera-Umsatz fällt auf 50 Millionen - Foto: über boerse-global.de
Thyssenkrupp Aktie: Nucera-Umsatz fällt auf 50 Millionen - Foto: über boerse-global.de

Starke Monatsbilanz, schwacher Wochenschluss: Bei Thyssenkrupp prallen gerade zwei Geschichten aufeinander. Kurzfristig belastet die Enttäuschung bei der Wasserstofftochter Nucera. Mittelfristig treibt der geplante Konzernumbau weiter die Bewertung.

Die Aktie schloss am Freitag bei 10,55 Euro und verlor 1,91 Prozent. Auf Sicht von 30 Tagen bleibt dennoch ein Plus von 19,64 Prozent. Der Rücksetzer wirkt damit eher wie ein Belastungstest nach der Rally als wie ein Bruch der gesamten Bewegung.

Nucera bremst die Erholung

Der Auslöser lag bei thyssenkrupp nucera. Der Elektrolysespezialist setzte im abgelaufenen Quartal nur noch 50 Millionen Euro um, nach 216 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Besonders das Geschäft mit grünem Wasserstoff litt unter technischen Bilanzierungseffekten bei der Umsatzrealisierung nach Fertigstellungsgrad.

Das Problem: Der Markt hatte deutlich mehr erwartet. Die Analystenprognose lag bei 140 Millionen Euro Umsatz, der Verlust je Aktie bei minus 0,50 Euro. Für die Mutter ist das unangenehm, weil Nucera eigentlich als Zukunftsbaustein im Konzern wahrgenommen wird.

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Portfolio bleibt der Hebel

Der größere Kurstreiber liegt aber weiter im Umbau der Gruppe. Die Citigroup hob ihre Zielmarke nach den Zahlen an und verweist auf mögliche Werttreiber aus der Portfoliobereinigung. Im Zentrum stehen die geplante Abspaltung von Materials Services und die Monetarisierung des Anteils am Aufzuggeschäft.

Bei Materials Services liegen mehrere Optionen auf dem Tisch: Abspaltung, Börsengang oder Verkauf. Auch eine Umwandlung in eine KGaA wird geprüft, um bei einem Teilverkauf Kontrolle zu behalten. Ein Börsengang könnte im Herbst möglich werden.

Die Sparte ist kein Randgeschäft. Materials Services erzielte im vergangenen Geschäftsjahr 11,4 Milliarden Euro Umsatz und beschäftigt mehr als 15.000 Menschen. Genau deshalb wäre eine Neuaufstellung für die Bewertung des Konzerns relevant.

Stahl und TKMS liefern Zusatzfantasie

Auch die Stahlsparte bekommt wieder mehr Gewicht. CFO Axel Hamann erhöhte den Buchwert von Steel Europe von 2,4 Milliarden Euro auf 3 Milliarden Euro. Dahinter stehen bessere regulatorische Rahmenbedingungen und die Hoffnung auf einen stabileren europäischen Stahlmarkt.

Ab Mitte kommenden Jahres sollen die zollfreien Stahl-Importquoten der EU um 47 Prozent auf 18,3 Millionen Tonnen sinken. Für zusätzliche Mengen ist ein Strafzoll von 50 Prozent vorgesehen. Für Thyssenkrupp wäre das ein Vorteil im Heimatmarkt.

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Ein weiterer möglicher Treiber liegt bei TKMS. Thyssenkrupp hat ein Angebot für ein kanadisches U-Boot-Programm im Wert von mehr als 10 Milliarden Euro eingereicht. Ein Zuschlag würde den strategischen Wert der Marinesparte deutlich sichtbarer machen.

Finanziell hat der Konzern Spielraum. Die verfügbare Liquidität liegt bei 4,6 Milliarden Euro, der Jahresüberschuss wird weiter zwischen minus 800 und minus 400 Millionen Euro erwartet. Die Umsatzprognose wurde leicht gesenkt; nun reicht die Spanne von einem Rückgang um 3 Prozent bis zur Stagnation.

JPMorgan bleibt mit einem Kursziel von 11,80 Euro neutral. Technisch rückt nun die Unterstützung am langfristigen Durchschnitt bei 9,87 Euro in den Blick. Hält dieser Bereich, bleibt die jüngste Aufwärtsbewegung intakt; ein Bruch darunter würde den Umbau-Trade spürbar abkühlen.

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