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The White Stripes: Kommt jetzt das große Comeback?

14.02.2026 - 04:54:04

The White Stripes sind wieder überall Thema – von TikTok bis Reddit. Was wirklich dahintersteckt, warum Fans in Deutschland ausrasten und was jetzt möglich ist.

Plötzlich sind The White Stripes wieder in aller Munde: TikTok recycelt „Seven Nation Army“, Indie-Kids tragen rot-weiße Outfits, und in Foren kursiert die Frage: Kommen Jack und Meg White wirklich zurück – vielleicht sogar nach Deutschland? Für viele, die mit „Fell In Love With A Girl“ oder „Hotel Yorba“ groß geworden sind, wäre ein Comeback der ultimative Nostalgie-Schock. Andere entdecken die Band gerade erst und fragen sich, warum gefühlt jede Fußballkurve dieser Welt „Seven Nation Army“ brüllt.

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Stand jetzt gibt es kein offiziell bestätigtes Comeback der White Stripes. Aber: Jack White ist aktiver denn je, Vinyl und Garage-Rock boomen, und das Internet liebt Reunion-Storys. In diesem Deep Dive schauen wir uns an, was hinter den aktuellen Spekulationen steckt, wie realistisch eine Rückkehr nach Europa und Deutschland ist, wie sich ein mögliches Set anfühlen könnte – und was die Fan-Community dazu ausspuckt.

Hintergründe: Die aktuellen News im Detail

Fakt Nummer eins: The White Stripes haben sich 2011 offiziell getrennt. In ihrem damaligen Statement hieß es, man wolle die Band „bewahren“ und nicht verwässern. Seitdem gab es keine reguläre Reunion. Aber die Gegenwart sieht anders aus, als viele damals erwartet hätten.

In den letzten Jahren hat sich die Lage nämlich auf mehreren Ebenen verändert:

  • Jack-White-Solo-Hype: Jack White tourt weiterhin durch die Welt, mit seinen Soloalben wie „Fear Of The Dawn“ und „Entering Heaven Alive“. In seinen Sets spielt er regelmäßig White-Stripes-Klassiker wie „Seven Nation Army“, „Dead Leaves and the Dirty Ground“ oder „We’re Going To Be Friends“. Für viele Fans fühlt sich das schon fast wie eine halbe White-Stripes-Show an – auch wenn Meg White fehlt.
  • Reissues & Boxsets: Das Label Third Man Records, das Jack White mit aufgebaut hat, bringt immer wieder Rereleases, Live-Mitschnitte und Archivmaterial der White Stripes raus. Limitierte Vinyl-Editionen sind innerhalb von Minuten ausverkauft, vor allem in Europa. Genau das füttert die Hoffnung: Wer so viel altes Material neu auflegt, könnte doch auch irgendwann wieder die Bühne betreten, oder?
  • Streaming-Explosion: Auf Spotify, Apple Music und Co. erleben die White Stripes gerade eine Art zweite Jugend. „Seven Nation Army“ wird im Gaming-, Fußball- und Meme-Kontext genutzt, „Icky Thump“ läuft auf Rock-Playlists rauf und runter, und „Ball and Biscuit“ geht auf TikTok viral, weil Creator*innen den brutalen Gitarrensound feiern.

Für deutsche Fans ist spannend: Immer wenn Jack White Europa-Touren plant, tauchen sofort Posts auf X, Reddit und TikTok auf, in denen gefragt wird, ob er vielleicht „eine Überraschung“ vorbereitet. Im Sommer der letzten Tour kursierten etwa Screenshots von angeblichen „Insider-Mails“ aus der Eventbranche, die von „White Stripes Content“ bei großen Festivals sprachen. Bestätigt wurde nichts – aber das Thema war plötzlich wieder da.

Was klar ist: Das Interesse an einem Comeback ist riesig. Veranstalter in Deutschland wissen genau, dass eine einzige exklusive White-Stripes-Show in Berlin, Hamburg oder Köln innerhalb von Minuten sold out wäre – egal, ob es eine komplette Reunion oder eine einmalige „Celebration Night“ mit vielen Gastmusiker*innen wäre. Auch wirtschaftlich wäre das für Festivals und Promoter ein Jackpot: Merch, Streaming-Peaks, Social-Media-Reichweite – alles spricht dafür, dass sich eine Rückkehr lohnt.

Auf der anderen Seite steht Meg White, die sich seit Jahren weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hat. In Interviews betont Jack White regelmäßig, dass er ihren Rückzug respektiert und keinen Druck aufbauen will. Für dich als Fan heißt das: Wenn etwas passiert, wird es eher leise vorbereitet und dann plötzlich angekündigt – nicht über endlose Teaser-Kampagnen.

