Thyssenkrupp Aktie: Jefferies senkt 2026er EBIT um 2 Prozent
28.04.2026 - 00:19:45 | boerse-global.deIm Umbau von Thyssenkrupp reiht sich derzeit Baustelle an Baustelle. Während die Konzernführung um eine neue Struktur ringt, spiegelt der Aktienkurs die anhaltende Unsicherheit wider. Am Montag schloss die Aktie bei 8,94 Euro und verzeichnete damit ein Tagesplus von 1,34 Prozent. Seit Jahresbeginn steht allerdings ein Minus von knapp acht Prozent auf der Anzeigetafel.
Analysten justieren die Prognosen
Das Analysehaus Jefferies hat seine Gewinnschätzungen für den Industriekonzern überarbeitet. Die Experten senkten ihre EBIT-Prognose für das laufende Geschäftsjahr leicht auf 830 Millionen Euro. Damit liegen sie weiterhin spürbar über dem aktuellen Marktkonsens von 794 Millionen Euro. Als Grund für die Vorsicht nennen die Analysten geopolitische Spannungen und die anhaltend schwierige Lage in der Stahlsparte.
Für das kommende Jahr 2027 zeigt sich Jefferies wieder optimistischer und hob die operativen Schätzungen an. Das Kursziel von 13 Euro sowie die Kaufempfehlung bleiben bestehen. Marktbeobachter werten dies als Indiz, dass die langfristige Transformation intakt sein könnte, auch wenn der Weg dorthin steinig verläuft.
Hängepartie bei Steel Europe
Ein zentraler Bremsklotz bleibt die strategische Neuausrichtung des Stahlgeschäfts. Die Verhandlungen mit Jindal Steel International über einen Teilverkauf von Steel Europe stecken laut aktuellen Berichten fest. Eine zeitnahe Einigung rückt in weite Ferne. Das hält die Unsicherheit über die künftige Konzernstruktur aufrecht.
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Parallel dazu belasten hohe Restrukturierungskosten die Bilanz der Stahltochter. Experten kalkulieren für dieses Jahr mit Sonderlasten in Höhe von rund 800 Millionen Euro. Im gleichen Schritt treibt das Management den Ausstieg aus den Hüttenwerken Krupp-Mannesmann (HKM) voran. Dieser Prozess soll bis Juni 2026 abgeschlossen sein.
Gegenwind von der Wasserstoff-Tochter
Zusätzlicher Druck auf das Sentiment kommt von Thyssenkrupp Nucera. Die Deutsche Bank stufte den Wasserstoff-Spezialisten auf "Halten" ab und reduzierte das Kursziel auf 10 Euro. Eine schwache Auftragslage und die Nachwirkungen einer Gewinnwarnung aus dem Frühjahr sorgten für einen Kursrutsch der Nucera-Aktie von über drei Prozent. Diese Schwäche färbt unweigerlich auf die Wahrnehmung der Muttergesellschaft ab.
Trotz dieser operativen Hürden hält Thyssenkrupp an seinen großen Transformationsprojekten fest. Das milliardenschwere DRI-Projekt zur wasserstoffbasierten Stahlproduktion in Duisburg läuft weiter. Rund 70 Prozent der Kosten sind durch öffentliche Fördergelder gedeckt.
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Die Erreichung der mittelfristigen Konzernziele hängt nun massiv an der Klärung der Stahl-Situation. Solange die Verhandlungen mit Jindal Steel nicht wieder an Fahrt aufnehmen oder der geplante HKM-Ausstieg bis Mitte 2026 konkrete Formen annimmt, fehlt der Aktie ein fundamentaler Treiber für eine nachhaltige Aufwärtsbewegung.
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