Thyssenkrupp, Aktie

Thyssenkrupp Aktie: Jefferies sieht 23 Prozent Aufschlag

21.06.2026 - 04:45:37 | boerse-global.de

Thyssenkrupp treibt Börsengang der Werkstoffsparte voran, während der Aktienkurs charttechnisch unter Druck gerät und wichtige Unterstützungen testet.

Thyssenkrupp Aktie: Spin-off-Pläne und charttechnische Risiken
Thyssenkrupp - Nahaufnahme eines Stahlträgers mit einer dezenten, aufsteigenden Diagrammlinie und einem verschwommenen Industriegelände im Hintergrund. 21.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Sieben Prozent Minus in einer Woche — und ausgerechnet jetzt konkretisiert Thyssenkrupp den Börsengang seiner Werkstoffsparte. Der Konzern steckt mitten im Umbau, während der Kurs technisch unter Druck gerät.

Charttechnik: Drei Durchschnitte als Netz

Mit 10,51 € schloss die Aktie am Freitag knapp über dem 50-Tage-Durchschnitt bei 10,36 €. Fällt dieser Level, wartet eine doppelte Unterstützung: Der 100-Tage-Schnitt liegt bei 10,00 €, der 200-Tage-Schnitt bei 10,04 €. Beide Linien bilden ein enges Cluster — ein Bruch darunter wäre ein klares Warnsignal.

Der RSI auf 14-Tage-Basis steht bei 44,0. Überverkauft ist die Aktie damit noch nicht. Trotz der jüngsten Schwäche liegt das Papier seit Jahresbeginn rund neun Prozent im Plus.

Werkstoffsparte vor dem Börsengang

Das strategisch bedeutsamere Thema ist der geplante Spin-off. Der Aufsichtsrat hat der Abspaltung der Werkstoffsparte bereits zugestimmt. Unter dem neuen Namen „tk accelis" soll die frühere Materials-Services-Sparte an die Börse. JPMorgan bewertet die Aktie nach dieser Ankündigung mit „Neutral" und einem Kursziel von 11,80 €.

Jefferies bleibt optimistischer. Das Analysehaus hält an „Buy" fest und sieht das Kursziel bei 13,00 € — rund 23 Prozent über dem aktuellen Kurs.

Intersolar als Kurzfrist-Impuls

In der kommenden Woche ist Thyssenkrupp Steel auf der Fachmesse Intersolar Europe in München präsent. Die Stahlsparte zeigt dort Lösungen für die Solarwirtschaft. Fortschritte bei Spezialstählen für erneuerbare Energien gelten als einer der zentralen Wachstumstreiber — die Transformation zu grünem Stahl bleibt ein langfristiges Kursargument.

Ob die Intersolar-Präsenz kurzfristig Impulse setzt, hängt davon ab, wie konkret Thyssenkrupp Steel neue Aufträge oder Partnerschaften kommuniziert. Der nächste harte Prüfstein ist technischer Natur: Hält der SMA-50 bei 10,36 €, stabilisiert sich das Bild. Bricht er, rückt das Cluster bei 10,00 bis 10,04 € ins Blickfeld.

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