Selbst ohne fixen Termin hat sich ein interessanter Zwischenzustand entwickelt: Die White Stripes sind kulturell super präsent, ohne aktiv zu sein. Stadionchöre, Retro-Mode, 2000er-Indie-Revival, Vinyl-Hype – all das sorgt dafür, dass ein mögliches Comeback heute wahrscheinlich größer wäre als auf dem Peak der 2000er.

Die Setlist & Show: Was dich erwartet

Angenommen, The White Stripes würden eine exklusive Europa- oder Deutschland-Show ankündigen – wie könnte das aussehen? Ein Blick auf alte Setlists und aktuelle Jack-White-Konzerte gibt ziemlich gute Hinweise.

Typische White-Stripes-Sets aus den 2000ern waren brutal reduziert: Gitarre, Schlagzeug, manchmal Orgel, kein Bass, keine großen Effekte. Songs wurden oft schneller gespielt als auf Platte, Übergänge waren spontan, und Jack White änderte gerne Tonarten mitten im Song. Wenn du dir alte Mitschnitte aus Berlin oder München anschaust, tauchen immer wieder diese Songs auf:

  • „Seven Nation Army“ – der unvermeidbare Rausschmeißer. Das Riff, das jedes Stadion der Welt kennt. Live oft mit extralanger Singalong-Phase.
  • „Fell In Love With A Girl“ – kurz, hektisch, Punk-Energie pur. Manche Fans sagen, dass dieser Track live besser funktioniert als auf Platte, weil die rohe Energie noch klarer rüberkommt.
  • „Dead Leaves and the Dirty Ground“ – klassischer Opener. Der langsame Start, dann diese Explosion des Gitarrenfeedbacks.
  • „Hotel Yorba“ – der Country-Schunkler, bei dem alle mitgrölen können, auch wenn sie nur den Refrain kennen.
  • „We’re Going To Be Friends“ – ruhiger Moment, fast wie eine Lagerfeuer-Szene mitten im Lärm.
  • „The Hardest Button To Button“ – stampfender Beat, perfekter Live-Groove, den selbst Leute feiern, die die Band sonst nicht verfolgen.
  • „Icky Thump“ – schwerer, fast schon metallischer Track, mit Wah-Wah-Gitarrensolo und bissigem Text.

Was viele bei alten White-Stripes-Shows überrascht hat: Die Lautstärke und Intensität. Weil eben kein dritter oder vierter Musiker die Frequenzen füllt, schießt die Gitarre direkt in deine Ohren, und Meg Whites Drums klingen roh, fast unbeholfen – aber genau das war der Punkt. Dieses „Unperfekte“ gab den Shows diesen Garage-Charme, der auf modernen, glatt produzierten Touren selten geworden ist.

In einem hypothetischen 2020er- oder 2030er-Setup könnten sich zwei Varianten ergeben:

  1. Classic-Mode: Nur Jack und Meg, minimalistische Bühne, vielleicht ein paar projizierte Visuals, aber Fokus auf Rot-Weiß-Ästhetik, altes Logo, kaum Ansagen. Setlist mit Fokus auf „White Blood Cells“, „Elephant“ und „Icky Thump“ – dazu vereinzelt Rarities wie „Apple Blossom“ oder „Hello Operator“.
  2. Expanded-Mode: Jack White bringt zusätzlich Musiker*innen mit (z.B. Keys, zusätzlichen Drummer, Bass), um einige Songs moderner, fetter, fast schon wie seine Solo-Shows zu präsentieren. In diesem Fall könnten auch selten gespielte Stücke wie „Blue Orchid“, „You Don’t Know What Love Is (You Just Do As You’re Told)“ oder „Effect & Cause“ mehr Raum bekommen.

Vom Vibe her kannst du dir eine White-Stripes-Show wie eine Mischung aus Indie-Kellerkonzert, Stadion-Chor und Retro-Zirkus vorstellen: rot-weiße Lichter, Gitarrenwechsel alle paar Minuten, Jack White, der spontan Riffs von Blues-Legenden einbaut, und Fans, die im Refrain komplett ausrasten. Die Setlist wäre wahrscheinlich dynamisch – kein Abend gleich – aber ein paar Fixpunkte sind sicher:

  • „Seven Nation Army“ fast immer ganz zum Schluss
  • mindestens ein ruhiger Song („We’re Going To Be Friends“ oder „In The Cold, Cold Night“)
  • ein Cover (z.B. „Jolene“ von Dolly Parton, das sie früher öfter zockten)
  • ein langgezogenes Blues-Monster wie „Ball and Biscuit“ mit improvisiertem Solo

Für Deutschland speziell ist der „Seven Nation Army“-Moment spannend: Die Melodie ist seit der WM 2006 mit Stadionatmosphäre verbunden. Live bei einer White-Stripes-Show in Berlin oder Dortmund würde dieser Teil vermutlich komplett eskalieren – Fußballfans, Indie-Kids und Nostalgiker*innen in einem einzigen, endlosen „Oh-oh-oh-oh-oh-oh-oh“-Chor.

