Thermo Fisher Connect: zentrale Plattform für Labor-Software und Services
11.06.2026 - 18:13:29 | ad-hoc-news.deVerantwortlich: ad hoc news Fachredaktion Software & Services. Vor der Veroeffentlichung am 11.06.2026, 17:55:16 Uhr geprueft. Details im Impressum.
Thermo Fisher Connect ist die zentrale Cloud-Plattform von Thermo Fisher Scientific für Labor-Software, Datenmanagement und Geräteservices und richtet sich an Forschungseinrichtungen, Diagnostiklabore und industrielle Qualitätskontrolllabore. Die Lösung erlaubt es, Messdaten verschiedener Thermo-Fisher-Geräte zu sammeln, auszuwerten und sicher zu speichern, inklusive Tools für Workflows, Berichte und Kollaboration. Über die Plattform lassen sich zudem Apps für spezielle Anwendungen wie qPCR-Analyse, NGS-Dateninterpretation oder Environmental Monitoring einbinden. Für Labore, die zunehmend mit verteilten Teams und strengen Regulierungsvorgaben arbeiten, soll Thermo Fisher Connect so zum digitalen Drehkreuz werden.
Was Thermo Fisher Connect im Laboralltag leisten soll
Kern der Plattform ist ein cloudbasiertes Benutzerkonto, über das Anwender Geräte, Projekte und Daten zentral verwalten. Nach Herstellerangaben unterstützt Thermo Fisher Connect unter anderem Instrumente aus den Bereichen qPCR, Sequenzierung, Spektroskopie und Chromatographie, sodass Daten aus unterschiedlichen Workflows an einem Ort zusammenlaufen. Dadurch können Labore Analyseergebnisse über mehrere Standorte hinweg vergleichen und zentrale Auswertungsstandards einführen, ohne sich auf lokale Insellösungen zu verlassen.
Ein wichtiges Element ist das integrierte Datenmanagement: Messdaten werden in der Cloud gespeichert, mit Metadaten versehen und lassen sich nach Projekten, Experimenten oder Geräten filtern. Ergänzt wird das durch Analyse-Apps, etwa für die Auswertung von Real-Time-PCR oder für Alignments in der Sequenzierung, die direkt in der Plattform laufen. So entfällt für viele Standardaufgaben der Export in externe Programme, was Workflows verkürzen und Fehlerrisiken durch manuelle Zwischenschritte senken soll.
Thermo Fisher hebt zudem hervor, dass die Plattform Funktionen zur Fernüberwachung und teilweise auch zur Fernwartung bestimmter Geräte unterstützt. Anwender können den Status kompatibler Instrumente, etwa Auslastung oder laufende Läufe, in einem Dashboard einsehen, ohne im gleichen Raum oder gar am gleichen Standort zu sein. Das ist insbesondere für zentrale Service-Labore oder Organisationen mit mehreren Laboren relevant, die ihre Kapazitäten dynamisch steuern wollen.
Auch das Thema Compliance nimmt in Thermo Fisher Connect breiten Raum ein: Für regulierte Umgebungen werden Audit-Trails, rollenbasierte Zugriffsrechte und Funktionen zur Unterstützung von 21 CFR Part 11 angeboten. Damit adressiert die Plattform unter anderem Pharma- und Diagnostiklabore, in denen nachweisbare Datenintegrität und nachvollziehbare Änderungen an Datensätzen Pflicht sind. Für Unternehmen, die ihren Validierungsaufwand begrenzen möchten, kann die zentrale Ablage und Protokollierung in der Cloud ein Argument sein.
Die Nutzung von Thermo Fisher Connect setzt ein Online-Konto voraus; der Zugriff erfolgt typischerweise über einen Webbrowser, ergänzend stellt der Hersteller mobile Apps für bestimmte Funktionen bereit. Das Grundgerüst des Kontos ist kostenfrei, spezialisierte Apps und erweiterte Dienste können als lizenzierte Module oder im Abomodell hinzukommen, etwa für erweiterte Analysepakete oder zusätzliche Speicherkontingente. Konkrete Preise hängen von Leistungsumfang, Speicherbedarf und gegebenenfalls der Anzahl angebundener Geräte ab und werden üblicherweise individuell angeboten.
Für den deutschen Markt ist Thermo Fisher Connect über die lokalen Webseiten des Unternehmens zugänglich, inklusive deutschsprachigen Informationen zu kompatiblen Instrumenten und Sicherheitsaspekten. Support erfolgt über Thermo-Fisher-Niederlassungen in Deutschland sowie über den globalen Online-Support des Herstellers. Labore können die Plattform zunächst mit einzelnen Geräten testen und später weitere Instrumente und Apps integrieren, wenn der Bedarf steigt.
Strategisch fügt sich Thermo Fisher Connect in den Trend zur Digitalisierung von Laborprozessen und zum „Connected Lab“ ein, den der Konzern auch mit anderen Softwarelösungen und LIMS-Angeboten adressiert. Die Plattform dient als Bindeglied zwischen Hardware, Spezialsoftware und Serviceangeboten und kann damit zusätzliche Serviceumsätze generieren. Die Aktie von Thermo Fisher Scientific Inc. (US8835561023) notiert laut aktuellen Marktangaben auf Xetra; der Kurs abrufbar über die jeweiligen Handelsplätze.
Thermo Fisher Connect im Kurzprofil
- Produkt: Thermo Fisher Connect
- Hersteller: Thermo Fisher Scientific Inc.
- Kategorie: Software / Service / Cloud-Plattform
- Markteinfuehrung: schrittweise seit Mitte der 2010er Jahre, kontinuierlich ausgebaut
- UVP / Preis: Basiskonto kostenfrei, erweiterte Apps und Speichermodelle lizenz- bzw. abonnementsbasiert (kundenindividuelle Konditionen)
- Verfuegbarkeit: Onlinezugang über Thermo-Fisher-Webseiten, Nutzung in Deutschland nach Registrierung moeglich
- Zielgruppe: Forschungs-, Diagnostik- und Industrie-Labore mit Thermo-Fisher-Instrumenten und Bedarf an vernetztem Datenmanagement
- Besonderheit / USP: herstellerintegrierte Cloud-Plattform zur Verbindung zahlreicher Thermo-Fisher-Geräte mit Analyse-Apps und Compliance-Funktionen
Mehr Hintergrund zu Thermo Fisher Connect
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