Thyssenkrupp Aktie: 13. August im Fokus
26.06.2026 - 04:02:50 | boerse-global.de
Zwei Investorenkonferenzen in drei Tagen — Thyssenkrupp hat diese Woche das Gespräch mit dem Kapitalmarkt gesucht, bevor ab Juli die ruhigere Kommunikationsphase beginnt. Ab dem 14. Juli gilt eine Handelssperrzeit für Führungskräfte, ab dem 20. Juli folgt die Quiet Period. Der nächste offizielle Zahlenpunkt ist der 13. August 2026.
Starker Auftragseingang, aber weiter im Minus
Die aktuellsten Zahlen stammen aus dem zweiten Quartal 2025/2026 (Januar bis März). Der Auftragseingang sprang um 32 Prozent auf 10,6 Milliarden Euro — ein deutliches Signal, dass die Nachfrage anzieht. Der Umsatz gab leicht nach, von 8,6 auf 8,4 Milliarden Euro.
Das bereinigte EBIT verbesserte sich stark: von 19 Millionen Euro im Vorjahr auf 198 Millionen Euro. Thyssenkrupp nannte operative Fortschritte in fast allen Segmenten als Grund. Unter dem Strich blieb das Bild jedoch belastet — der Konzern meldete einen Fehlbetrag von 11 Millionen Euro. Der Free Cashflow vor M&A lag bei minus 327 Millionen Euro.
Prognose bestätigt, Umsatzausblick leicht gesenkt
Für das Gesamtjahr 2025/2026 hält Thyssenkrupp an seinen Kernzielen fest. Das bereinigte EBIT soll zwischen 500 und 900 Millionen Euro liegen. Beim Free Cashflow vor M&A rechnet der Konzern mit minus 600 bis minus 300 Millionen Euro, beim Jahresüberschuss mit minus 800 bis minus 400 Millionen Euro.
Beim Umsatz justierte Thyssenkrupp leicht nach unten: Die neue Erwartung lautet minus 3 bis 0 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zuvor hatte der Konzern minus 2 bis plus 1 Prozent in Aussicht gestellt. Als Gründe nannte er verzögerte Umsatzrealisierung bei Decarbon Technologies und einen veränderten Produktmix bei Steel Europe.
Aktie erholt, aber noch weit vom Jahreshoch
Die Aktie schloss zuletzt bei 11,07 Euro. Auf Sieben-Tage-Sicht steht ein Plus von 5,38 Prozent, seit Jahresanfang ein Zuwachs von 14,45 Prozent. Der Kurs liegt komfortabel über dem 200-Tage-Durchschnitt von 10,02 Euro. Vom 52-Wochen-Hoch bei 13,24 Euro trennen die Aktie noch rund 16 Prozent.
Der Markt nimmt die operative Verbesserung wahr. Ob die Erholung trägt, entscheidet sich am 13. August: Dann muss Thyssenkrupp zeigen, ob das bereinigte EBIT-Niveau aus dem zweiten Quartal hält — und ob der negative Cashflow sich dem oberen Ende der Prognosespanne nähert.
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