The, Smiths

The Smiths: Comeback-Hoffnung – was läuft da wirklich?

23.02.2026 - 01:35:10 | ad-hoc-news.de

The Smiths sind wieder im Gespräch – Reunion-Gerüchte, Fan-Hype und was das für Fans in Deutschland bedeuten könnte.

Wenn in deiner Bubble plötzlich wieder überall The Smiths auftauchen, weißt du: Da liegt was in der Luft. Aus dem Nischen-Lieblingsact deiner coolen Onkel-Generation wird gerade wieder ein massives Gesprächsthema – von TikTok-Sounds bis Uni-Partys, von Reunion-Gerüchten bis hin zu neuen Deluxe-Reissues. Und alle stellen sich dieselbe Frage: Passiert da gerade nur Nostalgie – oder läuft da wirklich was Großes im Hintergrund?

Offizielle Infos & historische Releases von The Smiths checken

Während Morrissey solo weiter auf Tour ist und Johnny Marr als Gitarren-Gott durch die Indie-Welt zieht, verdichten sich online die Spekulationen: Kommt eine einmalige Reunion? Erleben Deutschland und Europa noch einmal Songs wie "There Is a Light That Never Goes Out" oder "How Soon Is Now?" mit (fast) Original-Vibes? Und warum sind ausgerechnet jetzt wieder so viele Teens und Mittzwanziger komplett im Smiths-Fieber?

Hintergründe: Die aktuellen News im Detail

Fakt ist: Offiziell sind The Smiths seit 1987 Geschichte. Seitdem gab es immer wieder Ansagen von Morrissey und Johnny Marr, die eine Reunion als praktisch ausgeschlossen bezeichnet haben. In den letzten Wochen tauchen aber vermehrt Indizien auf, die Fans hoffen lassen – und gleichzeitig realistisch bremsen.

Zum einen haben britische Musikmedien berichtet, dass in London und Manchester mehrere größere Venues für 2026 blockiert wurden – mit einem geheim gehaltenen Headliner aus den Achtzigern. Die Szenemedien spekulieren wild: von The Smiths über The Stone Roses bis hin zu The Cure ist alles im Rennen. Offiziell bestätigt ist nichts, aber die Gerüchteküche explodiert vor allem dann, wenn in Fanforen jemand behauptet, "aus dem Umfeld" etwas gehört zu haben.

Dazu kommen neue Reissue- und Anniversary-Pläne, über die in britischen Magazinen gesprochen wird: Im Raum steht eine erweiterte Edition von "The Queen Is Dead" mit bisher unveröffentlichten Live-Mitschnitten aus europäischen Shows der Achtziger, dazu ein mögliches Boxset mit Demos und Radio-Sessions. Für deutsche Fans wäre das vor allem deshalb spannend, weil immer wieder von Mitschnitten aus Köln und Hamburg die Rede ist, die bislang nur als Bootlegs im Umlauf sind.

Ein weiterer Faktor: Der Streaming-Boom der Gen Z. Auf TikTok trendeten in den letzten Monaten mehrere Sounds, darunter Ausschnitte aus "There Is a Light That Never Goes Out", "Please, Please, Please, Let Me Get What I Want" und "This Charming Man" – oft unter melancholischen Clips, Coming-of-Age-Ästhetik, Regen in der Großstadt, Bahnfahrten bei Nacht. Der Effekt: Junge Hörer:innen, die 20+ Jahre nach der Trennung der Band erstmals bewusst in die Diskografie eintauchen, pushen die Streamingzahlen nach oben. Einige internationale Branchenanalysen sprechen sogar davon, dass The Smiths auf Spotify eine ihrer stärksten Phasen seit Plattform-Start erleben.

