Thyssenkrupp Aktie: Materials Services Spin-off rückt näher
19.05.2026 - 00:41:45 | boerse-global.deAuf dem Papier nimmt der Umbau von Thyssenkrupp Form an. Der Weg von einem klassischen Industriekonzern zu einer reinen Finanzholding wird konkreter. Im operativen Tagesgeschäft kämpfen die Essener allerdings an mehreren Fronten.
Abspaltung rückt näher
Das Management hält an der geplanten Verselbstständigung der Werkstoff-Handelssparte Materials Services fest. Ein Spin-off wird aktuell vorbereitet. Die Einheit verzeichnete zuletzt besonders im nordamerikanischen Lagergeschäft eine positive Entwicklung. Parallel dazu sollen weitere Geschäftseinheiten wie Rothe Erde oder Polysius künftig deutlich eigenständiger agieren.
Gegenwind bei Nucera und im Autogeschäft
Die Wasserstoff-Tochter Nucera trübt indes das Bild. Im zweiten Quartal weitete sich der Nettoverlust auf 64 Millionen Euro aus. Als Reaktion verhängte das Unternehmen einen Einstellungsstopp in Hochkostenländern und reduzierte die Arbeitszeiten in Deutschland. Ab dem Geschäftsjahr 2026/2027 soll dies jährliche Einsparungen von rund 25 Millionen Euro bringen.
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Auch konzernweit drückt das Umfeld auf die Stimmung. Die anhaltende Schwäche im Automobilsektor zwingt den Vorstand zu einer Anpassung der Umsatzprognose. Für das Geschäftsjahr 2025/26 erwartet Thyssenkrupp nun einen Rückgang von bis zu drei Prozent. Zuvor stand noch eine Stabilisierung in Aussicht.
Solide Bilanz trifft auf heiße Aktie
Finanziell ist der Konzern für den Umbau gerüstet. Die verfügbare Liquidität beläuft sich auf 4,6 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis übertraf im zweiten Quartal mit 198 Millionen Euro die Erwartungen. Ein Schwachpunkt bleibt der freie Cashflow vor M&A, der durch hohe Umbaukosten mit bis zu 600 Millionen Euro negativ ausfallen dürfte.
An der Börse überwiegt die Hoffnung auf eine erfolgreiche Restrukturierung. Die Aktie notiert am Montag bei 10,50 Euro und verzeichnet auf Monatssicht ein Plus von gut 13 Prozent. Charttechnisch ist das Papier mit einem RSI-Wert von 73 mittlerweile überkauft. Analysten von Jefferies bestätigten kürzlich ihr Kaufrating und werten die geplanten Abspaltungen als wesentlichen Kurstreiber.
Der Fokus verlagert sich nun auf die finale Umsetzung des Materials-Services-Spin-offs. Liefert das Management hier in den kommenden Monaten belastbare Zeitpläne, rücken die operativen Belastungen vorerst in den Hintergrund.
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