Die Gerüchteküche: Was Fans vermuten

Auf Reddit, TikTok und X ist The-White-Stripes-Season eigentlich nie komplett vorbei. In regelmäßigen Abständen trendet die Band wieder – meistens, wenn eines dieser Dinge passiert:

  • Jack-White-Interview: Sobald Jack White irgendwo erwähnt, wie wichtig die White Stripes für ihn waren, drehen die Kommentarspalten durch. Ein typischer Reddit-Thread läuft dann so: „Er hat ‚we‘ gesagt, nicht ‚I‘ – das MUSS was bedeuten!“
  • Neue Vinyl-Ankündigung: Wenn Third Man Records ein altes Live-Set oder eine Special Edition rausbringt, spekulieren viele, ob das der „Testballon“ für eine Tour ist. Argument: Man wärmt die Marke auf, bevor man sie wieder live präsentiert.
  • Festival-Line-ups: Taucht Jack White solo als Headliner bei großen Festivals auf, werden in den Kommentaren sofort Fake-Poster mit „The White Stripes“ als Secret Act gepostet. Besonders beliebt: Glastonbury, Coachella – und in Deutschland Rock am Ring, Hurricane oder Southside.

Spannende Fan-Theorien, die gerade rumschwirren:

  1. „Anniversary-Set“ – Viele Fans glauben, die wahrscheinlichste Variante sei kein volles Comeback, sondern ein einmaliges Jubiläums-Event. Zum Beispiel eine „20 Jahre Elephant“-Show, bei der das Album komplett gespielt wird – entweder mit Meg White oder mit Gastdrummer*innen, die Meg offiziell „vertreten“.
  2. „Third Man Festival“ – Eine andere Theorie: Third Man Records könnte ein eigenes Festival ausrufen, bei dem Jack White als Headliner auftritt und zum Schluss ein White-Stripes-Mini-Set zockt. Von Detroit nach London und dann vielleicht nach Berlin – in der Community kursieren Mockups von Plakaten mit genau diesem Konzept.
  3. „NFT & Metaverse? Bloß nicht!“ – Als vor einiger Zeit kurz Gerüchte auftauchten, dass ältere Bands ins Metaverse gehen wollen, haben White-Stripes-Fans extrem deutlich gemacht, dass sie kein digitales Hologramm-Konzert wollen. Die Kommentare waren klar: „Entweder echtes Schlagzeug, echte Gitarre, echter Schweiß – oder gar nichts.“

Ein Dauer-Thema ist auch die Ticketpreis-Debatte. Viele sind sich sicher: Wenn The White Stripes tatsächlich zurückkommen, könnten die Ticketpreise schnell Richtung 150–250 Euro für Front-of-Stage gehen – einfach, weil die Nachfrage so riesig wäre. Fans vergleichen das mit anderen großen Reunions (My Chemical Romance, Rage Against The Machine, Blink-182) und posten Screenshots von überlasteten Ticketshops. In deutschen Threads liest man oft Sätze wie:

„Ganz ehrlich, für eine einzige White-Stripes-Show in Berlin würde ich drei Festivals sausen lassen.“

Gleichzeitig fordern viele, dass die Band – falls sie zurückkehrt – eine klare Anti-Abzock-Haltung einnimmt: Keine dynamische Preisgestaltung, limitierte Resale-Möglichkeiten, jede Menge Stehplätze. Argument: Eine Band, die so stark für DIY-Garage-Ästhetik steht, darf sich nicht in einem VIP-Logen-Event verlieren.

Auf TikTok dominieren vor allem zwei Trends:

  • „Seven Nation Army“-Remixe: DJs legen das Riff über Techno-, Drum’n’Bass- oder Hardstyle-Beats, und Clips aus Bundesliga- oder Champions-League-Kurven werden druntergelegt. In den Kommentaren erklären ältere Fans, dass das „eigentlich ein Indie-Riff“ ist, worauf Gen Z erstmal nachhört, wer diese White Stripes überhaupt sind.
  • Ästhetik-Edits: Viele Creator posten rot-weiße Outfit-Inspo, Vinyl-Cover und kurze Clips von Jack-White-Gitarren – kombiniert mit Zitaten aus Interviews. Das verstärkt die Wahrnehmung der White Stripes als ikonische Style-Band, nicht nur als Musik-Act.