Musikjournalist:innen deuten diese Entwicklung so: Labels lieben aktuell alles, was sich als "Kult-Act" mit junger Fanbase vermarkten lässt. Je mehr The Smiths wieder in den Timelines auftauchen, desto attraktiver wird es, teure Deluxe-Editionen und Vinyl-Neuauflagen auch in Deutschland stark zu platzieren – inklusive spezieller Indie-Store-Editionen, die hierzulande erfahrungsgemäß schnell ausverkauft sind.

Für deutsche Fans bedeutet das: kurzfristig ist eher mit neuen Veröffentlichungen, Special Editions und vielleicht auch thematischen Clubnächten oder Tribute-Shows zu rechnen als mit einer echten Reunion-Tour. Mittelfristig könnte der steigende Hype aber den Druck auf die Ex-Mitglieder erhöhen, zumindest einmalig etwas Gemeinsames zu machen – ob das dann eine komplette Tour, ein Charity-Gig in Europa oder "nur" eine gemeinsame Studio-Aktion wäre, bleibt reine Spekulation.

Dazu passt, dass Johnny Marr in Interviews der letzten Jahre zwar weiterhin betont, dass er sein eigenes Ding macht, aber gleichzeitig respektvoll über das Erbe der Smiths spricht und offen ist für besondere Projekte rund um den Backkatalog – etwa Orchester-Shows mit Smiths-Songs. Für Deutschland wären solche Spezialformate in Städten wie Berlin, Hamburg oder Köln absolut denkbar.

Die Setlist & Show: Was dich erwartet

Auch wenn The Smiths selbst aktuell nicht zusammen touren, zeigen die Solo-Shows von Morrissey und Johnny Marr sehr deutlich, welche Songs heute am lautesten gefeiert werden – und geben damit einen guten Einblick, was dich bei jeder möglichen Smiths-bezogenen Show erwarten könnte.

Morrissey packt regelmäßig mehrere Smiths-Klassiker in seine Setlist. In einer typischen aktuellen Show tauchen unter anderem auf: "How Soon Is Now?", "Suedehead" (zwar Solo, aber im Geiste voll Smiths), "Girlfriend in a Coma", "Please, Please, Please, Let Me Get What I Want", "Shoplifters of the World Unite" und oft auch "The Queen Is Dead" im wuchtigen, lauteren Gewand. Der Sound ist dabei gröber, druckvoller, weniger fragile Indie-Melancholie, mehr wuchtige Gitarrenwand und Stadion-Energie.

Johnny Marr setzt bei seinen Solo-Gigs stark auf die Gitarrenseite der Smiths-Legacy. Neben eigenen Songs wie "Easy Money" oder "Spirit Power & Soul" tauchen immer wieder Fan-Favoriten auf: "This Charming Man", "Bigmouth Strikes Again", "There Is a Light That Never Goes Out". Gerade letzteren Song singt dann oft das komplette Publikum allein, während Marr die ikonische Gitarrenlinie wie ein Mantra durchzieht. Wenn du Videos von solchen Momenten siehst, erkennst du sofort: Das Material ist zeitlos.

Stell dir eine hypothetische Smiths-Reunion in Deutschland vor – etwa in der Lanxess Arena in Köln oder der Mercedes-Benz Arena in Berlin. Vermutlich würde eine Setlist-Mischung aus den wichtigsten Tracks aller vier Studioalben plus ausgewählten B-Seiten und Singles entstehen:

  • "Hand in Glove" als Oldschool-Opener
  • "This Charming Man" für den kollektiven Nostalgieschub
  • "Heaven Knows I'm Miserable Now" als bittersüßer Mitsing-Moment
  • "The Headmaster Ritual" und "I Want the One I Can't Have" als Gitarren-Feuerwerk
  • "There Is a Light That Never Goes Out" als emotionaler Höhepunkt mit Handylichtern
  • "Stop Me If You Think You've Heard This One Before" und "Panic" für die schnelleren Crowd-Ausbrüche
  • "The Queen Is Dead" als dramatischer, politisch geladener Höhepunkt

Die Atmosphäre wäre eine besondere Mischung: ältere Fans, die die Band noch zu Lebzeiten erlebt oder zumindest die Trennung bewusst miterlebt haben, neben Gen-Z-Kids, die die Songs über Streaming und TikTok kennen. Du würdest Anzugjacken neben Vintage-Smiths-Shirts sehen, bunte Haare neben Dandy-Frisuren. Und wahrscheinlich sehr viele Leute, die jede Zeile mitsingen, weil die Texte sich in ihre Jugend eingebrannt haben – egal, in welchem Jahrzehnt diese Jugend stattfand.

