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The Trade Desk Aktie: Sell-Rating von Redburn

Veröffentlicht am: 18.07.2026 um 06:29 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Rothschild & Co Redburn stuft The Trade Desk mit "Sell" ein und senkt das Kursziel drastisch. KI-Konkurrenz und schwächelndes Wachstum belasten die Aktie.

The Trade Desk Aktie: Rothschild-Analyse löst Kursrutsch aus
Abstrakte Darstellung einer digitalen Werbelandschaft mit gedämpftem Licht, das einen Marktabschwung und Unsicherheit widerspiegelt. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

The Trade Desk gerät unter massiven Verkaufsdruck. Eine neue Analyse zeichnet ein düsteres Bild der künftigen Wettbewerbsposition im digitalen Werbemarkt. Die Aktie beendete die Handelswoche mit einem Minus von 5,2 Prozent bei 16,22 Euro.

Analysten warnen vor KI-Konkurrenz

Auslöser für die jüngste Volatilität war Rothschild & Co Redburn. Das Analysehaus startete die Bewertung mit einem "Sell"-Rating. Besonders das Kursziel von elf US-Dollar sorgte für Unruhe unter den Investoren. Analystin Bianca Dallal warnt vor einer „neuen Realität“ für den Konzern.

Künstliche Intelligenz verändert die Spielregeln der Branche. Schwergewichte wie Google und Amazon integrieren KI-gestützte Werbewerkzeuge direkt in ihre Systeme. Dieser Trend erhöht den Preisdruck auf unabhängige Anbieter spürbar. The Trade Desk droht seine bisherige Dominanz zu verlieren.

Der Konzern behält derzeit rund 20 Prozent der Werbeausgaben als Umsatz ein. Diese sogenannte Take-Rate lässt sich laut Marktexperten kaum noch verteidigen. Konkurrenten bieten vergleichbare Dienste mittlerweile fast kostenlos an. Das könnte eine deutliche Abwärtskorrektur der künftigen Gewinnprognosen erzwingen.

Schwächelndes Wachstum und neue Führung

Parallel dazu verlangsamt sich das Wachstum. Im ersten Quartal 2026 stiegen die Erlöse um knapp 12 Prozent. Die Prognose für das Folgequartal deutet mit rund 8,3 Prozent auf eine weitere Abkühlung hin. Kristi Argyilan soll nun als neue Chief Commercial Officer gegensteuern. Unterstützt wird sie im Aufsichtsrat von Penry Price, einem erfahrenen Manager von LinkedIn und Google.

Die Aktie notiert aktuell fast sechs Prozent unter ihrem gleitenden Durchschnitt. Im August 2026 folgen die nächsten Quartalszahlen. Diese müssen belegen, ob die personelle Neubesetzung im Management den Abwärtstrend beim Umsatz stoppen kann. Das Jahrestief bei 14,99 Euro bleibt dabei die entscheidende Marke.

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