Unterm Strich ist die Stimmung: Hoffnungsvoll, aber realistisch. Die meisten wissen, dass Meg White seit Jahren kein Bedürfnis nach Rampenlicht gezeigt hat. Gleichzeitig sagen viele: Wenn es passiert, dann plötzlich – ohne monatelange PR-Welle. Genau das hält die Gerüchteküche dauerhaft heiß.

Alle Daten auf einen Blick

Auch ohne aktuelle Tour gibt es jede Menge harte Fakten zu Alben, wichtigen Jahren und legendären Momenten, die für Fans in Deutschland spannend sind.

JahrRelease / EreignisDetails
1999Debütalbum „The White Stripes“Rohes Garage-Rock-Album, damals primär im Underground gefeiert.
2000Album „De Stijl“Stärkerer Fokus auf Songwriting, erste internationale Aufmerksamkeit.
2001Album „White Blood Cells“Durchbruch im Indie-Bereich, Songs wie „Fell In Love With A Girl“ werden Kult.
2003Album „Elephant“Enthält „Seven Nation Army“, weltweiter Erfolg, mehrfach Platin.
2005Album „Get Behind Me Satan“Experimenteller, mehr Piano und Marimba, polarisiert Fans – aber starkes Kritiker-Feedback.
2007Album „Icky Thump“Rückkehr zum härteren Gitarrensound, Chart-Erfolge in Europa und den USA.
2007–2010Intensive TourjahreMehrere Europa-Touren mit Stationen in Deutschland (u.a. Berlin, Hamburg, Köln).
2011Offizielle TrennungBand gibt das Ende bekannt, verweist auf „Myriaden von Gründen“.
2010erReissues & Live-VeröffentlichungenThird Man Records veröffentlicht diverse Live-Mitschnitte und Special Editions.
ab 2010„Seven Nation Army“ als StadionhymneBesonders in Europa (inkl. Bundesliga, Nationalmannschaft) allgegenwärtig.
2020erTikTok- und Streaming-RevivalNeue Generation entdeckt die White Stripes; massive Streaming-Zuwächse.

Häufige Fragen zu The White Stripes

Du hast Fragen zu The White Stripes? Hier kommen ausführliche Antworten auf die Klassiker, die in deutschen Suchanfragen, auf Reddit und in Kommentaren immer wieder auftauchen.

1. Sind The White Stripes offiziell noch getrennt?

Ja. Die Band hat 2011 offiziell erklärt, dass es keine weiteren Auftritte oder Aufnahmen geben wird. Dieses Statement wurde seitdem nie zurückgenommen. Wichtig: Eine offizielle Trennung schließt eine spätere Reunion nicht aus – viele Bands sind diesen Weg gegangen. Aber Stand jetzt gibt es keine konkrete Ankündigung.

Was sich aber geändert hat: Die kulturelle Präsenz der White Stripes ist heute fast größer als zu aktiven Zeiten. Jeder Fußballfan kennt „Seven Nation Army“, viele junge Musiker*innen nennen Jack White als Einfluss, und Vinyl-Sammler*innen zahlen hohe Summen für Originalpressungen. Dadurch wird jede noch so kleine Bewegung im White-Stripes-Kosmos sofort als mögliches Comeback-Signal gedeutet.

2. Kommen The White Stripes nochmal nach Deutschland auf Tour?

Aktuell gibt es keine bestätigte Deutschland-Tour und auch keine offizielle Roadmap für Europa. Wenn du irgendwo Screenshots von angeblichen Tourdaten siehst, die nicht von der offiziellen Seite oder zuverlässigen Ticketanbietern stammen, solltest du skeptisch sein. In der Vergangenheit wurden häufig Fake-Poster für Festivals oder Arenatouren geteilt, die sich später als Fan-Art herausgestellt haben.

Gleichzeitig gilt: Sollte es eine Reunion geben, gehört Deutschland ziemlich sicher zu den ersten europäischen Märkten, die angefahren würden. Die Fanbase ist groß, die Stadionkultur rund um „Seven Nation Army“ ist ein massiver Faktor, und Städte wie Berlin, Hamburg oder Köln sind etablierte Tourstops für internationale Rock-Acts. Augen auf: Wenn irgendwann ein offizielles Announcement kommt, werden die Tickets extrem schnell weg sein.