Aus Shows der letzten Jahre wissen wir, dass sich Smiths-Material live erstaunlich frisch anfühlt. Die Gitarren-Arrangements von Johnny Marr sind extrem präzise, klar und melodisch – ideal für große Hallen, ohne in Brei zu versinken. Die Rhythmussektion baut meist eher trockene, treibende Grooves, die die Songs tanztauglicher machen, als man beim ersten Albumhören denkt. Gleichzeitig bleibt die Melancholie, die die Band groß gemacht hat, voll erhalten, nur dass sie sich live eher wie eine gemeinsame Katharsis anfühlt: Du schreist Zeilen wie "And if a double-decker bus crashes into us" mit hunderten anderen Leuten und merkst, wie absurd tröstlich diese Dramatik sein kann.

Wenn du also überlegst, ob sich ein Ticket für eine Smiths-bezogene Show (Solo oder hypothetisch wiedervereint) lohnt: Ja, wenn du auf emotional intelligente Gitarrenmusik mit Texttiefe stehst, die live noch größer wird. Und selbst wenn du bisher nur zwei, drei Songs bewusst kennst, macht der Rest der Setlist schnell Sinn, weil sich The Smiths immer wie ein zusammenhängendes Universum anfühlen – jedes Stück führt logisch in das nächste, sowohl musikalisch als auch inhaltlich.

Die Gerüchteküche: Was Fans vermuten

Auf Reddit, in deutschen Musikforen und auf TikTok hat sich rund um The Smiths eine eigene Subkultur von Theorien und Spekulationen aufgebaut. Einige davon sind halbwegs plausibel, andere komplett wild – aber genau das macht den Reiz aus.

Eine der beliebtesten Thesen: Die Reunion kommt als Überraschung zu einem runden Jubiläum. Viele Fans tippen auf einen symbolisch aufgeladenen Termin, etwa 40 Jahre nach gewissen Schlüsselmomenten der Bandgeschichte. Die Idee: Statt einer klassischen Ankündigung würden plötzlich Festivalplakate auftauchen, auf denen "Very Special Guests" oder ein Fake-Name steht, hinter dem sich dann The Smiths verbergen. Speziell für Europa werden da immer wieder Glastonbury, Primavera Sound oder Rock am Ring als Bühne solcher Überraschungen genannt.

Eine andere Theorie dreht sich um Ticketpreise. Viele Fans fürchten, dass eine mögliche Reunion eine der teuersten Nostalgie-Touren aller Zeiten würde – mit Einstiegspreisen jenseits der 150 Euro, VIP-Paketen und limitierten Golden-Circle-Tickets. In Diskussionen auf r/Music und r/indieheads tauchen deshalb immer wieder hitzige Threads auf, in denen ältere Fans schwören, sie würden aus Prinzip nicht so viel zahlen, während jüngere Fans sagen: "Ich verkaufe alles, was ich habe, wenn ich The Smiths einmal sehen kann." Gerade deutsche User:innen verweisen darauf, dass hierzulande Ticketpreise schon jetzt empfindlich gestiegen sind.

Viral gingen außerdem mehrere TikToks, in denen User:innen behaupten, sie hätten aus sicherer Quelle gehört, dass in einem großen europäischen Studio "alte Bekannte" wieder zusammen aufnehmen. Oft sind die Clips mit Smiths-Songs unterlegt, dramatische Captions, viele Tränen-Emojis. In den Kommentaren wechseln sich Hardcore-Fans, die jede Info skeptisch sezieren, mit hoffnungsvollen Newcomer-Fans ab, die schon Visionboards für ihr Outfit beim ersten Smiths-Gig basteln.

