Thyssenkrupp Aktie: Isbergues steht still
27.03.2026 - 23:33:18 | boerse-global.deDer Druck auf Thyssenkrupp Electrical Steel wächst weiter. Die Tochtergesellschaft des Industriekonzerns legt ihren französischen Standort Isbergues von Juni bis September vollständig still — rund 600 Beschäftigte sind betroffen. Der Grund: eine anhaltende Flut von Billig-Elektroband aus Asien, die das Unternehmen selbst als „ruinös" bezeichnet.
Importmengen verdreifacht
Die Situation in Isbergues hat sich schrittweise zugespitzt. Bereits Ende 2025 mussten die Standorte Gelsenkirchen und Isbergues für einen halben Monat die Produktion unterbrechen. Seit Januar 2026 lief Isbergues nur noch auf halber Kapazität. Nun folgt die vollständige Stilllegung für vier Monate.
Der Hintergrund ist gravierend: Die Importmengen von Elektroband in die EU haben sich seit 2022 verdreifacht. Thyssenkrupp führt nach eigenen Angaben Gespräche mit der Europäischen Kommission und drängt auf rasche Handelsschutzmaßnahmen. Die betroffenen Mitarbeiter sollen währenddessen Unterstützung vom französischen Staat erhalten.
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Transformation trotz Gegenwind
Abseits des Stahldrucks liefert Thyssenkrupp operativ durchaus solide Zahlen. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2025/2026 stieg das bereinigte EBIT um zehn Prozent auf 211 Millionen Euro — trotz eines Umsatzrückgangs von acht Prozent auf 7,2 Milliarden Euro. Die Jahresprognose wurde bestätigt.
An der Börse spiegelt sich die schwierige Lage im Stahlbereich deutlich wider. Die Aktie notiert heute bei 7,50 Euro und markiert damit ein neues 52-Wochen-Tief — fast 43 Prozent unter dem Oktober-Hoch von 13,24 Euro. Entscheidend wird nun sein, ob die EU-Kommission schnell genug reagiert, um den Druck auf europäische Elektroband-Produzenten spürbar zu mildern. Ohne wirksame Handelsschutzmaßnahmen dürfte die Stilllegung in Isbergues kaum die letzte sein.
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