3. Warum ist „Seven Nation Army“ überall in Stadien zu hören?

Das berühmte Riff aus „Seven Nation Army“ hat sich verselbstständigt. Es ist simpel, eingängig und lässt sich problemlos grölen, ohne den Text zu kennen. Besonders in Europa wurde es ab Mitte der 2000er bei Fußballspielen adaptiert, vor allem in Italien, dann in der Champions League und später weltweit.

Für viele jüngere Fans ist es tatsächlich eher eine Fußballmelodie als ein Rocksong. Genau das führt oft zu Aha-Momenten: Jemand hört zum ersten Mal das Original und schreibt überrascht auf TikTok oder Reddit: „Wait, das ist ein White-Stripes-Song?!“ Für die Band war dieser Effekt natürlich ein gigantischer Reichweitenbooster – auch wenn die ursprüngliche Idee sicher nicht war, eine globale Stadionhymne zu schaffen.

4. Waren Jack und Meg White wirklich Geschwister?

Nein. Das war ein bewusst gesetzter Mythos zu Beginn der Bandkarriere. Jack und Meg White waren tatsächlich eine Zeit lang verheiratet, ließen sich dann scheiden und präsentierten sich danach öffentlich als „Geschwisterduo“. Dieser Mix aus Kunstfigur, Humor und Mystik hat perfekt zur damals entstehenden Legende der Band gepasst.

Später wurde die Wahrheit breit diskutiert, aber The White Stripes spielten immer gerne mit diesem Verschleierungs-Game. Im Nachhinein sehen viele darin einen cleveren Move: Statt ihr Privatleben zu erklären, lenkten sie den Fokus auf die Musik, den Stil und die Performance – und ließen den Rest im Halbdunkel.

5. Was macht Meg White heute?

Meg White hält sich seit Jahren weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus. Es gibt keine große Social-Media-Präsenz, keine Soloalben, keine neuen Bands. Genau das hat sie für viele Fans zu einer fast schon mystischen Figur gemacht. In Diskussionen wird oft betont, wie wichtig ihr minimalistischer, fast kindlicher Drumming-Stil für die DNA der White Stripes war.

Wenn Meg White heute erwähnt wird, dann meistens mit großem Respekt. Als ein Kommentator sie vor einiger Zeit auf Social Media hart kritisierte, schossen Musiker*innen und Fans aus aller Welt zurück und stellten klar, wie prägend ihr Sound war. Jack White selbst hat sich mehrfach schützend vor sie gestellt und betont, dass die White Stripes ohne Meg nie so geklungen hätten.

6. Wo fange ich an, wenn ich The White Stripes neu entdecken will?

Wenn du frisch einsteigst, kannst du zwei Wege gehen:

  • Hit-first-Route: Starte mit „Seven Nation Army“, „Fell In Love With A Girl“, „The Hardest Button To Button“, „Hotel Yorba“ und „Icky Thump“. Das ist sozusagen das White-Stripes-Starterpack. Du bekommst sofort ein Gefühl für die Mischung aus Blues, Punk, Indie und Pop.
  • Album-Route: Hör dir „Elephant“ einmal komplett am Stück an. Das Album ist so etwas wie das inoffizielle „Best Of“, nur zusammenhängend. Danach kannst du „White Blood Cells“ und „Icky Thump“ nachschieben. Wenn du es dann noch rougher magst, geh zurück zu „De Stijl“ und dem Self-Titled-Debüt.

Achte beim Hören darauf, wie wenig Instrumente im Einsatz sind und wie viel Druck trotzdem entsteht. Das ist das eigentliche White-Stripes-Wunder: Zwei Personen, minimale Ausstattung, maximaler Impact.

7. Was unterscheidet Jack Whites Soloshows von möglichen White-Stripes-Konzerten?

Jack Whites Soloshows sind meist musikalisch breiter aufgestellt. Es gibt mehr Musiker*innen auf der Bühne, mehr Instrumente, mehr Stilrichtungen – von Blues über Country bis hin zu fast schon prog-lastigen Momenten. Die Setlists mischen Solo-Songs mit White-Stripes-Klassikern, Raconteurs- und Dead-Weather-Material.

Ein echtes White-Stripes-Konzert wäre dagegen radikal fokussiert: nur die rot-weiße Ästhetik, nur Songs aus diesem einen Kosmos, nur diese eigenwillige, unfertige Energie. Für viele Fans wäre genau diese Beschränkung der Reiz: ein Zeitraum, ein Sound, eine Legende. Wenn du Jack White solo schon live gesehen hast und das gefeiert hast, kannst du dir eine White-Stripes-Show wie die destillierte, rohe Urform davon vorstellen.


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