Spannend ist auch, wie sehr die politische und persönliche Kontroverse um Morrissey die Fan-Community spaltet. Ein Teil sagt: "The Smiths sind ein kollektives Werk, wir trennen Kunst und Künstler". Ein anderer Teil betont, dass sie zwar die alten Platten lieben, aber ein Reunion-Konzert mit seinem Namen auf dem Ticketfetzen nicht mit sich vereinbaren könnten. Dadurch entstehen alternative Fan-Ideen: etwa eine Tour, bei der die übrigen Ex-Mitglieder mit Gast-Sänger:innen die Smiths-Songs aufführen, ähnlich wie es andere Kultbands bei Tribute-Konzerten tun. Würde so etwas in Deutschland stattfinden – etwa mit wechselnden britischen und deutschen Indie-Sänger:innen – wäre der Diskurs sicher heftig, aber die Hallen vermutlich trotzdem voll.

Dazu kommen Mini-Theorien, die teilweise eher wie Fan-Fiction funktionieren: angebliche versteckte Botschaften in Setlists von Johnny Marr, kryptische Tourposter, in denen Fans vermeintliche Smiths-Anspielungen entdecken, oder Spekulationen über geheime Proben, sobald zwei Ex-Mitglieder zufällig in derselben Stadt gesichtet werden. Ebenso beliebt sind Verschwörungs-Memes, in denen behauptet wird, Labels würden bewusst kleine Infohäppchen streuen, um eine künstliche Hysterie aufzubauen, bevor neue Boxsets oder Vinyl-Varianten droppen.

Was man aus dieser Gerüchteküche mitnehmen kann: Die emotionale Bindung der Fans ist extrem stark. Selbst Leute, die nie auch nur in die Nähe einer echten Smiths-Show kamen, reden so, als ginge es um ein persönliches Lebensereignis. Für den deutschen Markt heißt das: Jede offizielle Kleinigkeit – ein Reissue, ein Remix, ein Interview, ein Tribute-Konzert – könnte innerhalb von Stunden viral gehen, weil die Community praktisch darauf wartet, jedes Bröselchen zu analysieren.

Alle Daten auf einen Blick

Auch ohne offiziell bestätigte Reunion gibt es zahlreiche Eckpunkte, an denen du dich als Fan orientieren kannst – von historischen Daten bis zu typischen Ticketpreisen bei vergleichbaren Acts.

BereichInfoRelevanz für Fans in Deutschland
Gründungsjahr The Smiths1982 in Manchester (UK)Startpunkt der Bandgeschichte, wichtig für Jubiläums-Editionen und Retro-Events
Trennungsjahr1987Definiert die komplette Diskografie-Zeitspanne, Stoff für Anniversary-Releases
Studioalben4 ("The Smiths", "Meat Is Murder", "The Queen Is Dead", "Strangeways, Here We Come")Alle vier gelten als Pflichtprogramm – werden regelmäßig auf Vinyl neu aufgelegt
Typische Solo-Ticketpreise (Morrissey / Marr)ca. 50–90 Euro (Europa, je nach Stadt & Venue)Gibt eine grobe Vorstellung, wo mögliche Smiths- oder Tribute-Tickets landen könnten
Mögliche Deutschland-HotspotsBerlin, Hamburg, Köln, MünchenGrößere Arenen und Festivals, in denen Kult-Bands erfahrungsgemäß gut laufen
Streaming-EntwicklungDeutlicher Zuwachs bei Gen Z seit TikTok-Trends mit "There Is a Light That Never Goes Out" & Co.Erhöht die Chance auf verstärkten Katalog-Fokus, Reissues und Marketingaktionen hierzulande
Offizielle Webpräsenzofficialsmiths.co.ukQuelle für offizielle Ankündigungen zu Reissues und Archivprojekten
Beliebte Fan-FormateSmiths-Clubnächte, Tribute-Bands, Hörerabende mit VinylTauchen regelmäßig in deutschen Großstädten auf, besonders in Indie- und Alternative-Szenen

Häufige Fragen zu The Smiths

Zum Abschluss klären wir die wichtigsten Fragen rund um The Smiths, die in deutschen Suchanfragen, Foren und Social-Feeds ständig auftauchen.

