Thunder Tiger Aktie: 88 Prozent in 30 Tagen
Veröffentlicht: 13.07.2026 um 04:19 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Thunder Tiger rückt ins Visier westlicher Militärplaner. Der taiwanesische Drohnenhersteller profitiert massiv von der globalen Suche nach Alternativen zu chinesischer Technik. In nur 30 Tagen schoss der Aktienkurs um mehr als 88 Prozent nach oben. Der Marktwert des Unternehmens kletterte damit auf rund eine Milliarde Euro.
Aktuell notiert das Papier bei 246,50 TWD. Damit steht die Aktie nur noch ein Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Die enorme Geschwindigkeit der Aufwärtsbewegung hinterlässt Spuren in der Charttechnik. Der Relative-Stärke-Index (RSI) signalisiert mit einem Wert von 81,9 eine überkaufte Lage.
Unabhängigkeit als Verkaufsargument
Das Unternehmen setzt konsequent auf sogenannte „Non-Red“-Lieferketten. Thunder Tiger bezieht kritische Komponenten absichtlich außerhalb Chinas. Diese Strategie erfüllt die strengen Sicherheitsregeln westlicher Verteidigungsministerien.
Die technologische Entwicklung orientiert sich eng an NATO-Standards. Zuletzt präsentierte der Konzern Systeme für die asymmetrische Kriegsführung. Günstige Angriffsdrohnen dienen dabei als erschwingliche Alternative zu klassischen Waffensystemen.
Ausbau der Kapazitäten
In Taiwan wachsen die physischen Kapazitäten. Das Unternehmen plant die Fertigstellung einer neuen Fabrik in Chiayi für das vierte Quartal 2026. Das Werk soll die steigende weltweite Nachfrage bedienen.
Thunder Tiger treibt parallel dazu die Produktion in den USA voran. Ein Werk im Bundesstaat Ohio fertigt künftig Komponenten für amerikanische Partner. Diese lokale Präsenz hilft dabei, regulatorische Hürden im US-Markt zu nehmen.
Neue Horizonte auf See
Die Entwicklung geht über Luftsysteme hinaus. Thunder Tiger kooperiert im Bereich der künstlichen Intelligenz für maritime Lösungen. Autonome Oberflächenfahrzeuge sollen künftig komplexe Überwachungsmissionen übernehmen. Das Ziel: die Marktstellung über den reinen Drohnensektor hinaus festigen.
Im August 2026 wartet die nächste Bewährungsprobe. Dann startet eine Bieterrunde für großvolumige internationale Verteidigungsaufträge. Die Ergebnisse werden zeigen, ob der Konzern seine Zertifizierungen in feste Verträge ummünzen kann.
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