1. Sind The Smiths offiziell wieder zusammen?

Stand jetzt: Nein. Es gibt keine offizielle Ankündigung einer Reunion, keiner Tour und keiner neuen Studioaufnahmen der kompletten Band. Die Mitglieder sind seit Jahrzehnten getrennt unterwegs – Morrissey als Solo-Artist, Johnny Marr mit eigenen Projekten und Kollaborationen, die übrigen Ex-Mitglieder weitgehend im Hintergrund. Was die Unsicherheit nährt, sind vor allem drei Dinge: der anhaltende Kultstatus der Songs, die starke Streaming-Renaissance bei jungen Hörer:innen und die Tatsache, dass die Musikindustrie mit Reunion-Touren gerade viel Geld verdient. Aber bis ein klares Statement oder Tourdaten auf der offiziellen Website landen, gilt: Alles sind nur Gerüchte.

2. Warum gelten The Smiths als so einflussreich?

The Smiths haben in nur wenigen Jahren eine enorme Spur im Indie hinterlassen. Die Kombination aus Johnny Marrs melodisch komplexen, aber eingängigen Gitarrenfiguren und Morrisseys lyrischen Texten war damals etwas völlig anderes als der Mainstream-Sound. Sie haben Themen angesprochen, die viele junge Menschen bis heute abholen: Einsamkeit, soziale Außenseiterrollen, romantische Überhöhung des Alltags, britische Klassengesellschaft. Viele heutige Indie- und Alternative-Acts – von britischen Bands über US-Indie bis hin zu deutschsprachigen Gitarrenacts – nennen The Smiths als direkten Einfluss, sei es im Gitarrensound, in der ernsten Ironie der Texte oder im Artwork-Stil.

3. Kommen The Smiths noch einmal für Konzerte nach Deutschland?

Realistisch betrachtet ist eine vollständige Reunion-Tour weiterhin schwierig. Zwischen den Ex-Mitgliedern gab es juristische Streitigkeiten und persönliche Brüche, dazu kommt die kontroverse öffentliche Wahrnehmung von Morrissey. Dennoch ist Musikgeschichte voller Überraschungen: Bands, die nie wieder zusammen spielen wollten, stehen plötzlich doch für eine begrenzte Anzahl Shows auf der Bühne. Wenn so etwas passiert, wäre Deutschland mit hoher Wahrscheinlichkeit Teil der Tourroute – hier gibt es eine große Fanbasis, starke Festivallandschaft und passende Arenen. Bis dahin bleiben dir vor allem Solo-Konzerte, Tribute-Shows und spezielle Indie-Partys, bei denen The-Smiths-Blocke Pflicht sind.

4. Welche Songs solltest du als Einsteiger:in zuerst hören?

Wenn du gerade erst anfängst, bieten sich ein paar Schlüsseltracks an, die den Kern der Band gut zeigen. Ganz vorne: "There Is a Light That Never Goes Out" – melodisch sofort drin, textlich maximal dramatisch, gleichzeitig unglaublich tröstlich. Dann "This Charming Man" als Uptempo-Indie-Hit mit ikonischem Gitarrenriff. "How Soon Is Now?" zeigt die hypnotischere, fast schon shoegazige Seite der Band. "Bigmouth Strikes Again" bringt Tempo und Biss, "Please, Please, Please, Let Me Get What I Want" zeigt die leise, verletzliche Seite. Wenn dich das alles packt, lohnt es sich, die Alben komplett zu hören, besonders "The Queen Is Dead" als viele Fans liebstes Gesamtwerk.

5. Sind die Texte von The Smiths nicht total deprimierend?

Ja und nein. Die Texte drehen sich oft um Einsamkeit, Zurückweisung, Unsicherheit und gesellschaftliche Außenseiterrollen. Aber genau darin liegt für viele Fans eine enorme Kraft: Die Songs benennen Gefühle, die sonst eher wegdrückt werden, auf eine gleichzeitig scharfe und humorvolle Art. Morrissey nutzt viel Ironie, Übertreibung und Wortwitz; wer genauer hinhört, merkt, dass zwischen den tragischen Bildern oft eine zarte Komik steckt. Viele Fans berichten, dass ihnen gerade diese Mischung durch schwierige Phasen geholfen hat, weil sie sich plötzlich verstanden fühlten. Live kippt das Ganze oft in eine Art kollektives Loslassen: Man singt traurige Zeilen mit einem Grinsen im Gesicht.

6. Wie politisch sind The Smiths – und spielt das heute noch eine Rolle?

The Smiths waren von Anfang an auch eine politisch geprägte Band – mal explizit, mal unterschwellig. Songs wie "Meat Is Murder" thematisieren Tierrechte, andere Stücke drehen sich um das britische Klassensystem, um konservative Politik oder um die Absurditäten des Alltags unter bestimmten gesellschaftlichen Bedingungen. Heute ist die Bandgeschichte politisch noch komplizierter, weil Morrissey in den letzten Jahren immer wieder mit kontroversen Aussagen für Schlagzeilen gesorgt hat. Viele Fans kämpfen damit, wie sie das mit ihrer Liebe zur Musik vereinbaren. Manche trennen strikt zwischen den alten Smiths-Songs und dem heutigen Morrissey, andere wenden sich ganz ab. Klar ist: Wer The Smiths 2026 hört, hört sie nicht in einem Vakuum, sondern immer auch vor dem Hintergrund dieser Diskussionen.

7. Lohnt es sich noch, Smiths-Vinyl oder Merch zu kaufen?

Wenn du physische Musik liebst, ist die Antwort in der Regel: Ja. Originalpressungen können teuer sein, aber hochwertige Reissues klingen meist sehr gut und sind deutlich bezahlbarer. Gerade in Deutschland bekommst du in Indie-Läden in Berlin, Hamburg, Köln oder Leipzig immer wieder schöne Neuauflagen, teilweise mit Bonusmaterial oder farbigem Vinyl. Merch ist ein eigenes Feld: Vintage-Shirts mit originalen Tourmotiven gehen für hohe Summen über Plattformen, aber es gibt auch offizielle Neuauflagen und kreative Fan-Designs. Achte darauf, ob du lieber offizielle Ware unterstützen willst oder bewusst kleine Kunstschaffende, die alternative Entwürfe machen. Und: Wenn es irgendwann doch zu einer besonderen Tour oder Ausstellung kommt, sind limitierte Vor-Ort-Artikel oft Erinnerungsstücke, die du nicht bereuen wirst.

Unterm Strich zeigt alles: The Smiths sind 2026 präsenter, als es eine aufgelöste Band eigentlich sein dürfte. Ob daraus mehr wird als Reissues, Solo-Shows und Meme-Kultur, hängt von vielen Faktoren ab – von persönlichen Egos bis hin zu Labelstrategien. Für dich als Fan lohnt es sich, die Augen auf der offiziellen Seite und in den Socials zu halten, smarte Playlists zu bauen und ab und zu einen Abend lang nichts anderes zu hören als diese seltsam tröstenden, melancholischen Gitarrenhymnen aus Manchester.


Hol dir den Wissensvorsprung der Profis. Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen. Jetzt kostenlos anmelden

Anzeige

Hol dir den Wissensvorsprung der Profis.

Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt in dein Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt kostenlos anmelden
Jetzt abonnieren.